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St. Pauli gegen Dresden:Verletzte bei Fan-Randalen am Millerntor

FC St. Pauli - Dynamo Dresden

Ein Dynamo-Anhänger tritt einen Ordner.

(Foto: dpa)
  • Bei Ausschreitungen nach dem Spiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden sind nach Angaben der Polizei fast 20 Menschen verletzt worden.
  • Die Randalierer griffen Ordner an, eine Rakete wurde gezündet.
  • Zwischen den Fans beider Vereine kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Bei den Krawallen nach dem Zweitliga-Spiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden sind nach Angaben der Polizei zwölf Ordner und sechs Polizeibeamte verletzt worden. Insgesamt gab es vor, während und nach der Partie in Hamburg 22 Festnahmen. Schon am Freitagabend hatten beide Vereine angekündigt, die Vorfälle aufzuarbeiten. Zwischen den Fans der beiden Klubs herrscht seit Jahren ein angespanntes Verhältnis, immer wieder kommt es zu Provokationen und Auseinandersetzungen.

Nach dem 0:0 hatten Dynamo-Anhänger versucht, aus ihrem Stehplatz-Block in den Bereich mit St. Pauli-Fans zu klettern. Die Randalierer griffen Ordner an, die sie daran hindern wollten. Auch eine Rakete wurde gezündet, die unter das Tribünendach flog und von dort zurück auf die Zuschauerränge fiel.

Schon unmittelbar nach dem Spiel hatte es deutliche Stellungnahmen gegeben. "Das ist schade. Das gehört sich nicht", sagte St. Paulis Trainer Jos Luhukay über das Verhalten der Dynamo-Anhänger. Dresdens Abwehrspieler Chris Löwe meinte im TV-Sender Sky: "Wir wollen hier Fußball spielen und Spaß haben. So etwas gehört hier nicht her."

"Der FC St. Pauli wird die Ereignisse nach Spielende in der Nordkurve intensiv aufarbeiten. Allen Verletzten wünschen wir gute Besserung: You'll never walk alone!", schrieb der FC St. Pauli auf Twitter. Ähnlich äußerte sich Dynamo Dresden: "Wir werden die Ereignisse nach dem Spiel am Gästeblock mit allen Beteiligten in Ruhe aufarbeiten. Fest steht aber schon jetzt: Jeder verletzte Mensch ist einer zu viel. Wir wünschen allen Betroffenen auch auf diesem Wege gute und schnelle Genesung."

© SZ.de/dpa/sebi/schm
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