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Rafinha:"Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte"

Niko Kovac Trainer Muenchen im Dialog mit Rafinha Muenchen beim Spiel Eintracht Frankfurt vs FC; Niko Kovac und Rafinha FC Bayern

Rafinha (l.) sagt, Bayern-Trainer Niko Kovac habe ihm sein Abschiedsspiel genommen.

(Foto: imago/Eibner)

Der frühere Bayern-Profi spricht über das Verhältnis zu Niko Kovac. Gerard Piqué vom FC Barcelona muss 2,1 Millionen Euro Steuern nachzahlen.

FC Bayern: Bayern Münchens ehemaliger Profi Rafinha hat Trainer Niko Kovac im Rückblick kritisiert. Vor allem die Tatsache, dass er am letzten Bundesliga-Spieltag der vergangenen Saison gegen Eintracht Frankfurt auf der Bank bleiben musste, hat den Brasilianer hart getroffen. "Kovac wusste, was mir dieser Einsatz bedeutet hätte. Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel genommen. Ich war fertig, total traurig", sagte Rafinha der Sport Bild. Grundsätzlich habe es zwischen ihm und Kovac (47) "einfach nicht funktioniert, vielleicht hatte er kein Vertrauen in mich", führte der 33-Jährige weiter aus. Kovac habe ihm vor der Saison gesagt, "dass ich meine Einsätze bekomme. Aber es kam anders." Dabei habe er für die Bayern "zehn Finals gespielt, ich kann mit Druck umgehen".

Es habe, so Rafinha, "irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft gefehlt, vielleicht, weil er nur wenigen Spielern vertraut hat, zu selten den Kontakt zu den anderen gesucht hat." Viele Spieler seien unglücklich gewesen, es habe "viel Stress" gegeben. Er hoffe für die anstehende Spielzeit, "dass bei Niko alles gut läuft, er lernt und Dinge verbessert. Dieses Jahr hat es nicht gut funktioniert." Rafinha spielt nach seinem Abschied vom FC Bayern inzwischen in seiner Heimat Brasilien beim Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro. Mit den Münchnern gewann er 2013 das Triple und wurde insgesamt siebenmal deutscher Meister.

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FC Barcelona: Fußballprofi Gerard Piqué vom FC Barcelona muss den spanischen Steuerbehörden rund 2,1 Millionen Euro nachzahlen. Dies geht aus einem Urteil des zuständigen Gerichts in Madrid hervor, das der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch schriftlich vorlag. Damit wurde ein Einspruch des 32-Jährigen gegen ein erstes entsprechendes Urteil aus dem Jahr zurückgewiesen. Abwehrspieler Piqué wurde vorgeworfen, zwischen 2008 und 2010 den Verkauf seiner Bildrechte nicht ordnungsgemäß versteuert haben. Die Entscheidung des Gerichts war bereits am 13. Mai gefallen, wurde aber erst jetzt öffentlich gemacht.

Bereits vor sechs Jahren war Piqué zu einer Nachzahlung von fast 1,5 Millionen Euro und einer Geldstrafe von 678 000 verurteilt worden, hatte dagegen aber Revision eingelegt. Nun kann sich der frühere Welt- und Europameister noch an das höchste spanische Gericht wenden, wie die Sportzeitung AS schreibt. Auch Piqués Ehefrau, die kolumbianische Popsängerin Shakira ("Waka Waka"), hat Ärger mit dem spanischen Fiskus. Sie soll zwischen 2012 und 2014 rund 14,5 Millionen Euro an den Steuerbehörden vorbeigeschleust haben. Die 42-Jährige hatte den Vorwurf bei einem Gerichtstermin im Juni zurückgewiesen.

Borussia Dortmund: Marco Reus hat die offensivere Kommunikationsstrategie des BVB übernommen. "Unser Ziel muss sein, ganz oben zu stehen und in Pokal und Champions League besser abzuschneiden", sagte der Nationalspieler am Mittwoch in Dortmund. Im Magazin GQ betonte er: "Wenn man überlegt, was wir jetzt für eine Mannschaft haben, dann gibt es hoffentlich kein Halten mehr." Allerdings müssten einige Voraussetzungen stimmen. "Wir dürfen nicht zu viele Verletzungen haben, viele Kleinigkeiten müssen passen", sagte Reus. Der BVB-Kader sei aber "sehr gut besetzt".

Daran hat Reus auch selbst Anteil. Seinen Nationalmannschaftskollegen Julian Brandt hat er persönlich von Bayer Leverkusen zum BVB gelotst. "Ich habe ihm erklärt, welche Möglichkeiten es in Dortmund gibt, welches Potenzial der Verein hat und dass ein Spieler wie er zum BVB gehört", sagte er. "Ich wollte Julian unseren Verein so nahe bringen, wie es nur irgendwie möglich ist. Ich habe ihm gesagt, dass wir hier etwas Großes zusammen erreichen können." Nicht ganz uneigennützig: "Er erhöht ja auch meine Chancen, Titel zu gewinnen."

Tour de France: Der italienische Radprofi Elia Viviani hat den Massensprint der vierten Tour-de-France-Etappe gewonnen. Der 30-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step setzte sich am Dienstag nach 213,5 Kilometern zwischen Reims und Nancy vor dem Norweger Alexander Kristoff (Norwegen/UAE Team Emirates) und dem Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch. Viviani bescherte seinem Team Deceuninck-Quick Step den zweiten Tagessieg nacheinander. Am Montag hatte der Franzose Julian Alaphilippe die dritte Etappe gewonnen und das Gelbe Trikot erobert. Alaphilippe verteidigte die Gesamtführung am Dienstag erfolgreich.

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