bedeckt München 23°
vgwortpixel

Premier League:Mourinho spottet über Guardiolas Kaufrausch

Football Soccer - Manchester City news conference

Hat bisher schätzungsweise 224 Millionen Euro ausgeben lassen: Pep Guardiola.

(Foto: REUTERS)
  • Nach der Verpflichtung von Benjamin Mendy hat Manchester City bisher schätzungsweise 224 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben.
  • José Mourinho spottet, hat für Manchester United aber allein für Stürmer Romelu Lukaku über 80 Millionen bezahlt.
  • Fans des FC Arsenal kritisieren Trainer Arsène Wenger wiederum für dessen defensive Strategie am Markt.

An ein Ende der großen Einkaufstour denkt Pep Guardiola auch nach dem sechsten Millionentransfer in diesem Sommer noch nicht. Nach seiner ersten Saison als Trainer ohne Titel rüstet der ehemalige FC-Bayern-Coach in seinem zweiten Jahr bei Manchester City ordentlich auf. Der französische Nationalspieler Benjamin Mendy, laut britischen Medien für 58 Millionen Euro vom AS Monaco gekommen, soll längst nicht der letzte Neue gewesen sein. Guardiolas nächstes Ziel laut Medien: Alexis Sanchez vom FC Arsenal.

Der 23 Jahre alte Mendy ist der jüngste namhafte Zugang der Skyblues vor der neuen Premier-League-Spielzeit, die am 11. August beginnt. ManCity hatte bereits Bernardo Silva aus Monaco geholt und Kyle Walker vom Konkurrenten Tottenham Hotspur verpflichtet. Danilo kam von Real Madrid, Torwart Ederson Moraes von Benfica Lissabon. Nach Rechnungen des Senders BBC stiegen die Transferausgaben von ManCity in diesem Sommer damit auf mehr als 200 Millionen Britische Pfund (ca. 224 Millionen Euro). Das ist fast die Hälfte der Ausgaben der gesamten Bundesliga im vergangenen Sommer.

Sporticker "Kein Mensch der Welt ist mehrere Millionen wert"
Sporticker
Fußball-Transfers

"Kein Mensch der Welt ist mehrere Millionen wert"

Gladbachs Christoph Kramer kritisiert den "Wahnsinn" auf dem Transfermarkt. Der BVB muss vier Wochen auf Marcel Schmelzer verzichten. Acht weitere russische Leichtathleten dürfen unter neutraler Flagge starten.

Für "durchschnittliche Spieler" seien die Preise mittlerweile "total verrückt", betont Mourinho

Nebenan beim Lokalrivalen Manchester United konnte sich Trainer José Mourinho einen Seitenhieb nicht verkneifen. Er sei es gewohnt, dass "große Summen für große Spieler" gezahlt werden, erklärte Mourinho, der im Sommer 2016 den Franzosen Paul Pogba für mehr als 100 Millionen Euro zurück nach Manchester gelotst hatte. Mit Blick auf Walker fügte der Coach hinzu: "Jetzt bezahlen alle große Summen für gute Spieler." Auch für "durchschnittliche Spieler" seien die Preise mittlerweile "total verrückt". Mourinho betonte, Manchester United werde sich nicht erpressen lassen, überhöhte Summen zu bezahlen.

Das hielt den englischen Fußball-Rekordmeister jedoch nicht davon ab, umgerechnet knapp 84 Millionen Euro für den auch vom FC Chelsea umworbenen belgischen Nationalspieler Romelu Lukaku zu investieren. Mit bereits 80 Premier-League-Toren, davon 25 in der vergangenen Saison für Liga-Konkurrent FC Everton, dürfte der 24 Jahre alte Stürmer aber nicht nur nach Mourinhos Definition zu den "großen Spielern" zählen. Nach dem schwedischen Verteidiger Victor Lindelof ist Lukaku erst der zweite Neuzugang bei den Red Devils. Er muss die namhaften Abgänge Zlatan Ibrahimovic (Ziel offen) und Wayne Rooney (FC Everton) ersetzen.

In Leipzig ist Liverpool mit einer Offerte von circa 75 Millionen für Naby Keita abgeblitzt

Meister Chelsea hatte im Bieten um seinen ehemaligen Spieler Lukaku das Nachsehen. Nach der Verpflichtung des Spaniers Alvaro Morata - als Nachfolger für den zum Verkauf stehenden Topstürmer Diego Costa - dürfte sich der Ärger an der Stamford Bridge allerdings in Grenzen halten. Mit der von britischen Medien genannten Ablöse von 67 Millionen Euro für den Real-Stürmer brachen die Blues ihren eigenen Transferrekord. Der 24 Jahre alte Morata ist der vierte Sommerzugang. Zuvor hatte Chelsea unter anderem den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger vom AS Rom geholt. Weitere Spieler sollen folgen.

Neymar Ein Köder aus Geld und Liebe

Neymar Junior

Ein Köder aus Geld und Liebe

Neymars möglicher Wechsel für 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris wird zu einem absurden Schauspiel. Der Brasilianer schweigt dazu schon viel zu lange. Ist er es leid, in Messis Schatten zu stehen?   Von Oliver Meiler

Für Liverpool-Trainer Jürgen Klopp sind die Millionenverpflichtungen der Konkurrenz kein Maßstab. "Wir wollen das Richtige tun und nicht die Leute mit einem großen Sommertransfer beruhigen", erklärte Klopp. "Dann glauben alle, du musst die Liga gewinnen, und plötzlich heißt es: Oh, das schafft ihr ja gar nicht!" Die Red Devils haben sich bisher mit Mohamed Salah (AS Rom) und Andrew Robertson (Hull City) verstärkt. Bei RB Leipzig ist Liverpool mit einem Angebot von angeblich 75 Millionen Euro für Naby Keita abgeblitzt.

Die Fans des FC Arsenal erleben ein Déjà-vu. Erst einen einzigen Transfer meldeten die Gunners in der Sommerpause: Der Franzose Alexandre Lacazette kam für eine unbekannte Ablöse von Olympique Lyon. Schon vor der vergangenen Saison waren viele Fans verärgert, weil ihnen Coach Arsène Wenger bei Transfers zu zögerlich agierte. Am Ende verpasste Arsenal die Champions League. Zudem droht in Alexis Sanchez mal wieder der Abschied eines Leistungsträgers, und das zur Konkurrenz. ManCity ist interessiert.