Pferdesport:Von Bredow-Werndl gewinnt erstmals Dressur-Weltcup

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Pferdesport
Sicherte sich erstmals den Dressur-Weltcup: Jessica von Bredow-Werndl. Foto: Friso Gentsch/dpa (Foto: dpa)

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Leipzig (dpa) - Jessica von Bredow-Werndl winkte fröhlich strahlend ins Publikum und tätschelte ihr Pferd nach dem Gewinn des Dressur-Weltcups 2022.

Die 36-Jährige aus dem bayerischen Tuntenhausen sicherte sich den Titel in Leipzig vor rund 7000 Zuschauern mit ihre Stute Dalera. Sie erhielt 90,836 Prozent. Platz zwei ging an die Dänin Cathrine Dufour mit Vamos Amigos (86,164).

"Ich bin einfach glücklich", sagte die Doppel-Olympiasiegerin. Ihr gelang der erste Dressur-Heimsieg bei einem Weltcup-Finale in Deutschland. "Dass ich zu zweit im Sattel sitze, ist noch einmal etwas ganz Besonderes", sagte von Bredow-Werndl, die schwanger ist und die Weltmeisterschaft in Dänemark im August verpassen wird.

Werth wird Dritte

Isabell Werth kam mit Weihegold (85,921) auf Platz drei. Sie wurde nach der Kür mit "Weihe" mit Beifall aus dem Viereck begleitet. Die 52 Jahre alte Rekordreiterin war sichtlich gerührt bei ihrem letzten Ritt mit der Stute. "Die Gefühle und die Atmosphäre waren wundervoll", kommentierte Werth, die in Leipzig die 17 Jahre alte Weihegold das letzte Mal in einem Wettbewerb einsetzte.

"Sie hat super mitgemacht", sagte die Rekordreiterin, die zuvor drei Mal in Folge den Weltcup mit Weihegold gewonnen hatte und nun von ihren ehemaligen Schülerin bei der inoffiziellen Hallen-WM als Titelträgerin abgelöst wurde. "Ich hatte am Ende auch ein bisschen Gänsehaut!"

Dritte deutsche Starterin war Helen Langehanenberg aus Billerbeck, die mit ihrer Stute Annabelle auf Rang sechs landete. "Ich ärgere mich ein bisschen über mich selbst", sagte Langehanenberg. Sie habe "etwas zu viel riskiert".

Männer-Chancen eher gering

Bei den Springreitern ist ein Heimsieg eher unwahrscheinlich. Gerrit Nieberg darf vor der letzten Prüfung aber auf einen Podiumsplatz hoffen. Der 28 Jährige aus Sendenhorst liegt vor den abschließenden beiden Runden am Sonntag (14.45 Uhr) mit seinem Wallach Ben in der Gesamtwertung mit sechs Strafpunkten auf Platz fünf.

"Doppel-Null ist der Plan", sagte der Sohn des Mannschafts- Olympiasiegers Lars Nieberg vor den beiden Runden der dritten Teilprüfung: "Ich bin zuversichtlich für Sonntag." Nervös sei er nicht, sagte der Weltcup-Debütant: "Ich werde entspannt an die Sache rangehen."

Führender des Klassements ist der US-Amerikaner McLain Ward mit Contagious (0 Strafpunkte) vor dem dem Niederländer Harrie Smolders (4) und dem Briten Harry Charles (5). Zweitbester von fünf deutschen Startern ist David Will aus Marburg mit C Vier auf Rang elf.     

© dpa-infocom, dpa:220409-99-863909/2

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