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Oliver Kahn als Klubchef?:Möglich wäre ein Start ab Herbst 2019 oder Jahresanfang 2020

Beim FC Bayern kommentieren sie das Szenario nicht, aber natürlich kann es den Bossen nicht gefallen, dass eine Woche vor der Jahreshauptversammlung am 30. November öffentliche Dynamik in die Sache kommt. Bis dahin hatten die Bayern weitgehend im Stillen an diesem Masterplan herumgedacht, der tatsächlich einen gewissen Charme besitzt.

Oliver Kahn, Sternzeichen Titan, passt perfekt ins Beuteschema, er kommt einem trotz des nachgewiesenen Geburtsjahrs 1969 vor wie einer, dessen Namen schon auf der Gründungsurkunde des Vereins im Jahr 1900 stehen müsste. Möglicherweise war es auch Kahn, der der Vereinssatzung den bis heute gültigen "immer-weiter-immer-weiter"-Passus hinzu gefügt hat, und so wirkt er einstweilen wie die einzig einleuchtende Lösung auf dem Markt. Zumal sich Philipp Lahm inzwischen bis 2024 mit dem DFB verabredet hat, als Organisationschef für die EM 2024 in Deutschland - offenbar übrigens mit dem Segen des FC Bayern, in dessen Reihen es durchaus Lahm-Skeptiker gab. Einer davon heißt Uli Hoeneß.

Max Eberl könnte wieder ins Spiel kommen

Lahms Erwartungen an sein Jobprofil sind dem konservativen Hoeneß damals offenbar zu offensiv gewesen, und so ist mit Spannung zu erwarten, auf welches Modell sich Kahn und der Klub einigen könnten. Möglich wäre, dass Kahn, quasi zum Einlernen, ab Herbst 2019 oder zum Jahresanfang 2020 die vakante Stelle eines Sportvorstands übernehmen und neben Vorstandschef Rummenigge die Geschäfte führen könnte - mit der Aussicht, in sehr absehbarer Zeit Rummenigges Posten an der Spitze zu übernehmen (Rummenigge könnte neben Hoeneß in den Aufsichtsrat rücken).

Der Posten eines Sportvorstands unter Kahn wäre dann wieder zu vergeben, und es gilt als nicht sehr wahrscheinlich, dass der kaum sichtbare Hasan Salihamidzic - als Sportdirektor eine Ebene tiefer platziert - in den Vorstand aufrückt. Nach SZ-Informationen könnte eher ein alter Bekannter wieder ins Spiel kommen: Gladbachs Sportchef Max Eberl, 45, der schon einmal Hoeneß' Lieblingskandidat war.

Am liebsten wäre es den Bayern gewesen, sie hätten diese Modelle in Ruhe zu Ende denken können. Eine öffentliche Debatte passt ihnen überhaupt nicht, und schon gar nicht in einem Moment, in dem sie Fünfter hinter Eintracht Frankfurt sind.

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