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Neuer Stil des FC Barcelona:Starker Torwart Valdés

Tatsächlich war Torwart Víctor Valdés am Samstag, wie schon beim 4:0-Champions-League-Heimsieg gegen Ajax in der Woche, wieder einer der Besten auf dem Platz. Er parierte seinen zweiten Elfmeter innerhalb von 72 Stunden und glänzte wieder mit tollen Paraden. Der Keeper leitete sogar viele Angriffe mit langen Abschlägen ein.

Die Spielmacher Xavi und Andrés Iniesta haben inzwischen "kleinere" Rollen, sitzen sogar häufiger auf der Bank. Übertreibt es Barça mit den langen Pässen?, wurde Martino nach dem Abpfiff denn auch von Journalisten aus Barcelona gefragt. "Der Gegner war schuld, er spielte sehr gut", sagte der Coach. Seine Profis wollten zum heiklen Thema des neuen Spielstils auch nicht viel sagen. "Wir haben den Gegner überrollt, das ist das Wichtige", so Pedro, und Valdés bat mit den Worten "es wird viel zu viel um die Spielweise geredet" um andere Fragen.

Rayo-Trainer Paco Jémez glaubt derweil die Grundidee Martinos entdeckt zu haben. "Barça lässt dem Gegner mehr Platz zum Atmen, es gibt weniger Pressing. Aber Martino macht das, damit Messi und Neymar frischer sind, wenn sie an den Ball kommen."

Nachdem Real Madrid zuletzt beim 0:0 in Villarreal die ersten Punktverluste hinnehmen musste, bietet vorerst nur noch Atlético Madrid den Katalanen Paroli. In Valladolid trafen Raúl García (56.) und Diego Costa (71.). Für die Madrider Zeitung AS spielt Atlético wie eine "Straßenwalze". An den neuen Stil seines argentinischen Landsmannes Martino will Coach Diego Simeone keine Gedanken verschwenden. "Barça ist die beste Mannschaft der Welt, aber wir kümmern uns nur um uns und um unseren Weg", sagte er.

Auch Amtskollege Bernd Schuster vom FC Málaga war nach dem 0:0 bei Bayer Leverkusens Champions-League-Gruppengegner Real Sociedad San Sebastian zufrieden. "Die Ergebnisse flößen meinen Spielern immer mehr Selbstvertrauen ein", so der Deutsche nach dem fünften Punktgewinn im fünften Spiel.

© dpa/hum
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