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Nachfolger von Holger Stanislawski:Hoffenheim verpflichtet Markus Babbel

Nur einen Tag nach dem Rauswurf von Holger Stanislawski präsentiert 1899 Hoffenheim einen neuen Trainer: Die Wahl des Klubs fiel auf Markus Babbel, der bis vor kurzem noch Hertha BSC Berlin trainierte. Er soll schon am Samstag gegen Bremen auf der Bank sitzen - und soll vor allem "psychologisch tätig sein".

Arbeitslosigkeit ist auch für Fußballtrainer keine schöne Zeit - im Fall von Markus Babbel währte diese jedoch nur knapp zwei Monate: 54 Tage nach seinem Rauswurf bei Hertha BSC Berlin wird Babbel neuer Übungsleiter bei Ligakonkurrent 1899 Hoffenheim.

Der Bundesligist stellte den 39-Jährigen am Freitag offiziell als Nachfolger von Holger Stanislawski vor. Babbel war zuletzt Coach von Hertha BSC, musste dort aber wegen interner Unstimmigkeiten am 18. Dezember seinen Posten räumen.

In Hoffenheim erhält er einen Vertrag bis 2014. Den Kontrakt soll Babbel nach dem Training am Freitag unterschreiben. Er wird sein neues Team bereits am Samstag beim Auswärtsspiel bei Werder Bremen betreuen.

"Er wird in erster Linie psychologisch tätig sein müssen", sagte Manager Ernst Tanner. Die Mannschaft sei nach den Misserfolgen der vergangenen Wochen verunsichert. Hoffenheim war am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokals daheim gegen den Zweitligisten Greuther Fürth ausgeschieden. Zudem holten die Kraichgauer nur einen Sieg aus den vergangenen zehn Bundesliga-Spielen.

Tanner räumte ein, es habe auch Verbindungen zu anderen Trainern gegeben, persönlichen Kontakt aber nur zu Babbel. "Es ist so, dass ich das Projekt Hoffenheim schon sehr lange kenne", sagte Babbel und betonte: "Ich habe gehofft, dass der Stani die Kurve kriegt, aber leider hat es sich anders entwickelt. Für uns geht es neu los, wir wollen die Mannschaft wieder auf Kurs bringen und kurzfristig beeinflussen, damit sie morgen eine gute Leistung zeigt."

Als Ko-Trainer brachte Babbel Rainer Widmayer mit, er hatte dem Europameister von 1996 auch in Berlin assistiert. Babbel gastiert mit Hoffenheim am letzten Spieltag dieser Saison bei Hertha BSC. Die Berliner haben mittlerweile akute Abstiegssorgen.

© Süddeutsche.de/sid/ebc
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