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Internationaler Fußball:Bielsa schlägt Guardiola, Klopp jubelt spät

Marcelo Bielsa und Pep Guardiola beim Spiel zwischen Leeds und Manchester City.

(Foto: Tim Keeton/AFP)

Vor dem Rückspiel in Dortmund verliert ManCity 1:2 in Leeds. Chelsea verdrängt Liverpool auch dank Kai Havertz vom Champions-League-Platz. PSG gewinnt souverän, bangt aber um Torhüter Navas.

Spitzenreiter Manchester City hat in der Premier League eine überraschende Niederlage kassiert - und das trotz einer Halbzeit in Überzahl. Der Champions-League-Gegner von Borussia Dortmund unterlag am Samstag durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 1:2 (0:1) gegen Leeds United. "Wenn man Spiele verliert, merkt man, wie schwer es war, was wir bis hier geschafft haben", sagte Trainer Pep Guardiola. Das kann auch sein Trainerkollege Jürgen Klopp bestätigen. Nach acht sieglosen Heimspielen gewann sein FC Liverpool mal wieder in Anfield. 2:1 (0:1) hieß es am Ende gegen Aston Villa.

Tabellenführer Manchester City, der höchstens noch elf Punkte zum siebten Meistertitel benötigt, gab im heimischen Etihad-Stadion fast 30 Torschüsse ab. Doch die Führung erzielten die defensivstarken Gäste durch Stuart Dallas (42. Minute). Mit der roten Karte für Liam Cooper - nach hartem Einsteigen gegen Gabriel Jesus - wurde es für Leeds in der zweiten Hälfte deutlich schwieriger.

Als Ferran Torres (76.) zum Ausgleich traf, schien Man City nah dran, die Partie zu wenden. Doch nachdem Raphinha kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit im Strafraum an City-Torwart Ederson scheiterte, gelang Dallas in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer - und dem erst zweiten Torschuss für Leeds - die Sensation.

Vier Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen Borussia Dortmund (Hinspiel 2:1) schonte Guardiola mehrere Spieler, verzichtete auf Kevin De Bruyne und ließ Ilkay Gündogan und Phil Foden zunächst auf der Bank. "Ich bereue die Aufstellung nicht", betonte der Coach. "Wir erholen uns jetzt und bereiten uns zwei Tage auf das Spiel in Dortmund vor, und dann entscheiden wir, wie wir spielen."

Liverpool siegt dank Treffer in Nachspielzeit

Meister Liverpool bejubelte nach dem enttäuschenden 1:3 bei Real Madrid einen Sieg, der vielleicht noch höher einzuschätzen ist, als es ein Weiterkommen in der Königsklasse wäre. "Das war riesig", schwärmte Klopp, dessen Mannschaft zuvor sechs Ligaspiele hintereinander in Anfield verloren hatte, "es fühlte sich riesig an zu gewinnen, eine echte Erleichterung."

Vor den Augen von England-Coach Gareth Southgate sorgte der zuletzt im Nationalteam ausgebootete Trent Alexander-Arnold (90.+1) in der Nachspielzeit für ausgelassenen Jubel der Reds. Die Gästeführung durch Ollie Watkins (43.) hatte Mohamed Salah (75.) egalisiert.

Die Reds müssen nun darauf hoffen, dass ihnen am Mittwoch gegen Real Madrid der nächsten Heimsieg gelingt. Für das Erreichen des Champions-League-Halbfinals muss die Klopp-Elf das 1:3 aus dem ersten Duell drehen. Um einen Startplatz in der Königsklasse in der nächsten Saison muss Liverpool indes weiter zittern.

Havertz brilliert für Chelsea

Am Abend verdrängte der FC Chelsea die Reds wieder vom vierten Platz - auch dank einer starken Leistung von Kai Havertz. Der deutsche Nationalspielers leitete das 4:1 (3:0) in Südlondon bei Crystal Palace mit einem feinen Tor ein. Christian Pulisic (10./78.) und Kurt Zouma (30.) erhöhten für Chelsea. Havertz' DFB-Teamkollegen Timo Werner ließ Trainer Thomas Tuchel 90 Minuten auf der Bank. Das Tor für Crystal Palace schoss Christian Benteke (63.).

In der Königsklasse hat Tuchels Mannschaft nach dem souveränen 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Porto beste Chancen, im Rückspiel am Dienstag den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Vor den Fußballspielen in England wurden am Wochenende in jedem Stadion vor dem Anpfiff zwei Schweigeminuten für den britischen Prinzen Philip abgehalten. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. war am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben.

Mbappé leitet PSG-Sieg ein

Paris Saint-Germain hat die Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München locker gewonnen. Der französische Meister gewann mit den Nationalspielern Thilo Kehrer und Julian Draxler bei Racing Straßburg souverän mit 4:1 (3:0). Mit 66 Punkten bleibt PSG als Zweiter hinter dem OSC Lille (69), der bereits am Freitag 2:0 (0:0) in Metz gewonnen hatte.

Der schon am Mittwoch im Hinspiel gegen München zweimal erfolgreiche Kylian Mbappe (16.) eröffnete im Elsass den Torreigen, nach Treffern von Pablo Sarabia (27.) und Moise Kean (45.) stand es schon zur Pause 3:0. Moise Sahi Dion (63.) verkürzte für Straßburg, ehe Leandro Paredes (79.) wieder den alten Abstand herstelle. Paris empfängt am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) die Bayern. Das Hinspiel in München hatte PSG mit 3:2 gewonnen.

Der in München überragende Torhüter Keylor Navas wurde in der Halbzeit angeschlagen ausgewechselt. "Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Wir denken, dass es nichts Ernstes ist. Wir haben eine exzellente medizinische Abteilung", sagte Trainer Mauricio Pochettino.

Ibrahimovic sieht Rot, Mailand gewinnt

Trotz eines Platzverweises für Stürmer Zlatan Ibrahimovic hat der AC Mailand den Rückstand auf Spitzenreiter Inter Mailand in der Serie A vorerst verkürzt. Milan setzte sich am Samstag mit 3:1 (2:0) bei Abstiegskandidat Parma Calcio durch. Ibrahimovic sah beim Stand von 2:0 in der 60. Minute die rote Karte, nachdem er etwas zu Schiedsrichter Fabio Maresca gesagt hatte. Zum Zeitpunkt des Platzverweises führte Milan durch die Treffer des Ex-Bundesligaprofis Ante Rebic (8. Minute) und Frank Kessie (44.), an deren Entstehung Ibrahimovic jeweils beteiligt gewesen war.

Parma kam durch Riccardo Gagliolo (66.) noch einmal heran, Rafael Leao sorgte in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Milan liegt in der ersten italienischen Fußball-Liga nun acht Zähler hinter Stadtrivale Inter, der am Sonntag mit einem Sieg gegen Cagliari Calcio wieder davonziehen kann.

© SZ/dpa/schm
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