Wo sie sich gerade aufgehalten haben, als die großen Dinge der Weltgeschichte geschehen sind, der Fall der Mauer und Ähnliches, das wissen die Menschen meistens recht genau. Auch Hans-Joachim Wirtz, 69, kann auf Anhieb sagen, wo er war, als Nicolas Höfler neulich von nie erlebten Schwindelgefühlen geschüttelt wurde, weil ihn sein Gegenspieler innerhalb von sechs Sekunden dreimal ausgespielt hatte. Freiburgs erfahrener Stratege Höfler, 33, und Bayer Leverkusens Florian Wirtz, 20, begegneten sich in der besagten Szene zu einem beinahe unsportlich ungleichen Duell: Der eine in den ständigen Rückzug getrieben, der andere unaufhaltsam auf dem Vormarsch in den Strafraum, im Dribbling Wendekreise beschreibend, für die der Bierdeckel als traditionelle Referenzgröße des Flächenmaßes nicht mehr genügte.
Karrierepläne von Florian WirtzNoch funktioniert der Abwehrschirm
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Die Eltern von Florian Wirtz treiben dessen Karriere nicht zum Zwecke der Profitmaximierung voran. Am liebsten wäre ihnen, ihr Sohn dürfte sich in Leverkusen weiter unter Trainer Xabi Alonso entwickeln - doch der besitzt eine Ausstiegsklausel für Real Madrid.
Von Philipp Selldorf, Leverkusen
