Leichtathletik Robert Harting qualifiziert sich für EM in Berlin

Robert Harting wird bei der EM in Berlin teilnehmen.

(Foto: dpa)

Bei den Deutschen Meisterschaften erreicht der Diskuswerfer Platz drei und darf in seiner Heimatstadt an den Europameisterschaften teilnehmen. Ein Spanier gewinnt die 14. Etappe der Tour de France.

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Leichtathleitik: Diskuswerfer Robert Harting bekommt seinen großen Auftritt bei der Heim-EM in Berlin (6. bis 12. August). Der London-Olympiasieger nutzte bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg seine letzte Chance und belegte mit 63,92 Metern Rang drei. Damit sicherte er sich einen der beiden noch freien deutschen Plätze für die Titelkämpfe in der deutschen Hauptstadt.Rio-Olympiasieger Christoph Harting (Berlin), bereits vor den nationalen Titelkämpfen für die EM nominiert, gewann mit 66,98 m überlegen vor dem Olympia-Dritten Daniel Jasinski (Wattenscheid/64,82 Meter). Martin Wierig (Magdeburg) lag mit 63,72 Metern als Vierter nur knapp hinter Robert Harting.

"Das DLV-Wurftrainerteam hat sich in einem Meeting im Rahmen der DM in Nürnberg eindeutig für eine EM-Nominierung der beiden in Nürnberg bestplatzierten, am 3. Juli 2018 nicht nominierten Athleten ausgesprochen. Unabhängig der hier erzielten Weiten", hatte Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport im DLV, vor dem Wettkampf erklärt.Robert Harting, der seine Abschiedssaison mit einer gerissenen Quadrizepssehne im rechten Knie bestreitet, beendet nach dem ISTAF in Berlin am 2. September seine lange und erfolgreiche Karriere. Vor den Titelkämpfen in Nürnberg hatte er auf Platz fünf der deutschen Jahresbestenliste gelegen.

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Radsport, Tour de France: Der spanische Radprofi Omar Fraile hat die 14. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Fahrer vom Team Astana setzte sich am Samstag nach 188 Kilometern von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Mende durch. Im Anschluss an eine kurze, aber schwere Schlusssteigung verwies er den Franzosen Julian Alaphilippe und Jasper Stuyven aus Belgien auf die Plätze. Der Berliner Simon Geschke gehörte wie die ersten drei zu einer 32-köpfigen Spitzengruppe, die das Hauptfeld deutlich distanzierte. Sunweb-Fahrer Geschke wurde am Ende Sechster.Im Kampf um die Gesamtwertung lieferten sich die drei Erstplatzierten auf der steilen Rampe hoch zum Flugplatz von Mende einen kleinen Schlagabtausch. Am Ende aber kamen Geraint Thomas als Träger des Gelben Trikots, sein zweitplatzierter Sky-Teamkollege und Titelverteidiger Christopher Froome sowie Tom Dumoulin (Sunweb) mehr als eine Viertelstunde nach dem Sieger Fraile zeitgleich in das Ziel.

BVB: Dank Mario Götze hat Borussia Dortmund das erste Testspiel im Rahmen seiner USA-Reise gewonnen. Gegen den englischen Meister Manchester City setzte sich das Team von Trainer Lucien Favre im Soldier Field von Chicago mit 1:0 (1:0) durch, Götze traf noch vor der Pause per Foulelfmeter (28.). "Es war ein guter Test. Wir haben einige gute Kombinationen gehabt und wir wagen es nach vorne zu spielen", sagte Favre. Nach einem Foul an US-Nationalspieler Christian Pulisic verwandelte Götze den fälligen Elfer sicher zur Dortmunder Führung.Für ManCity feierte der algerische Mittelfeldspieler Riyad Mahrez sein Debüt.

Der 60-Millionen-Neuzugang hatte kurz vor Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich auf dem Fuß, doch BVB-Torwart Marvin Hitz konnte den von Sebastian Rode abgefälschten Schuss über die Latte lenken. City-Teammanager Pep Guardiola muss in den USA auf zahlreiche Stars verzichten, die nach der Weltmeisterschaft in Russland noch nicht zur Mannschaft gestoßen sind.Im Rahmen des International Champions Cup (ICC), an dem auch Bayern München teilnimmt, bekommen es die Dortmunder am Sonntag (22.05 Uhr) noch mit dem FC Liverpool (Charlotte) und am Donnerstag (2.05 Uhr) mit Benfica Lissabon (Pittsburgh) zu tun.

FC Bayern: Jupp Heynckes wird sich das Abschiedsspiel von Bastian Schweinsteiger beim FC Bayern nicht entgehen lassen. Der Weltmeister von 2014 tritt am 28. August mit seinem aktuellen Club Chicago Fire in der Allianz Arena gegen seinen langjährigen Verein aus München an. "Im August bin ich schon wieder hier, wenn das Abschiedsspiel von Bastian Schweinsteiger ist. Sonst schaue ich mir das Ganze aus Schwalmtal an und drücke dem FC Bayern die Daumen", sagte der gebürtige Rheinländer Heynckes am Rande der Eröffnung einer Sonderausstellung zu seinen Ehren in der Erlebniswelt des deutschen Meisters. Schweinsteiger spielte von 2002 bis 2015 bei den Profis des FC Bayern, seit 2017 steht er in Chicago unter Vertrag. Unter Heynckes holte er 2013 das Triple.

Heynckes war insgesamt viermal Coach der Münchner und übergab das Traineramt im Sommer an den früheren Frankfurter Niko Kovac. "Das ist ein guter Neubeginn mit einem jungen, hungrigen, kreativen Trainer, der auch schon unter Beweis gestellt hat, dass er eine Mannschaft führen kann", sagte der 73-jährige Heynckes über seinen Nachfolger."Die jungen Leute müssen ihren eigenen Weg finden, ihren eigenen Weg gehen, müssen auch mal anecken, müssen auch mal Fehler machen dürfen. Der FC Bayern hat ein so großartiges Spielerpotenzial, dass sich der Erfolg einstellen wird", zeigte sich Heynckes überzeugt.

DFB: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hört als Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf. Die WM in Russland war das letzte Turnier des 75-Jährigen. "Mull" ist der erste jahrelange Mitarbeiter aus dem Stab von Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem historischen Vorrunden-K.o. seine Tätigkeit beendet. "Ich habe mich entschlossen, als Arzt der deutschen Nationalmannschaft zurückzutreten. Darüber habe ich Oliver Bierhoff und Jogi Löw heute informiert", sagte Müller-Wohlfahrt am Freitag.

"Ich hatte 23 fantastische Jahre im Kreise des DFB mit großartigen Erfolgen und eindrucksvollen Erlebnissen. Es haben sich in dieser Zeit wunderbare Freundschaften entwickelt, die Atmosphäre war immer geprägt durch großes Vertrauen. Ich werde der Nationalmannschaft und dem DFB auch in Zukunft immer eng verbunden bleiben und wünsche allen viel Erfolg beim Neuanfang. Wenn mein Rat gewünscht wird, stehe ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung." Größter Erfolg in der Zusammenarbeit mit Bundestrainer Löw und Teammanager Bierhoff war der Gewinn des Weltmeistertitels 2014 in Brasilien. Bei seinem ersten Turnier als DFB-Arzt war Müller-Wohlfahrt 1996 zudem am EM-Titelgewinn in England unter dem damaligen Bundestrainer Berti Vogts beteiligt.

Leichtathletik, Doping: Olympiasiegerin Ruth Jebet ist eine von rund 100 Top-Leichtathleten, denen wegen möglicher Dopingvergehen Sperren drohen. Das gab die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Weltverbandes IAAF am Freitag bekannt. Wie die AIU mitteilte, sei sie seit April 2017 in 120 Fällen tätig geworden. Bis auf zwei Untersuchungen stünden alle Verfahren im Zusammenhang mit Doping. In elf Fällen seien die Sperren bereits abgelaufen. Betroffen sind insgesamt 103 Sportler, die zusammen 85 Medaillen bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften gewonnen haben, 13 weitere international startende Athleten sowie vier Offizielle. In 57 Fällen ist Russland involviert.

Unter Dopingverdacht steht dabei auch Jebet, Rio-Olympiasiegerin und Weltrekordlerin über 3000 m Hindernis. Bereits im März hatte die englische Tageszeitung The Guardian von einem positiven Dopingtest der für Bahrain startenden gebürtigen Kenianerin berichtet. Nun bestätigte die AIU erstmals, dass Jebet provisorisch suspendiert ist. Die Veröffentlichung ist Teil einer Transparenzoffensive der AIU. Bisher wurden lediglich abgeschlossene Fälle veröffentlicht, nun sollen transparent alle Schritte der jeweiligen Disziplinarverfahren nachvollziehbar sein. Die Einleitung eines Verfahrens bedeutet allerdings nicht, dass der jeweilige Sportler schuldig ist.

Fußball, Europa League:​ Der italienische Erstligist AC Mailand wird nun doch nicht von der Europa League ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof Cas gab am Freitag bekannt, dem Einspruch des Klubs gegen ein Uefa-Urteil stattgegeben zu haben. Der AC hatte sich in der abgelaufenen Saison als Tabellensechster für die Europa League qualifiziert, war aber von der Uefa wegen Verstoßes gegen das Financial Fairplay für ein Jahr von allen Europacup-Wettbewerben ausgeschlossen worden. Milan hatte die Entscheidung angefochten. Der Klub hatte vor einem Jahr rund 200 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und damit gegen das Uefa-Reglement verstoßen. Danach dürfen die Proficlubs im Grundsatz nicht mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Dem stimmte das Gericht zu, erachtete die vom Uefa-Gericht verhängte Strafe aber als unverhältnismäßig.

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