Tennis Kerber und Zverev in Miami ausgeschieden

Ärgerte sich über ihr frühes Ausscheiden in Miami: Tennisspielerin Angelique Kerber.

(Foto: AFP)

Die Deutschen unterlagen ihren Konkurrenten jeweils in Dreisatzmatches. Herrmann wird Vierte im Massenstart von Oslo. Der FC Chemnitz setzt weiteres Zeichen gegen rechts.

Meldungen im Überblick

Tennis, Miami: Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber ist beim Tennis-Turnier in Miami erneut an der erst 18 Jahre alten Kanadierin Bianca Andreescu gescheitert. In der dritten Rundes des mit insgesamt 9,035 Millionen Dollar dotierten Turniers verlor die Kielerin nach 2:10 Stunden mit 4:6, 6:4, 1:6 gegen jene Gegnerin, der sie in der Vorwoche auch im Finale des WTA-Turniers von Indian Wells unterlegen war. Nach verlorenem Auftaktsatz kämpfte sich die Vierte der WTA-Rangliste im zweiten Durchgang nach einem 1:4-Rückstand noch zum Satzgewinn, im Entscheidungssatz war Kerber jedoch chancenlos gegen die Nummer 24 der Weltrangliste.

Ebenfalls ausgeschieden ist Alexander Zverev. Der an Nummer zwei gesetzte Hamburger verlor gegen den Spanier David Ferrer in der zweiten Runde mit 6:2, 5:7, 3:6. Für den 36-jährigen Ferrer, der sich gerade auf seiner Abschiedstournee befindet, war es der erste Sieg gegen einen Top-5-Spieler seit 2015. Zverev leistete sich gegen die 155. der Welt zwölf Doppelfehler.

Biathlon, Oslo: Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann hat beim Weltcupfinale der Biathleten in Oslo im abschließenden Massenstart-Rennen über 12,5 km das Podest knapp verpasst. Die 30-Jährige aus Oberwiesenthal kam nach vier Strafrunden trotzdem noch auf den vierten Rang. Der Sieg und die kleine Kristallkugel im Massenstart-Weltcup gingen an die schwedische Einzel-Olympiasiegerin Hanna Öberg (2 Strafrunden). Weltmeisterin Dorothea Wierer feierte trotz Rang zwölf als erste Italienerin den Gewinn des Gesamtweltcups.

Basketball, NBA: Der deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki hat beim 126:91-Erfolg seiner Dallas Mavericks beim amtierenden NBA-Champion Golden State Warriors ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 40-Jährige erzielte am Samstag (Ortszeit) 21 Punkte und schraubte damit seinen Saisonbestwert nach oben. Nach nicht einmal drei Minuten führten die Mavs mit 12:2. Nowitzki verbuchte dabei schon acht Punkte. "Ich habe meine Zeit hier immer genossen, ich habe gegen einige wirklich große Spieler gespielt", sagte Nowitzki, der in der Oracle Arena den ersten Korb seiner NBA-Karriere warf. Für die Warriors, die Superstar Stephen Curry schonten, war es die Niederlage mit der größten Punktedifferenz in der laufenden Spielzeit.

Fußball, FC Chemnitz: Die Spieler des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC haben am Samstag ein weiteres Zeichen gegen rechts im Heimspiel gegen Budissa Bautzen (1:0) gesetzt. Daniel Frahn (53.), der auf Bewährung wieder spielen durfte, erzielte das Tor des Tages. Die Akteure beider Teams präsentierten sich hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Gemeinsam für demokratische Grundrechte und Fair Play". Außerdem trugen die CFC-Spieler T-Shirts, auf denen zu lesen stand: "Farbe bekennen - Himmelblau".

Das erste Heimspiel nach den Vorfällen vom 9. März stand unter bundesweiter Beobachtung. Auch Vizepräsident Rainer Koch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) war vor Ort. "Eine klare Mehrheit der Fans hat diese Position bezogen", sagte Koch zufrieden beim Besuch im Stadion an der Gellertstraße zur Aktion des Gastgebers. Der Jurist hatte zuvor ein klares Zeichen vom CFC gegen rechtsextreme Tendenzen gefordert.

Wintersport, Biathlon: Johannes Thingnes Bö hat beim Weltcup-Finale in Oslo den Rekord für die meisten Siege innerhalb eines Winters aufgestellt. Der Norweger feierte in der Verfolgung über 12,5 km am Samstag den 15. Erfolg im 24. Rennen der Saison, so häufig hatte kein Biathlet je zuvor triumphiert. Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer wurde nach einer Strafrunde mit 18,2 Sekunden Rückstand Dritter und lief zum fünften Mal in dieser Saison auf das Podest.

Einzel-Olympiasieger Bö, der bei der WM in Östersund vier Goldmedaillen gewonnen hatte, feierte nach seinem Triumph im Sprint am Vortag trotz dreier Strafrunden einen Start-Ziel-Sieg. Hinter dem Gesamtweltcupsieger, der zum 36. Mal in seiner Karriere gewann, landete sein Bruder Tarjei (1 Strafrunde/13,9 Sekunden zurück).

Zweitbester Deutscher wurde Benedikt Doll (Breitnau/3) auf Rang sieben, Lucas Fratzscher kam auf Platz 15. Erik Lesser (24.), Johannes Kühn (32.), Philipp Nawrath (37.) und Philipp Horn (53.) verpassten die Top-20 hingegen. Bei den Frauen hatte zuvor Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) den zweiten Rang belegt. Sie musste sich nach zwei Schießfehlern nur der dreimaligen Olympiasiegerin Anastasija Kuzmina aus der Slowakei geschlagen geben.

Fußball, Argentinien: Lionel Messi muss wegen einer Schambein-Entzündung eine Zwangspause einlegen. Der frühere Weltfußballer fehlt der argentinischen Nationalmannschaft wegen der Verletzung beim Testspiel in Marokko am Dienstag, wie der nationale Fußballverband mitteilte. Unklar blieb zunächst, ob der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Barcelona auch um seinen Einsatz im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester United im April bangen muss. Messi hatte erst am Freitag sein Comeback in Argentiniens Nationalteam gegeben, beim 1:3 gegen Venezuela in Madrid aber eine Enttäuschung erlebt.

Fußball-EM "Der legt sich mit jedem an"

Joshua Kimmich als Anführer

"Der legt sich mit jedem an"

In der Hierarchie der neuen Elf von Bundestrainer Löw ist Joshua Kimmich der natürliche Antreiber und Anführer. Die alten Autoritäten haben dagegen Not, sich Geltung zu verschaffen.   Von Philipp Selldorf