Als Vorsitzender des Bewerbungskomitees war Beckenbauer daran beteiligt, die WM 2006 nach Deutschland zu holen (im Bild mit Bundeskanzlerin Angela Merkel). Wie sich das genau zutrug, darüber wird seit Oktober 2015 gerätselt. Ungeklärte Geldströme, eine schwarze Kasse und ein dubioses Darlehen des ehemaligen Adidas-Präsidenten Robert Louis-Dreyfus im Zusammenhang mit dem Zuschlag für Deutschland belasten seither den Ruf des "Sommermärchens". Im Zuge der Affäre trat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach von seinem Amt zurück. Beckenbauer, der um eine Aussage in der Öffentlichkeit selten verlegen war, schwieg lange zu seiner Rolle in der Affäre.

Bild: picture-alliance/ dpa 19. November 2015, 17:222015-11-19 17:22:23 © SZ.de/tbr/sonn