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Internationaler Fußball:Emre Can ist wütend auf Juventus

Germany - Training And Press Conference

„Das macht mich schon sauer“: Emre Can in Hamburg.

(Foto: Maja Hitij/Getty Images)

Der DFB-Spieler gehört nicht zum Champions-League-Aufgebot seines Klubs. Can kündigte "Konsequenzen" und Gespräche mit Juve an.

Emre Can wirkte aufgewühlt. "Extrem schockierend" nannte der Nationalspieler den Umstand, dass ihn sein Klub Juventus Turin nicht für die Champions-League-Gruppenphase gemeldet hat. "Das macht mich schon sauer und wütend", sagte der Mittelfeldspieler, 25, vor dem Training beim DFB. Die Freude über seine Rückkehr zur Nationalmannschaft elf Monate nach seinem 21. Länderspiel beim 0:3 in der Nations League gegen die Niederlande wurde vor dem erneuten Duell mit den Niederlanden am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Hamburg durch einen überraschenden Anruf am Vorabend getrübt. Turins neuer Trainer Maurizio Sarri habe ihm mitgeteilt, so Can, "dass ich nicht dabei bin in der Champions League - ohne mir eine Begründung zu nennen". Keine Minute habe das Telefonat gedauert.

Im 22-Mann-Aufgebot von Juventus Turin fehlt Can, wie übrigens auch Mario Mandzukic. Dabei habe man ihm "letzte Woche noch etwas anderes versprochen". Can fühlt sich belogen und betrogen, zumal es noch bis Montag Wechseloptionen gegeben habe. Er bestätigte etwa Gespräche mit Paris Saint-Germain. Eine Bedingung für den Verbleib bei Juve sei gewesen, dass er in der Champions League auftrete. "Und einen Tag nach Transferschluss sagt man mir, ich bin nicht dabei."

Jetzt ist ein Vereinswechsel, um in der Champions League zu spielen, erst wieder im Januar 2020 möglich. Can kündigte trotzdem "Konsequenzen" und Gespräche mit seinem Klub an, wenn er in der kommenden Woche zurück in Italien ist. "Wenn ich es vor drei Tagen gewusst hätte, würde es nicht so sein, dass ich bei Juve geblieben wäre." Er könne die Entscheidung sportlich "nicht nachvollziehen". Er habe in der vorigen Saison gerade international gute Leistungen gezeigt. Da hieß der Juventus-Coach aber noch Massimiliano Allegri. Bei Nachfolger Sarri habe er "keine faire Chance bekommen bis jetzt". Die Länderspiele will er auch dafür nutzen, für sein Potenzial zu werben: "Ich werde versuchen, den Leuten zu beweisen, die nicht an mich geglaubt haben, dass ich dabei sein müsste in der Champions League."