bedeckt München 17°
vgwortpixel

FC Porto:Torhüter Iker Casillas außer Lebensgefahr

Iker Casillas 2019 beim CL-Spiel AS Roma gegen den FC Porto

Iker Casillas spielte jahrelang für Real Madrid, jetzt ist er beim FC Porto.

(Foto: REUTERS)
  • Iker Casillas, Torwart des FC Porto, hat einen Herzinfarkt erlitten und befindet sich im Krankenhaus.
  • Der Spanier fühlte sich im Training nicht gut und begab sich selbst in Behandlung. Er ist aber außer Lebensgefahr.

Der Schock in der Fußballwelt war groß, doch nach seinem Herzinfarkt am Mittwoch im Training mit dem FC Porto gab die spanische Torwart-Legende Iker Casillas am Abend gleich selbst Entwarnung. Lächelnd lag der 37-Jährige im Krankenhausbett, reckte den Daumen in die Höhe und beruhigte besorgte Fans und Wegbegleiter. "Alles unter Kontrolle hier", schrieb er auf Twitter: "Ein großer Schrecken, aber alles ist intakt. Vielen Dank an alle für die Botschaften und die Liebe."

Der 28-malige portugiesische Meister hatte am Mittwochnachmittag bekannt gegeben, das der langjährige Keeper von Spaniens Rekord-Champion Real Madrid beim morgendlichen Training eine Herzattacke erlitten habe und anschließend ins Universitäts-Hospital von Porto eingeliefert worden sei. Dort sei der Weltmeister von 2010 einer Herzkatheter-Untersuchung unterzogen worden, nach Klubangaben befand er sich außer Lebensgefahr.

Champions League Klopp cruist mit Liverpool ins Halbfinale
Champions League

Klopp cruist mit Liverpool ins Halbfinale

Der FC Liverpool gewinnt das Viertelfinal-Rückspiel in Porto locker mit 4:1. Trainer Jürgen Klopp darf weiter vom Titel träumen - doch im Halbfinale wartet der FC Barcelona.

Ein Klinik-Arzt bestätigte dem portugiesischen TV-Sender TVI, dass der Infarkt durch die Katheterisierung behoben wurde. Zudem habe man bei Casillas einen Stent platziert, um zu verhindern, dass die Arterien verstopfen. Real-Kapitän Sergio Ramos hatte auf Twitter zuvor drei betende Hände an die Adresse von Casillas gesendet und damit auf den kritischen Zustand seines einstigen Mitspielers hingewiesen. Casillas, der erst im März seinen Vertrag beim FC Porto um eine weitere Saison bis 2020 verlängert hatte, stand am vergangenen Freitag beim 2:2 gegen Rio Ave zwischen den Pfosten. Von Herzproblemen war bis zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt.

Die Königlichen wünschten ihrem langjährigen Spielführer in einem offiziellen Statement nicht nur gute Besserung, sondern sagten ihm auch jegliche Unterstützung zu. Zudem erinnerte Real an die großen Stärken des Keepers: "Iker Casillas hat uns gezeigt, wie er die unglaublichsten Herausforderungen seiner beruflichen Karriere meistern und damit zu den Erfolgen unseres Klubs beitragen kann. Er hat uns gezeigt, dass Aufgeben keinen Platz in unserer Lebensweise hat, und er hat immer wieder gezeigt, dass es der einzige Weg zum Sieg ist, bei den schwierigsten Herausforderungen stark zu bleiben. Real Madrid freut sich darauf, unseren legendären Kapitän so schnell wie möglich wieder gesund zu sehen."

Casillas, der mit seiner Ehefrau Sara Carbonero, einer spanischen Sportjournalistin, und seinen Söhnen Martin (5) und Lucas (2) in Porto eine zweite Heimat gefunden hat, ist sowohl in Spanien als auch in Portugal gleichermaßen beliebt. 2015 war der 167-malige Nationaltorwart nach 26 Jahren bei den Königlichen aus Madrid in die zweitgrößte Stadt Portugals gewechselt.

Mit Real hatte der fünfmalige Welttorhüter, den am Mittwoch über die sozialen Netzwerke Genesungswünsche aus der ganzen Welt - unter anderem von Mesut Özil, Gareth Bale und Tennisspieler Rafael Nadal - erreichten, die erfolgreichste Zeit seiner Karriere erlebt. Unter andere gewann er mit dem weißen Ballett dreimal die Champions League (2000, 2002, 2014). Mit der Nationalmannschaft gewann der "heilige Iker", wie er in Spanien genannt wird, nicht nur als Kapitän den WM-Titel in Südafrika, sondern triumphierte auch bei den EM-Endrunden 2008 in Österreich/Schweiz und 2012 in Polen.

Internationaler Fußball Kapitän gegen Präsident

Real Madrid

Kapitän gegen Präsident

Sergio Ramos soll sich nach dem 1:4 gegen Ajax mit Florentino Pérez ein heftiges Wortgefecht geliefert haben. Daneben treibt die Trainerfrage Madrid um - in den Medien kursieren Namen von Mourinho bis Zidane.   Von Javier Cáceres