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Internationaler Fußball:Özil und Mertesacker feiern Pokal-Triumph

Arsenal v Aston Villa - FA Cup Final

Per Mertesacker: Pokalsieger in England

(Foto: Carl Recine/Reuters)

Die Nationalspieler holen den englischen Pokal mit dem FC Arsenal. Die Fifa verwehrt dem FC Barcelona einen Straferlass. Die Brose Baskets Bamberg erreichen als erstes Team das Play-off-Finale der BBL. Kiels Handballer verpassen das Finale der Champions League.

Fußball, FA-Cup: Die Fußball-Weltmeister Per Mertesacker und Mesut Özil haben mit dem FC Arsenal den englischen FA-Cup erfolgreich verteidigt. Durch einen ungefährdeten 4:0 (1:0)-Sieg im Finale gegen Aston Villa sicherten sich die Gunners am Samstag im Londoner Wembleystadion den traditionsreichen Silberpott. Kapitän Mertesacker sorgte per Kopfball zum 3:0 in der 62. Spielminute. Mit insgesamt zwölf Erfolgen im ältesten Pokalwettbewerb sind die Nord-Londoner nun alleiniger Rekord-Champion. Im vergangenen Jahr hatte Arsenal Hull City im Endspiel bezwungen. Der englische Nationalspieler Theo Walcott hatte den Favoriten in Führung gebracht (40.). Nach dem Wechsel traf Alexis Sanchez mit einem herrlichen Schuss aus 23 Metern (50.). Dann machte Mertesacker alles klar. Außenseiter Aston Villa hatte bis dahin keine nennenswerte Aktion verbuchen können. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Olivier Giroud in der Nachspielzeit.

Fußball, FC Barcelona: Champions-League-Finalist FC Barcelona erhält im Fall der bis 1. Januar 2016 verhängten Transfersperre keine Amnestie vom Fußball-Weltverband Fifa. Das bestätigte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke der vereinsnahen katalanischen Sporttageszeitung Mundo Deportivo.

Nach Angaben des Blattes hatte sich Spaniens Verbandsboss Angel Maria Villar am Rande des Fifa-Kongresses in Zürich in Gesprächen mit Präsident Joseph Blatter vergeblich um einen Straferlass bemüht. Laut Valcke gebe es für eine solche Maßnahme "keine rechtliche Grundlage". Die Fifa hatte den Klub im April 2014 wegen mehrerer Verstöße bei der Verpflichtung Minderjähriger aus dem Ausland verurteilt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigte die Transfersperre Ende Dezember.

Basketball, BBL: Hauptrundensieger Brose Baskets Bamberg hat als erstes Team das Play-off-Finale der Basketball Bundesliga (BBL) erreicht. Der ehemalige Serienmeister gewann Spiel drei gegen ratiopharm Ulm 90:70 (42:30) und entschied die best-of-five-Serie mit 3:0 für sich. Im zweiten Halbfinale zwischen Alba Berlin und Titelverteidiger Bayern München steht es 1:1. Vor 6800 Zuschauern in Bamberg hielt Ulm die Begegnung nur bis zum 9:9 offen, danach zog der Favorit unaufhaltsam davon und hatte kurz nach der Pause gar 22 Punkte Vorsprung. Ulm kam im letzten Viertel noch einmal bis auf sieben Zähler heran, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Überragender Mann beim sechsmaligen Meister Bamberg war der Lette Janis Strelnieks mit 28 Punkten, zudem traf das US-Quartett Ryan Thompson (12), Bradley Wanamaker (12), Trevor Mbakwe (11) und Darius Miller (10) zweistellig. Für die Mannschaft von Head Coach Thorsten Leibenath war Nationalspieler Per Günther mit 15 Zählern erfolgreichster Werfer.

Handball, Champions League: Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat den Einzug ins Finale der Champions League verpasst. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason unterlag im Halbfinale des Final-Four-Turniers in Köln dem ungarischen Titelträger MKB Veszprem mit 27:31 (13:13). Veszprem trifft im Endspiel am Sonntag (18.00 Uhr) auf den FC Barcelona, Kiel muss im Spiel um Platz drei (15.15 Uhr/beide Sky) gegen KS Vive Kielce ran.

Kajak, Europameisterschaft: Peking-Olympiasieger Alexander Grimm und der London-Zweite Sideris Tasiadis haben dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) am ersten Finaltag der Slalom-Europameisterschaften im sächsischen Markkleeberg zwei Silbermedaillen beschert. Der 28 Jahre alte Grimm ging im Kajak-Einer als Letzter in den Parcours und verfehlte bei seinem Ritt durch die Tore die Bestzeit des Franzosen Boris Neveu, der sein zweites EM-Gold nach 2012 holte, um 1,27 Sekunden. Nur 14. wurde nach einem groben Torfehler der Olympiadritte Hannes Aigner, der wie Grimm und Tasiadis aus Augsburg kommt. Noch knapper als Grimm hatte zuvor Ex-Europameister Tasiadis Gold verpasst. Der 25-Jährige führte im Canadier-Einer bis zum letzten Starter, wurde dann aber doch noch vom Slowenen Benjamin Savsek um 0,45 Sekunden unterboten. Rang drei ging an den Slowaken Matej Benus, dessen Landsmann Andrej Malek im Kajak ebenfalls Dritter wurde. Platz acht unter den zehn Finalisten belegte der Leipziger WM-Dritte Franz Anton, der in den Tagen zuvor von Rückenproblemen geplagt worden war.

Fußball, Bundesliga: Der FC Ingolstadt hat den Vertrag mit Trainer Ralph Hasenhüttl verlängert. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga bleibt der 47-Jährige bis zum Sommer 2017 und hat damit nun alle Fragen nach seiner Zukunft beantwortet. Hasenhüttls bisheriger Kontrakt war bis 2016 gültig. "Die Vorfreude auf das, was auf uns zukommt, ist riesig. Ich möchte dazu beitragen, dass sich der FC Ingolstadt in der ersten Liga etabliert", sagte der Österreicher, der die Oberbayern zur Meisterschaft in der zweiten Liga geführt hatte. Auch die sportliche Leitung des Fußballclubs ist zufrieden mit diesem Schritt. "Wir haben mit Ralph in den vergangenen eineinhalb Jahren erfolgreich und mit viel Freude gearbeitet. Was die Mannschaft unter seiner Leitung geschafft hat, verdient größten Respekt", sagte Sportdirektor Thomas Linke. Am 28. Juni starten die Oberbayern in die Saisonvorbereitung.

Bundesliga, Relegation: Der Hamburger SV bangt vor dem Relegationsrückspiel beim Karlsruher SC an diesem Montag um den Einsatz von Ivica Olic. Der 35 Jahre alte Angreifer fehlte am Samstag beim Training des Teams von Trainer Bruno Labbadia. Olic hat nach übereinstimmenden Medienberichten am Freitagabend einen allergischen Schock erlitten und war ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort befand sich der Kroate am Samstag zur Beobachtung. Neben Olic fehlte am Samstag auch Ivo Ilicevic im Training. Der Torschütze zum 1:1-Endstand im Hinspiel laboriert an Adduktorenbeschwerden. Der HSV hat in der Offensive ohnehin Personalprobleme, da auch Torjäger Pierre-Michel Lasogga angeschlagen und Maximilian Beister nach langer Verletzungspause noch nicht wieder hundertprozentig fit ist. In Karlsruhe fehlen auf jeden Fall Heiko Westermann und Gojko Kacar, die im Hinspiel jeweils ihre fünfte Gelbe Karte sahen und für eine Partie gesperrt sind.

Fußball, Portugal: Der portugiesische Fußball-Rekordmeister Benfica Lissabon hat das "kleine" Double perfekt gemacht. Der Meister gewann das Ligapokal-Finale in Coimbra gegen Maritimo Madeira 2:1 (1:0) und holte damit bei der achten Auflage des Wettbewerbs zum sechsten Mal die Trophäe. Im Endspiel des nationalen Pokal-Wettbewerbes stehen sich am Sonntag Benficas Lokalrivale Sporting Lissabon und Sporting Braga gegenüber. In Coimbra sorgte der Brasilianer Jonas acht Minuten vor der Pause für Benficas Führung. Nach Madeiras zwischenzeitlichem Ausgleich durch Joao Diogo (57.) entschied der Niederländer Ola John die Begegnung zugunsten des Hauptstadt-Teams.

Fußball, 2. Liga: Fußball-Zweitligist RB Leipzig hat am Freitag die Verpflichtung von U21-Nationalspieler Willi Orban bekanntgegeben. Der U21-Nationalspieler erhält einen Vierjahresvertrag und kostet die Sachsen zwei Millionen Euro Ablöse. Der 22 Jahre alte FCK-Kapitän erzielte in 66 Zweitliga-Einsätzen sieben Treffer für die Lauterer. "Orban ist der Spieler in der 2. Liga gewesen", sagte Ralf Rangnick, der am Freitag parallel als neuer Trainer von RB Leipzig vorgestellt wurde.

Der 56-Jährige übernimmt bei RB Leipzig auch den Posten des Chefcoaches. "Ich freue mich auf diese Aufgabe und den Trainingsstart. Es ist in dieser Situation für uns alle die sinnvollste Lösung", sagte Rangnick. Sein Assistent wird der bisherige Interimscoach Achim Beierlorzer. Rangnick hatte im September 2011 sein Traineramt beim Bundesligisten FC Schalke 04 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Seit 2012 hat er als Sportdirektor zunächst für die Red-Bull-Teams Leipzig und Salzburg die Verantwortung. Auf der Trainerbank der Leipziger ist er nun Beierlorzers Nachfolger. Dieser hatte nach dem Ende der Amtszeit von Aufstiegstrainer Alexander Zorniger den Posten übernommen. Den erhofften Durchmarsch in die Bundesliga schaffte er aber nicht mehr. Die Verpflichtung des ehemaligen Mainzer Coachs Thomas Tuchel war nicht zustande gekommen, auch andere Bemühungen brachten keine Lösung. Nun soll es Rangnick als starker Mann in Doppelfunktion richten. Diese gilt zunächst nur die kommende Saison.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/fued
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