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Fußball:In vier Minuten dreimal Bumm

Nils Petersen trifft gegen Nürnberg dreimal in fünf Minuten - einer der zehn schnellsten Hattricks im deutschen Fußball. Ein Stürmer schaffte das Kunststück sogar nach einer späten Einwechslung.

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Rang sieben: Klaus Matischak (Schalke 04, 1963)

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Quelle: imago sportfotodienst

Gleich in der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 erzielte der Schalker Klaus Matischak (r.) innerhalb von acht Minuten (49. Bis 57. Minute) einen Hattrick beim 4:1 gegen den 1. FC Saarbrücken. Matischak musste seine Karriere bereits als 28-Jähriger wegen anhaltender Knieprobleme beenden. 1965 gewann er mit Werder Bremen die deutsche Meisterschaft. Inzwischen lebt der gebürtige Bottroper in New York City.

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Rang sieben: Rüdiger Wenzel (Eintracht Frankfurt, 1977)

Rüdiger Wenzel

Quelle: imago sportfotodienst

Ebenfalls binnen acht Minuten war Rüdiger Wenzel 1977 dreimal erfolgreich. Der Frankfurter schoss am 29. Januar zwischen Minute 68 und 76 einen Hattrick beim 4:0-Sieg gegen Köln. In der ersten Halbzeit hatte er bereits den Führungstreffer erzielt. Wenzel ist kein Einzeltäter - ihm gelangen in 300-Bundesliga-Einsätzen immerhin 91 Tore. Nach seiner Karriere eröffnete er einen Schreibwarenladen in Bad Segeberg.

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Rang sieben: Dieter Hoeneß (FC Bayern München, 1984)

Dieter Hoeneß Turban

Quelle: Imago

Dieter Hoeneß (r.) schaffte den schnellsten Bundesliga-Hattrick in der Geschichte des FC Bayern. Am 25. Februar 1984 traf er zwischen der 68. und 76. Minute gegen Eintracht Braunschweig dreimal (Endstand: 6:0). Nach seiner Karriere wechselte er wie Bruder Uli ins Management, führte beim VfB Stuttgart, bei Hertha BSC und beim VfL Wolfsburg die Geschäfte. Heute malt er gerne Bilder. Das Foto stammt aus dem Pokalfinale 1982. Der am Kopf blutende Hoeneß wurde damals zum Pokalhelden, traf trotz Turban per Kopf.

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Rang sieben: Sean Dundee (Karlsruher SC, 1996)

VFB STUTTGART - HERTHA BSC BERLIN

Quelle: DPA

Für viel Wirbel sorgte Anfang 1997 die Einbürgerung des südafrikanischen Stürmers Sean Dundee (r.), nachdem er für den Karlsruher SC erst 16, dann 17 Saisontore geschossen hatte. Darunter war am 28. August 1996 ein Hattrick beim 4:0 gegen den FC St. Pauli, den Dundee in acht Minuten (56. bis 64. Minute) vollbrachte. Fürs deutsche Nationalteam hat Dundee dennoch keine Partie bestritten. Lediglich in der A2-Nationalmannschaft spielte er einmal mit.

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Rang sieben: Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV, 2013)

1. FC Nuernberg v Hamburger SV - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Am 6. Oktober 2013 siegte der Hamburger SV 5:0 beim späteren Absteiger 1. FC Nürnberg. Überragender Mann auf dem Platz war Pierre-Michel Lasogga, dem zwischen der 59. und der 67. Minute drei Treffer gelangen. Lasogga galt in der Saison als Retter des HSV, nachdem er 13 Treffer erzielte und auch in der Relegation gegen Greuther Fürth traf.

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Rang sechs: Herbert Laumen (Borussia Mönchengladbach, 1967)

Herbert Laumen Pfostenbruch

Quelle: imago sportfotodienst

Sieben Minuten brauchte Herbert Laumen (r., im Tor) für seinen Hattrick am 30. September 1967. Der Mönchengladbacher zeigte sich als Frühstarter, traf zwischen der 2. Und 9. Minute beim 5:1 gegen Hannover 96. Auffällig an Laumens drei Treffern: Er traf mit dem linken, mit dem rechten Fuß und per Kopf. In 267 Bundesligaspielen schoss er 121 Tore. 1971 stürzte Laumen bei einem Heimspiel der Gladbacher gegen Werder Bremen nach einer Strafraumszene ins Tornetz, woraufhin der Holzpfosten brach. Das Spiel musste abgebrochen werden, nachdem kein Ersatztor vor Ort war.

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Rang fünf: Norbert Dickel (Borussia Dortmund, 1988)

BVB feiert 100.

Quelle: dpa

Heute ist er einer der wohl bekannteste Stadionsprecher des Landes, früher war Norbert Dickel (r.) Stürmer von Borussia Dortmund - und für einen der schnellsten Hattricks der Liga verantwortlich. Dickel benötigte am 13. September 1988 sechs Minuten (67. bis 73. Minute), um beim 4:0 gegen Hannover 96 drei Treffer zu schaffen. 1990 beendete der damals 28-Jährige seine Karriere als Sportinvalide nach einem Knorpel- und Meniskusschaden. Seit 1992 ist er die Stimme des Westfalenstadions.

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Rang drei: Michael Tönnies (MSV Duisburg, 1991)

MSV Duisburg TSV Havelse 21 05 1989 Fallrückzieher Tor durch Michael Toennies MSV HM

Quelle: imago/Horstmüller

Den schnellsten Hattrick in der ersten Liga bewerkstelligte Michael Tönnies (l.). Am 27. August 1991 schoss der Duisburger innerhalb von fünf Minuten einen 3:0-Vorsprung gegen den Karlsruher SC heraus. Der damals 22-jährige KSC-Keeper Oliver Kahn musste den Ball bereits nach 16 Minuten zum dritten Mal aus dem Netz holen. Tönnies legte am Ende sogar noch das 5:1 und das 6:2 nach. Tönnies galt als Lebemann, hat geraucht, getrunken und gezockt. Eine Lungentransplantation rettete ihm 2013 das Leben.

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Rang drei: Nils Petersen (SC Freiburg, 2015)

SC Freiburg v 1. FC Nuerberg - 2. Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Genauso schnell wie Tönnies, aber in einer Liga tiefer, erzielte Nils Petersen am vergangenen Montagabend seinen Hattrick. Zwischen der 8. und 13. Minute war der 26-Jährige beim 6:3 gegen Nürnberg erfolgreich. Erst mit zwei Strafstößen, danach per Abstauber. Petersen kam vor der Saison für knapp drei Millionen Euro aus Bremen nach Freiburg, war zuvor bereits von Werder ausgeliehen. Er soll die Breisgauer zum Wiederaufstieg führen.

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Rang eins: Helmut Hampl (Hessen Kassel, 1983)

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Quelle: imago sportfotodienst

Und noch ein Fünf-Minuten-Mann - dabei kam Helmut Hampl (Mitte) erst spät ins Spiel seines Klubs Hessen Kassel gegen Saarbrücken. Hampl drehte am 20. August 1983 die Zweitliga-Partie auf seine eigene Weise (Endstand: 1:3). Bereits eine Minute nach seiner Einwechslung in der 77. Spielminute schoss er den Ausgleich für die Gäste. Am Ende der Saison schrammte das Team des Mittelstürmers dennoch knapp am Aufstieg in die Bundesliga vorbei. Hampl traf zwischen 1978 und 1985 102 Mal für Hessen Kassel.

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Rang eins: Werner Lenz (Union Solingen, 1979)

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Quelle: imago sportfotodienst

Ebenso schnell wie Hampl und damit gleichzeitig schnellster 2.Liga-Hattrick-Schütze war 1979 Werner Lenz. Der Stürmer von Union Solingen erzielte zwischen Minute 62 und 66 drei Treffer beim 9:1-Sieg gegen den OSV Hannover am 2. November 1979. Der 60-Jährige gilt als Vereinslegende Solingens. Sein Schnurrbart ist damals wie heute sein Markenzeichen.

© sz.de/dpa/sid/jki/jbe
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