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Fußball-EM:"Ich widme das Tor meiner Mentaltrainerin"

Portugals Éder (re.): Physisch und psychisch topfit

(Foto: AP)

Der Siegtorschütze versendet unerwartete Grüße, Didier Deschamps findet kaum Worte für seine Enttäuschung. Stimmen zum EM-Finale.

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Die richtigen Worte gibt es jetzt nicht, die Enttäuschung ist riesig. Wir haben zusammen gewonnen, jetzt leiden wir zusammen. Es wäre so schön gewesen, den französischen Fans heute den Pokal entgegenstrecken zu können. Aber das ist leider nicht so."

Antoine Griezmann (Frankreich): "Es ist brutal, aber auch großartig. Es gibt tolle Zeiten und traurige Zeiten. Wir müssen daraus lernen. Wir bereuen nichts, wir werden stärker zurück kommen. Wir waren nicht so abgebrüht wie gegen Deutschland. Es war frustrierend, wir haben den Pfosten getroffen, hatten Chancen. Portugal ist nicht nur Ronaldo, sie waren defensiv sehr solide, und sie haben ohne Ronaldo getroffen. Etwas später werde ich stolz sein, aber im Moment denke ich an das Team, ich bin enttäuscht. Ich wollte diese Trophäe mit ihnen gewinnen."

Éder (Siegtorschütze): "Das ist beeindruckend, was uns gelungen ist. Wir haben viel Kraft in das Spiel gesteckt. Ganz Portugal stand hinter uns. Wir waren der glückliche, aber auch verdiente Gewinner. Ich widme das Tor meiner Mentaltrainerin."

Finale der Fußball-EM

Ronaldo weint - und jubelt spät

Renato Sanches (Mittelfeldspieler Portugal): "An alle Portugiesen: Feiert! Ronaldo ist sehr wichtig, aber wir haben andere gute Spieler. So ist Fußball. Éder wurde immer kritisiert, und dann trifft er. Das war die bestmögliche Antwort an alle, die nicht an uns geglaubt haben."

Raphael Guerreiro (Abwehrspieler Portugal): "Das ist der beste Moment meiner Karriere. Ich glaube, ich träume. Ich kann das gar nicht glauben. Ich spiele in Frankreich und dann hier zu gewinnen, ist spektakulär."

Cedric (Abwehrspieler Portugal): "Dieses Team hat allen Kritikern getrotzt. Jetzt haben wir die Trophäe, fantastisch."

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Der erste Titel bei einem großen Turnier: Überraschend bezwingt Portugal im EM-Finale die favorisierten Franzosen 1:0 - dabei begann das Spiel für Cristiano Ronaldo mit einem Drama.   Von Claudio Catuogno

Pepe (Portugal): "Wir haben viel gelitten, es war ein intensives Spiel, wir wussten, dass es schwer wird. Es war schwer, wir haben unseren wichtigsten Mann verloren. Den Mann, der in jedem Moment ein Tor erzielen kann. Aber Gott hat uns geholfen, wir waren Kämpfer auf dem Platz. Wir haben uns geschworen für ihn zu gewinnen, und wir haben für ihn gewonnen. Ich möchte allen Portugiesen danken. Wir haben eine neue Seite in unserer Geschichte geschrieben, wir werden weiter wachsen."

Reinhard Grindel (DFB-Präsident): "‎Herzlichen Glückwunsch an den neuen Europameister Portugal. Die Mannschaft hat im Finale große Moral gezeigt und sie hatte am Ende auch das Glück auf ihrer Seite. Schade für Frankreich, nach den Terroranschlägen und vor dem Hintergrund der vielen innenpolitischen Probleme hätten wir auch dem Gastgeber diesen Titel gegönnt."

© SZ.de/sid/dpa/ska
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