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Fußball: DFB-Pokal:Ratlose Römer

Um dem 1. FC Köln Angst einzujagen, haben sich Mario Basler und sein Regionalligist Eintracht Trier zu einer eindrucksvollen Werbeaktion entschlossen.

Der Trainer Mario Basler will nicht verwechselt werden mit dem Spieler Mario Basler. Der 40-Jährige trägt daher Hemd und Anzug an der Seitenlinie, und er sagt Sätze wie: "Ich bin älter geworden, reifer, und ich habe eine Verantwortung. Für 25 Spieler, für den Verein, für den Erfolg." Jedoch wäre Basler nicht Basler, wenn er sich im neuen Beruf plötzlich verleugnen würde. Ein Stück des einstigen Profis, der immer mal für einen Schnappschuss zu haben war, steckt auch noch im Trainer. Jüngstes Beispiel: Statt in edler Garderobe ließ sich Basler zu Werbezwecken seines Vereins Eintracht Trier nebst Spielern als römischer Feldherr ablichten, inklusive Rüstung und Helm - vor dem DFB-Pokalspiel des Viertligisten gegen den 1. FC Köln an diesem Dienstag.

Der 1. FC Köln bekommt es im DFB-Pokal mit römischen Legionären zu tun.

(Foto: Foto: oh)

Das sollte martialische Assoziationen wecken: Pokalschlacht und so weiter. Die Stadt Trier ist ja römischen Ursprungs, aber auch eine Verkleidung als Gallier hätte das bisherige Auftreten der Eintracht im Pokal gut getroffen: Hannover und Bielefeld haben Baslers Ritter in Asterix-Manier besiegt, im Alltag allerdings holten sie sich zuletzt viele Beulen ab. Seit dem Einzug in die dritte Pokalrunde gewann Trier in der Regionalliga West keine Partie mehr, die letzten vier Spiele verlor man, zuletzt 0:1 gegen die Sportfreunde Lotte. Basler hat den Aufstieg als Ziel, doch sein Team ist bis auf Platz zwölf abgerutscht. "Momentan bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos", sagte Basler, der inzwischen selbst in der Kritik steht und gegen Lotte "eine teilweise desolate Leistung" sah. Stürmer Sahr Senesie flüchtete sich bereits in Sarkasmus: "Am besten wir scheiden gegen Köln im Pokal aus, dann können wir uns wieder auf die Regionalliga konzentrieren."

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