Fußball:AS Rom gewinnt die erste Conference League

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Fußball: Trainer José Mourinho freut sich über den Sieg.

Trainer José Mourinho freut sich über den Sieg.

(Foto: Justin Setterfield/Getty Images)

Die Mannschaft von Trainer José Mourinho wird ihrer Favoritenrolle gerecht und setzt sich im Premieren-Finale in Tirana gegen Feyenoord Rotterdam durch. Zaniolo schießt das entscheidende Tor.

"The Special One" hat Fußball-Geschichte geschrieben: Trainer Jose Mourinho hat mit der AS Rom die neue Conference League gewonnen. Der 1:0-Triumph im Premierenfinale in Tirana gegen Feyenoord Rotterdam ließ den Portugiesen in einen exklusiven Kreis aufsteigen: Dieses Kunststück hatten zuvor nur Udo Lattek und Giovanni Trapattoni geschafft, als es noch den Cup der Pokalsieger gab. "Die Conference League ist unsere Champions League", hatte Mourinho vor dem Spiel gesagt: "Das ist das Niveau, auf dem wir sind."

Die Roma nutzte gleich die erste hochkarätige Chance zur Führung: Nach einer Flanke von Gianluca Mancini sprang Feyenoord-Verteidiger Gernot Trauner unter dem Ball durch, Zaniolo vollendete in der 32. Minute. Kurz nach der Pause hatte der dreimalige italienische Meister doppelt Glück, als Mancini den Pfosten des eigenen Tores traf (48.) und Torhüter Rui Patricio den Ball ans Lattenkreuz lenkte (50.).

Nicht mehr auf dem Feld miterleben konnte den Sieg seiner Mannschaft Henrich Mchitarjan. Das Finale war für den Ex-Dortmunder schon nach einer Viertelstunde beendet. Der 33-Jährige, der im März das Ende seiner Länderspielkarriere für Armenien bekanntgegeben hatte, musste verletzt vom Feld.

AS Rom holte mit dem Sieg in der Conference League den ersten internationalen Titel nach dem Messepokal, dem Vorgänger des UEFA-Cups, vor 61 Jahren. Trainer Mourinho war damit auch in seinem fünften Europacup-Endspiel erfolgreich - nach den Champions-League-Siegen mit dem FC Porto im Jahr 2004 und mit Inter Mailand 2010, dem UEFA-Cup 2003 ebenfalls mit Porto und dem Triumph im Nachfolgewettbewerb Europa League 2017 mit Manchester United.

Für Feyenoord Rotterdam platzte dagegen in Albaniens Hauptstadt der Traum vom ersten Europapokaltriumph nach 20 Jahren. Der 15-malige niederländische Meister hatte 2002 gegen Borussia Dortmund den UEFA-Cup gewonnen - den letzten seiner vier internationalen Titel.

Schon vor dem Anpfiff hatte die albanische Polizei 80 gewalttätige Fans der Roma ausgewiesen. Am Vorabend war es im Finalort zu schweren Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern und mit der Polizei gekommen. Bei den Krawallen wurden nach Polizeiangaben 30 Personen verletzt, darunter 20 Sicherheitskräfte.

Die Tifosi wurden dank der Zusammenarbeit der Polizei mit der italienischen Botschaft in Tirana identifiziert. Sie verließen an Bord der Fähre Durres-Bari Albanien, berichteten italienische Medien. Insgesamt sollen sich bis zu 100 000 Anhänger für das Finale in Tirana befinden, in die National Arena passen lediglich 21 690 Zuschauer.

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