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Franck Ribery:"Hallo Monsieur Streich und hallo Jonathan"

Serie A - Fiorentina v AS Roma

Franck Ribery hat die Bundesliga immer noch im Blick.

(Foto: REUTERS)

Der bayerischste aller Franzosen gratuliert einem Freiburger Franzosen. Thomas Müller spricht über DFB-Comeback. Den BVB plagen prominente Ausfälle.

Meldungen im Überblick

Bundesliga, Franck Ribery: Christian Streich forderte es - und Franck Ribery lieferte: Jonathan Schmid vom SC Freiburg erhielt nach seinem Rekordspiel Glückwünsche von prominenter Stelle. "Hallo Monsieur Streich und hallo Jonathan", sagte Ribery in einer vom SC Freiburg in den sozialen Netzwerken verbreiteten Grußbotschaft: "273 Bundesliga-Spiele. Wahnsinn. Das schaffen nur die Besten. Viele Grüße nach Freiburg." Schmid schloss am Samstag mit seinem 273. Einsatz in Deutschlands Eliteliga zum ehemaligen Bayern-Profi auf. Gemeinsam mit Ribery ist er nun der Franzose mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga.

"Auf jeden Fall freut es einen, wenn man von so einem Spieler eine Nachricht bekommt", sagte der Freiburger nach der 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig bei Sky: "Ich werde mir das anschauen und dann später vielleicht antworten." Streich hatte schon vor der Partie in seiner gewohnten Art gewitzelt, "der Franck soll mal einen schönen Gruß schicken". Und der setzte das prompt in die Tat um. "Das wundert mich nicht, dass der Franck das macht", sagte Streich: "Das ist so ein netter Kerl. Das war mir klar, dass er dem Johnny gratuliert. Ich freue mich."

Fußball, DFB-Elf: Thomas Müller steht einer Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aufgeschlossen gegenüber und würde sich über eine EM-Teilnahme im Sommer freuen. "Ich schaue zuversichtlich in die nächsten Wochen und Monate und konzentriere mich natürlich voll auf die Leistungen hier beim FC Bayern. Was danach kommt, dafür bin ich sicherlich offen", sagte der Angreifer des FC Bayern München im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Er bekräftigte dort, was er zuvor schon nach dem 4:2 gegen Borussia Dortmund bei Sky gesagt hatte und betonte seine "große Lust, um den Titel zu kämpfen, wenn ich darf".

Bundestrainer Joachim Löw hatte zuvor erklärt, wie geplant im Mai eine Entscheidung treffen zu wollen. Die EM sei "ein eigener Wettbewerb, und selbstverständlich ist es unsere Aufgabe, die besten Spieler, die es gibt, und die beste Mannschaft mitzunehmen, um den größtmöglichen Erfolg zu garantieren". Löw hatte die 2014er-Weltmeister Müller (31), Mats Hummels (32) und Jérôme Boateng (32) im Frühjahr 2019 aus der Nationalmannschaft ausgemustert. "Jetzt haben wir es von beiden Seiten angesprochen, dass alles möglich ist. Dementsprechend können wir da auch einen Haken dahinter machen", sagte Müller am späten Samstagabend im ZDF.

Borussia Dortmund, Ausfälle: Der BVB muss mehrere Wochen auf Angreifer Jadon Sancho verzichten. Der Engländer fehlt damit am Dienstag im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Sevilla. "Es ist eine nicht leichte Muskelverletzung", sagte Sportchef Michael Zorc am Sonntag, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. Der 20 Jahre alte Sancho hatte schon beim 2:4 am Samstagabend beim FC Bayern München gefehlt, nachdem er angeschlagen ins Pokal-Viertelfinale am vergangenen Dienstag bei Borussia Mönchengladbach gegangen und nach seinem 1:0-Siegtor ausgewechselt worden war.

Wohl keine Probleme soll es gegen Sevilla dagegen mit einem Einsatz von Erling Haaland geben. Der in München doppelt erfolgreiche Torjäger war am Samstag vorzeitig ausgewechselt worden. Sehr unwahrscheinlich sind die Einsätze von Giovanni Reyna und Raphael Guerreiro, die in München auch schon gefehlt hatten. Linksverteidiger Guerreiro brach eine Laufeinheit am Sonntag aufgrund von Wadenproblemen schnell wieder ab. Zumindest dosiert konnte Reyna nach einer Blessur aus dem Gladbach-Spiel wieder laufen. Das Abschlusstraining für die Partie gegen Sevilla findet am Montagvormittag statt. Das Hinspiel hatte der BVB 3:2 gewonnen.

Biathlon, Sprint: Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat den Schwung vom ersten Staffel-Sieg seit mehr als vier Jahren mitgenommen, seinen zweiten Saisonsieg aber hauchdünn verpasst. Peiffer musste sich beim Sprint über 10 km in Nove Mesto nach fehlerfreier Schießleistung als Dritter nur dem Franzosen Simon Desthieux (0) und Sebastian Samuelsson (0/+2,4) aus Schweden geschlagen geben. Für Desthieux war es der erste Weltcup-Sieg, Peiffer lag 4,4 Sekunden zurück. "Ich freue mich natürlich, ein Podium ist immer eine schöne Sache", sagte Peiffer im ZDF: "Natürlich ist man so ehrgeizig, dass man die paar Sekunden nach ganz vorne auch erreichen will." Für den 33-Jährigen war es der fünfte Podestplatz in diesem Winter.

Auch Benedikt Doll überzeugte als Sechster (1/+14,5) mit der drittbesten Laufzeit. "Ich bin sehr zufrieden. Das Material hat gut gepasst", sagte Doll, nur der Fehler im Stehendschießen sei "ein bisschen ärgerlich". Erik Lesser (1/+50,7), der im WM-Sprint von Pokljuka nur 66. geworden war, meldete sich mit einer Top-15-Platzierung zurück. Am Freitag hatte die deutsche Männer-Staffel um Lesser, Doll, Peiffer und Philipp Nawrath nach einer überzeugenden Leistung den ersten Sieg seit 1504 Tagen gefeiert. Am Sonntag schließen die Verfolger der Frauen (12.00 Uhr) und Männer (16.00 Uhr/beide ZDF und Eurosport) das erste von zwei Weltcup-Wochenenden im tschechischen Nove Mesto ab.

Nordische Kombination, WM: Das deutsche Kombinierer-Duo Eric Frenzel und Fabian Rießle hat zum Abschluss der WM-Wettbewerbe in Oberstdorf die Bronzemedaille geholt. Die beiden Titelverteidiger schafften es am Samstag nach dem Großschanzensprung und 2x7,5 Kilometern in der Loipe in der letzten Runde noch an Japan vorbei auf Platz drei. Gold ging an Österreich mit Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer vor den Norwegern Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen.

Seit 2013 wird bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ein Teamsprint ausgetragen. Das deutsche Duo, zu dem bei allen Auflagen stets Rekord-Weltmeister Frenzel gehörte, war dabei immer auf dem Podest. Frenzel und Rießle hatten 2019 in Seefeld in Tirol noch den WM-Titel in dieser Disziplin gewonnen.

Biathlon, Sprint: Die deutschen Biathletinnen Franziska Preuß und Denise Herrmann haben beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto einen Podestplatz knapp verpasst. Nach dem Debakel mit der Staffel landete Preuß am Samstag im Sprint über 7,5 km nach einer Strafrunde auf Platz acht. Herrmann (1), die nach einem überstandenen Infekt ihr Comeback feierte, wurde Zehnte.

Das erste Einzel-Rennen nach der WM in Pokljuka gewann die erneut in der Loipe überragende Sprint-Weltmeisterin Tiril Eckhoff (1) in 18:48,4 Minuten. Für die Norwegerin war es der fünfte Sprint-Sieg in Serie. Zweite wurde Julija Dschyma (0/+9,3 Sekunden) aus der Ukraine vor der Italienerin Lisa Vittozzi (0/+15,0). "Ich bin zufrieden. Ich habe es geschafft, einen soliden Rhythmus zu schießen", sagte Preuß im ZDF. Mit Blick auf das Ergebnis sei es "natürlich ärgerlich" gewesen, dass "der eine Fehler wegging". Preuß (+25,1) fehlten 10,1 Sekunden auf das Podium, Herrmann lag vier weitere Sekunden zurück. "Ich hatte auf der Schlussrunde noch einen kleinen Sturz vor den Füßen meines Trainers", ärgerte sich Herrmann.

Damit haben die beiden Hoffnungsträgerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag (12.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Maren Hammerschmidt (0/+59,0) als 20., Vanessa Hinz (1/+1:07,5 Minuten) auf Platz 23 und Janina Hettich (1/+1:16,9) als 29. rundeten ein gutes Mannschaftsergebnis ab. Die 23-jährige Vanessa Voigt (1/2:05,6) verpasste bei ihrem Weltcup-Debüt als 64. hauchdünn die Qualifikation für das Jagdrennen. Zum Auftakt in Tschechien hatte die Staffel um Preuß, Hettich, Hinz und Hammerschmidt mit Platz zwölf noch eine historische Enttäuschung erlebt.

Ski alpin, Abfahrt: Die deutschen Skirennläufer haben ihre herausragenden Leistungen bei der WM in Cortina d'Ampezzo vorerst nicht bestätigen können. Bei der vorletzten Abfahrt der Saison im österreichischen Saalbach-Hinterglemm kam Vizeweltmeister Andreas Sander beim Sieg von Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich mit 2,04 Sekunden Rückstand nicht unter die ersten 20. Romed Baumann, hinter Kriechmayr WM-Zweiter im Super-G, war als Zwölfter im Zwischenklassement (+1,51 Sekunden) der beste Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Wie bei der WM-Abfahrt, die er mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf Sander gewann, gelang Doppel-Weltmeister Kriechmayr gleich mit Startnummer eins die beste Fahrt. Zweiter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,17 Sekunden), der damit seinen Vorsprung im Abfahrtsweltcup auf den diesmal drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus (Österreich/+0,27) auf 68 Punkte ausbaute. Dominik Paris (Italien), Führender beim Abbruch der ersten Abfahrt am Freitag, wurde Vierter (+,042)

Feuz steht damit beim Weltcup-Finale in Lenzerheide/Schweiz (17. bis 21. März) vor seinem vierten Sieg nacheinander in der Weltcup-Wertung der Abfahrer - dies gelang bislang nur dem Österreicher Franz Klammer (1975 bis 1978). Marco Odermatt (Schweiz) verkürzte mit einem starken fünften Rang seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Alexis Pinturault (Frankreich) auf 168 Punkte. Einschließlich des Super-G am Sonntag in Saalbach-Hinterglemm (11.00 Uhr/Eurosport) stehen in dieser Saison noch sieben Rennen aus.

Fußball, Spanien: Im Poker um eine Vertragsverlängerung hat der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid seinem Kapitän und Abwehrchef Sergio Ramos offenbar ein Ultimatum gestellt. Wie die vereinsnahe Sportzeitung Marca am Samstag berichtete, bieten die Königlichen dem 34-Jährigen für ein weiteres Jahr zehn Millionen Euro netto. Die Offerte gelte bis zum 31. März, danach werde sie unwiderruflich zurückgezogen.

Ramos, der seit 2005 im Verein ist und mit Real unter anderem viermal die Champions League gewann, soll zwei Jahre mit einem Salär von 15 Millionen Euro netto per annum fordern. Ein Druckmittel des Vereins dürfte David Alaba (28) sein. Der Abwehrchef verlässt Champions-League-Titelverteidiger Bayern München zum Saisonende ablösefrei. Der Wechsel des Österreichers zu Real ist noch nicht offiziell, gilt aber als sehr wahrscheinlich.

© SZ.de/sid/dpa/bek
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