Franck Ribéry "Das ist ein super Tag für mich, sehr emotional"

Bald wieder in der Bundesliga auf dem Platz? Franck Ribéry

(Foto: dpa)

Franck Ribéry trainert beim FC Bayern erstmals seit März wieder mit der Mannschaft. Sein Landsmann Kingsley Coman hat große Pläne beim deutschen Meister. Die Aufarbeitung der WM-Affäre beim DFB verzögert sich.

Fußball, FC Bayern: Franck Ribéry ist nach monatelanger Verletzungspause ins Mannschaftstraining des FC Bayern zurückgekehrt. Am Mittwoch absolvierte der Franzose erstmals seit März wieder eine Einheit mit dem Team des deutschen Fußball-Rekordmeisters. "Das ist ein super Tag für mich, sehr emotional", sagte der 32-Jährige bei fcb.tv. Im Rückblick auf die fast neun Monate, die er wegen einer schweren Sprunggelenksverletzung verpasst hatte, sprach er von einer "schweren Situation für mich". Er hofft auf ein Pflichtspiel-Comeback noch in diesem Jahr. Am 11. März hatte Ribéry in der Champions League bei Schachtjor Donezk seine bislang letzte Partie für die Bayern absolviert, danach verzögerte sich seine Rückkehr Monat um Monat.

Anfang Oktober stieg er wieder ins Einzeltraining ein. Am Mittwochvormittag bestritt er mit dem Team von Coach Pep Guardiola Trainingsübungen, sprintete und machte Torschussübungen. Das abschließende Trainingsspiel ließ er noch aus. "Die ganze Mannschaft hat sich für mich gefreut", berichtete der Offensivkicker, "es hat Spaß gemacht." Zu der langen Zeit ohne Fußball sagte Ribéry: "Es ist wichtig, dass du den Kopf immer oben hast und hart arbeitest. Jetzt bin ich zurück bei der Mannschaft. Ein gutes Gefühl!" Ob er in den insgesamt verbleibenden fünf Bayern-Spielen vor der Winterpause noch einmal zum Einsatz kommen kann, ist ungewiss.

Fußball, DFB: Die Aufarbeitung der Affäre um die Fußball-WM 2006 wird länger dauern als bisher angenommen. "Ich rechne frühestens im Februar mit dem Bericht von Freshfields", sagte DFB-Präsidentschaftsanwärter Reinhard Grindel am Mittwoch nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Damit wird sich auch seine erwartete Wahl zum Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Niersbach verzögern. Die DFB-Interimspräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch hatten zuletzt immer von Dezember oder Januar als Termin für die Vorlage des Untersuchungsberichts gesprochen. Grindel, der den Vertretern der 36 Profivereine bei dem Treffen in einem Frankfurter Hotel sein Konzept vorstellte, bekräftigte noch einmal, "dass es bei dem abgesprochenen Zeitplan bleibt". Erst wenn die Untersuchungen der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer abgeschlossen und die daraus nötigen Konsequenzen gezogen seien, werde man die notwendigen Personalentscheidungen treffen. "Wir sind uns, was die Reihenfolge und die zeitliche Abfolge angeht, einig", betonte Grindel. "Erst kommen die Sachfragen, dann die Personalfragen."

Fußball, FC Bayern: Nach seinem überraschend starken Start beim FC Bayern wünscht sich Jungstar Kingsley Coman schon ein längerfristiges Engagement beim deutschen Fußball-Rekordmeister. "Ich fühle mich wohl und hoffe, langer bleiben zu können - gerne mehr als zwei Jahre", sagte der französische Offensivspieler in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). Als Leih-Profi von Juventus Turin hat der 19-Jährige beim Bundesliga-Primus einen Zweijahresvertrag bis Juni 2017. Danach besteht eine Kaufoption. Mit 13 Pflichtspielen und dabei vier Toren sowie sieben Vorlagen feierte der Franzose einen Einstand nach Maß im Starensemble der Bayern. Coman profitierte auch vom Ausfall seines Landsmannes Franck Ribéry, der am Comeback nach einer schweren Sprunggelenkverletzung arbeitet. Der Vize-Weltmeister von 2006 sei ein Vorbild Comans. "Ich muss noch viel arbeiten, um sein Niveau zu erreichen. Aber natürlich ist es mein Ziel, eines Tages so ein großer Spieler wie Franck zu werden", sagte der Teenager. "Ich bin noch nicht so weit, aber irgendwann wäre ich gerne der neue Ribéry."

Schön, schöner, Messi?

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Fußball, 1. FFC Frankfurt: Seit einiger Zeit schon hat der deutsche Rekord-Pokalsieger 1. FFC Frankfurt spielerische Probleme, in der Bundesliga wächst der Abstand zu den Spitzenplätzen, im DFB-Pokal setzte es gegen Meister Bayern München das Aus, im europäischen Wettbewerb hangelte sich die Mannschaft nur per Elfmeterschießen ins Viertelfinale. Jetzt steht der Champions-League-Sieger im Frauenfußball plötzlich auch noch ohne Trainer da. "Der 1. FFC Frankfurt und Colin Bell gehen ab sofort getrennte Wege", war die Mitteilung überschrieben, die der Bundesligist am Dienstagnachmittag verschickte. Das Arbeitsverhältnis werde "zum Jahresende im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst", dazu werde Bell "ab sofort das Training nicht mehr leiten", die beiden Co-Trainer Matt Ross und Kai Rennich übernehmen interimsmäßig.

Was der 1. FFC Frankfurt da noch nicht bekannt gab: Der 54-jährige Brite wechselt im Winter zum norwegischen Erstliga-Aufsteiger Avaldsnes IL, bei dem er seit Wochen im Gespräch war. So vermeldeten es die ansässige Lokalzeitung Avisen Agder und Klubchef Arne Utvik per Facebook. "Nach der schönen und erfolgreichen Zeit in Frankfurt ist es für mich jetzt einfach wichtig, eine neue Herausforderung anzunehmen und mich beruflich neu auszurichten", hatte Bell lediglich mitgeteilt.

Fußball, League Cup: Premier-League-Spitzenreiter Manchester City ist ins Halbfinale des englischen League Cup eingezogen. Das Team um Doppeltorschütze Kevin De Bruyne gewann gegen Zweitligist Hull City 4:1 (1:0). Ebenfalls unter den besten Vier stehen der FC Everton (2:0 beim FC Middlesbrough) und Stoke City (2:0 gegen Sheffield Wednesday). Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp spielt sein Viertelfinale beim FC Southampton erst am Mittwoch. Für das Millionen-Ensemble von City trafen Wilfried Bony (12.), Kelechi Iheanacho (80.) und Deutschlands Fußballer des Jahres De Bruyne (82./87.), für Hull Andrew Robertson (90.). Bei Everton trugen sich Gerard Deulofeu (20.) und Romelu Lukaku (28.) in die Torschützenliste ein. Stoke, mit dem Ex-Leverkusener Philipp Wollscheid in der Innenverteidigung, gewann durch die Tore des früheren Schalkers Ibrahim Afellay (30.) und des eingewechselten Philipp Bardsley (75.).

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben auch dank eines stark aufspielenden Dirk Nowitzki ihre Auswärtsmisere beendet. Der Basketball-Profi aus Würzburg steuerte am Dienstag (Ortszeit) 28 Punkte zum 115:112-Sieg nach Verlängerung bei den Portland Trail Blazers bei. Zuvor hatten die Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA viermal nacheinander auswärts verloren. Bester Werfer für das Nowitzki-Team war Deron Williams mit 30 Punkten. Ein Erfolgserlebnis gab es auch die Philadelphia 76ers. Nach zuvor saisonübergreifend 28 Niederlagen in Serie und 18 in dieser Spielzeit gewannen die 76ers mit 103:91 gegen die Los Angeles Lakers. Deren Superstar Kobe Bryant wurde nach seiner Rücktrittsankündigung zum Saisonende in seiner Geburtsstadt von den Fans lautstark gefeiert. Der deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß erlebte im Farmteam Idaho Stampede einen erfolgreichen Einstand. Der 26-Jährige, der vor der Saison vom FC Barcelona zu den Utah Jazz gewechselt war und nun in die D-League abgeschoben wurde, gewann gegen Oklahoma City Blue 93:84. Pleiß kam auf 16 Punkte.

Fußball, Eintracht Frankfurt: Eintracht Frankfurts Mittelfeldspieler Johannes Flum hat sich am Dienstag im Training eine schwere Knieverletzung zugezogen. Flum war mit Slobodan Medojevic zusammengeprallt und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, offenbar ist die Kniescheibe in Mitleidenschaft gezogen worden. Der 27-Jährige dürfte damit im Hessen-Derby gegen den SV Darmstadt 98 am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) auf jeden Fall ausfallen. Medojevic verließ den Trainingsplatz ebenfalls mit bandagiertem Knie, der Serbe scheint sich aber keine schwere Verletzung zugezogen zu haben. Eintracht-Coach Armin Veh brach die Übungseinheit nach dem Zwischenfall ab. Immerhin konnte der Frankfurter Trainer zuvor Marc Stendera wieder auf Platz begrüßen. Der Offensivspieler absolvierte nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich individuelle Übungen. Veh hofft, dass Stendera gegen die "Lilien" wieder zur Verfügung steht. Verzichten muss der Frankfurter Trainer im brisanten Nachbarschaftsduell auf jeden Fall auf Alexander Meier, der wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Mainz-Spiel gesperrt ist.

Fußball, ManchesterCity: Chinesische Investoren haben sich in den englischen Fußballverein Manchester City eingekauft. Die Investitionsfonds China Media Capital und CITIC Capital kauften dem Eigentümer, Scheich Mansur von Abu Dhabi, für umgerechnet 375 Millionen Euro einen 13-Prozent-Anteil an der City Football Group (CFG) ab, wie die Dachgesellschaft von Man City am Dienstag in London mitteilte. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Das Investment sei eine "erstklassige Gelegenheit, um Chinas Beitrag für die weltweite Fußballfamilie auszubauen", sagte CMC-Vorstand Ruigang Li. Chinas Präsident Xi Jinping, ein großer Fußballfan, hatte dem Verein bei einem Staatsbesuch im Oktober einen Besuch abgestattet. Bislang war Scheich Mansur, Mitglied der Königsfamilie von Abu Dhabi, alleiniger Eigentümer des Clubs, den er 2008 gekauft hatte. Er investierte mehr als eine Milliarde Euro in den Verein, der daraufhin zweimal die Premier League gewann. Die Dachgesellschaft CFG unterstützt das chinesische Investment, weil es zu ihrer Strategie einer Expansion nach China passt. Mit der Transaktion, für die neue Aktien ausgegeben wurden, ist die Holding 2,9 Milliarden Euro wert. Zur City Football Group gehören Manchester City auch der New York City FC, der Melbourne City FC und eine Minderheit an dem japanischen Club Yokohama Marinos.

Fußball, Frankreich: Der in eine Erpressungsaffäre um ein Sexvideo verwickelte französische Stürmer Karim Benzema ist vom Regierungschef seines Landes scharf kritisiert worden. Premierminister Manuel Valls sprach sich am Dienstag sogar für einen Ausschluss des 27-jährigen Stürmers von Real Madrid aus der Nationalmannschaft aus. "Ein großer Sportler muss Vorbild sein", andernfalls sei für ihn "kein Platz im Nationalteam", sagte Valls.

Im Interview des Radiosenders Europe 1 war der Premier gefragt worden, was er von der Aussage des Schwimmstars Camille Lacourt halte, Benzema sei "nicht mehr geeignet", Frankreich international zu vertreten. Valls betonte, nicht nur der Stürmer von Real Madrid, alle Top-Sportler Frankreichs müssten sich vorbildhaft verhalten. Das gelte unter anderen auch für die Regierungsangehörigen. Benzema war Anfang November in Frankreich im Fall der Erpressung von Nationalteam-Kollege Mathieu Valbuena zum Beschuldigten erklärt worden. Valbuena war im Juni mit der Veröffentlichung eines Sex-Videos bedroht worden, falls der Profi von Olympique Lyon nicht 150 000 Euro zahlt. Benzema wird der Komplizenschaft mit den Haupttätern beschuldigt. Ihm drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Fußball, Spanien: Der frühere Bayern-Profi Christian Ziege wird Trainer beim mallorquinischen Fußballverein Atlético Baleares. Der 43-Jährige tritt an diesem Donnerstag seinen neuen Job an und erhielt einen Vertrag bis 2017, wie der spanische Drittligist mitteilte. Eigentümer des Vereins auf der Mittelmeerinsel ist der Berliner Unternehmer Ingo Volckmann. Zuletzt war Ziege Coach bei der SpVgg Unterhaching. Kurz vor deren Abstieg in die vierte Liga trat der Ex-Nationalspieler zurück. Vor seinem Engagement bei der SpVgg war der ehemalige Bayern-Profi Coach der U18-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes. Für den FC Bayern war Ziege von 1990 bis 1997 aktiv.

Fußball, 2. Liga: Der Düsseldorfer Profi Kerem Demirbay hat sich bei Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus für den frauenfeindlichen Spruch nach seinem Platzverweis am Wochenende entschuldigt. "Mir tut es extrem leid, was ich zu Frau Steinhaus gesagt habe. Diesen Satz hätte ich niemals sagen dürfen, denn es entspricht auch nicht meinem Frauenbild", schrieb er bei Instagram. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der Mittelfeldspieler nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel beim FSV Frankfurt (85. Minute) zu Steinhaus gesagt haben: "Ich finde, Frauen haben im Männerfußball nichts zu suchen."

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) leitete ein Ermittlungsverfahren ein. "Ich war am Sonntag sehr emotional, weil das Spiel super wichtig für uns als Mannschaft war. Ich habe überreagiert und hatte meine Emotionen in diesem Kampfspiel einfach nicht im Griff. Es tut mir wirklich sehr leid", schrieb Demirbay weiter. Er habe sich bereits persönlich bei Steinhaus entschuldigt und sei "sehr froh, dass sie meine Entschuldigung akzeptiert und angenommen hat".

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki hat in der nordamerikanischen Profiliga NBA mit seinen Dallas Mavericks die vierte Niederlage in fünf Spielen kassiert. Bei der 98:112-Auswärtspleite gegen die Sacramento Kings kam der Würzburger auf bescheidene 13 Punkte und 7 Rebounds. Nowitzki verwandelte allerdings im zweiten Viertel zum 10.000 Mal in seiner NBA-Karriere einen Wurf aus dem Feld. "Am Anfang lief es eigentlich ganz gut. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, was danach passiert ist", sagte Nowitzki. Zur Pause lagen die Mavs (10 Siege, 8 Niederlagen) noch knapp in Führung, verloren dann aber kontinuierlich den Anschluss.

Besser lief es für Dennis Schröder, der mit den Atlanta Hawks 106:100 gegen Oklahoma City Thunder gewann. Schröder musste sich dabei allerdings mit fünf Zählern begnügen, Atlanta hat nun 12 Siege und 8 Niederlagen auf dem Konto. Utah Jazz verlor derweil ohne den zum Farmteam Idaho Stampede abgeschobenen Tibor Pleiß 103:106 gegen die Golden State Warriors. Titelverteidiger Golden State baute damit seinen NBA-Startrekord auf 19 Siege aus. Allerdings musste der Topfavorit lange zittern: Eine Minute vor Schluss stand es noch 101:101, ehe Stephen Curry mit einem Dreier die Weichen auf Sieg stellte.

Gewählt wurde der Weltfußballer 2015 von den Kapitänen und Trainern der 209 Fifa-Mitgliedsverbände sowie vom Fachmagazin France Football ausgewählten Medienvertretern. Nominiert in der 23 Spieler umfassenden Vorauswahl waren Toni Kroos, Thomas Müller und Manuel Neuer, der im vergangenen Jahr im Finale stand - in die "Shortlist" hat es keiner geschafft.

Bester Trainer des Jahres ist entweder Pep Guardiola (44) von Rekordmeister Bayern München, Triple-Gewinner Luis Enrique (45) vom FC Barcelona oder Chiles Nationaltrainer Jorge Sampaoli (55). Bundestrainer Joachim Löw, der im vergangenen Jahr gewonnen hatte, stand nicht in der Vorauswahl. Bei den Frauen darf die inzwischen zurückgetretene Ex-Nationalspielerin Sasic Celia (27) auf die Ehrung hoffen, ihre Konkurrentinnen sind Carli Lloyd (33/USA) und Aya Miyama (30/Japan). Im vergangenen Jahr hatte Nadine Keßler gewonnen.