Nico Rosberg

Es gibt keine Woche, in der es nichts vom Formel-1-Rentner aus Monte Carlo zu sehen oder hören gibt. Bei RTL bemüht er sich ernsthaft, sein Anpasser-Image loszuwerden und in die Fußstapfen von Grantler Niki Lauda zu treten. In den sozialen Medien posiert er mit Straßensportwagen jedweder Coleur, in Berlin positioniert er sich als nachhaltiger Unternehmer. Viel Spaß scheint dem Einfach-Weltmeister auch das provozieren der ehemaligen Spielkameraden zu machen. Dafür bietet sich ein eigener Podcast ("Beyond Victory") auch geradezu an.

Sein ehemaliger Mercedes-Vorgesetzten Toto Wolff sinnierte über egomanisches Verhalten von Rennfahrern, und Rosberg wusste sofort ein Beispiel: "Max Verstappen ist doch ein Narzisst wie aus dem Bilderbuch! Wie kannst du dich nicht selbst in Frage stellen, wenn du sechsmal den gleichen Fehler machst?" Es müsse wohl am Talent liegen, dass es dann beim siebten Mal doch aufgehe. Die Überlegung führt zu einer überraschenden Erkenntnis beim 33-Jährigen: "Ich bin ganz anders. Ich habe dieses ultimative Selbstbewusstsein nicht. Ich hatte es nie und werde es nie haben."

Bild: REUTERS 1. April 2019, 09:552019-04-01 09:55:50 © SZ.de/ebc