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Formel 1 in Belgien:Sein Selbstvertrauen bezieht Rosberg aus den frühen Siegen gegen eine Formel-1-Legende

"Für mich ist an diesem Wochenende nichts anders, ich bin genauso konzentriert und werde genauso ans Limit gehen in jedem Bereich, um die Pole-Position zu holen und das Rennen zu gewinnen", sagt er in der ihm eigenen Mischung aus Analyse und Trotz: "Ich habe mir schon oft selbst bewiesen, dass ich nach schwierigen Momenten zurückschlagen kann."

Er fürchtet Red Bull, er weiß, dass Hamilton selbst vom letzten Startplatz aus immer noch Punktechancen hat, er weiß um seine zuletzt schlechten Starts. Aber er bezieht Mut und Selbstvertrauen aus vielen Dingen, wie der Tatsache, dass er in seinen ersten drei Mercedes-Jahren Michael Schumacher schlagen konnte: "Das war entscheidend für den Verlauf meiner Karriere."

Dabei befindet er sich exakt in jener Situation, in der der Rekordweltmeister bei seinem Comeback war. Schumacher entwickelte das Fahrzeug weiter, Rosberg konnte sich unbeschwert auf seine Leistung konzentrieren. Jetzt ist es Hamilton, der sich keinen Kopf macht, und Rosberg, der mit Akribie Technik und Team nach vorn zu bringen versucht.

Rosberg will Technik und Team nach vorn bringen

"Zum Siegen verdammt" sieht ihn ein führendes Motorsport-Portal, und hofft im Interesse des geneigten deutschen Publikums, dass Ferien und Familie ihm die nötige Kraft geben, um mit dem scheinbaren Fluch fertig zu werden. Gern werden dann Bilder von einem Hamilton gegengeschnitten, der auf Karibikinseln Party macht, wie man es von einem Weltmeister erwartet.

"Unschlagbar" sei der Rivale an einem guten Tag, hat Nico Rosberg nach vier Siegen von Lewis Hamilton nacheinander konstatiert, aber: "Die Formel 1 ist ein Techniksport, und Lewis ist ein Mensch. Jeder hat gute und schlechte Tage. Deswegen gewinnt er jetzt nicht jedes Rennen. Die bisherigen Ereignisse der Saison liegen hinter mir. Für mich ist das in Spa quasi wie ein Neuanfang."