FC Bayerns Sieg gegen Frankfurt:"Perfekter Fußball ist nicht möglich"

Als Mario Götze nach zwölf Minuten mit sehenswerter Volleyschusstechnik das 1:0 besorgte, war die Partie zwar noch nicht entschieden, aber auf dem besten Weg dahin. Es folgte das 2:0 durch einen humorlosen Abschluss des unersättlichen Franck Ribéry (44.), ehe nach der Pause der eingewechselte Arjen Robben (67.), Dante (69.) und Mario Mandzukic (89.) den Endstand herstellten.

"Das dritte Tor hätten wir vielleicht noch früher machen müssen, aber auch so können wir sehr zufrieden sein", sagte Philipp Lahm. Der Kapitän gab als Sechser eine fehlerfreie Hilfskraft für den eigentlichen Hingucker des Abends: Thiago.

Wie der Spanier das Spiel lenkte, das Tempo dirigierte und seine Kollegen involvierte, war einen Eintrag ins Buch der Fußballgroßtaten wert. Am Ende zählten die Statistiker bei dem kleinen Kreativboss der Münchner sagenhafte 185 Ballkontakte - Liga-Rekord, so oft berührte noch nie ein Profi den Ball in 90 Minuten.

"Es lief heute einfach, weil wir als Team den Ball gut bewegt haben", sagte der 22-Jährige, "meine Bestmarke ist schön, aber ohne den Sieg wäre sie nichts wert." Wie schon bei der Klub-WM in Marokko und in den beiden Partien seit der Winterpause verkörperte Thiago allein mit seiner Ballfertigkeit die totale Überlegenheit der Münchner.

"Er hat sehr gut gespielt, genau wie Philipp Lahm. Beide waren unglaublich", lobte auch Guardiola, der zumindest eine Bedrohung für die Zukunft ausschloss: "Perfekter Fußball ist nicht möglich." Da kann die Konkurrenz ja aufatmen. Dass seine Mannschaft derzeit aber recht nah dran ist an der Vollkommenheit, dürfte dem Katalanen nicht entgangen sein - und Armin Veh ist ohnehin längst ein Bewunderer des Münchner Gesamtkunstwerks. Er hatte zum Schluss noch eine letzte Huldigung parat: "Bei den Bayern ist jeder Spieler jeden einzelnen Cent wert, den er verdient."

© SZ.de/ska
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