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Zuschauer in der Bundesliga:Gefährlich werden könnte der I-Wert auch dem 1. FC Köln

Gefährlich werden könnte der I-Wert auch dem 1. FC Köln vor seinem Heimspiel gegen Hoffenheim am Samstag. Die Infektionsrate in Köln liegt bei 27,6. Im benachbarten Leverkusen ist sie mit 27,5 ähnlich hoch, allerdings hat Bayer 04 erst am übernächsten Samstag ein Heimspiel gegen RB Leipzig und plant momentan, die dafür erlaubten 6000 Zuschauer zuzulassen.

Aus ganz anderen Gründen muss der Bundesliga-Absteiger Paderborn am zweiten Spieltag sein Zweitliga-Heimdebüt gegen den Hamburger SV in einem leeren Stadion austragen. Normalerweise darf der SC mit Rücksicht auf Anwohner keine Spiele austragen, die nach 22 Uhr enden. Weil sie aber mit publikumsfreien Spielen gerechnet hatten, haben sie die Partie gegen den HSV am 28. September auf 20.30 Uhr ansetzen lassen. Dabei muss es nun bleiben: ein Abendspiel ohne Zuschauer.

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, mahnt weiter zu sorgfältigem Vorgehen. "Die Politik bringt den Klubs ein Vertrauen entgegen, das es durch alle Beteiligten zu rechtfertigen gilt." Obwohl gemäß der bundeseinheitlichen 20-Prozent-Regel nur 4400 Zuschauer ins 22 012-Besucher-Stadion von Union Berlin dürften, beabsichtigt der Klub zum Heimspiel gegen Augsburg 5000 Fans einzulassen (22,7 Prozent). Er beruft sich auf die derzeitige Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin, der zufolge bis zu 5000 Menschen im Stadion an der alten Försterei erlaubt sind.

© SZ vom 17.09.2020
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