FC Bayern in der EinzelkritikHernández schreit vor Schmerz

Der nächste Abwehrspieler verletzt sich, auch Javi Martínez geht es nicht gut. Thomas Müller macht mehr Kilometer als König Sisyphus. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

Von Martin Schneider, Piräus

Manuel Neuer

Hat in seiner ganzen Karriere - und die dauert nun auch schon gut 14 Jahre - definitiv noch nie einen Ball so knapp nicht gehalten wie den Kopfball von Youssef El-Arabi zum 1:0. Die Torlinientechnik zeigte, dass der Ball höchstens um Olivenblattesbreite hinter der Linie war. Aber Schuld hatte Neuer nicht, es war eher faszinierend, dass er überhaupt noch an den Ball kam. Wurde in der 31. Minute dann von Lucas Hernández geprüft, der eine Flanke in die Arme seines eigenen Torhüters köpfte. Griechische Fans hinter seinem Tor versuchten, ihn per grünem Laserstrahl zu blenden - widerstand dem mit der Ruhe einer ionischen Säule. Kassierte allerdings Gelb, weil er den Schiedsrichter zu intensiv davon überzeugen wollte, dass Joshua Kimmich kein Foul begangen habe. Kurz vor Schluss wacklig gegen Daniel Podence - das wäre fast das 3:3 gewesen.

Bild: REUTERS 22. Oktober 2019, 23:062019-10-22 23:06:15 © SZ.de/tbr/ebc