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FC Bayern gegen FC Basel:Hoffen auf Schweinsteiger

Bastian Schweinsteiger ist damals erst vier Jahre alt gewesen, doch auch er blickt nach eigener Aussage mit großem Vergnügen der kniffligen Aufgabe gegen den Schweizer Meister und Tabellenführer entgegen. "Ich empfinde so ein Spiel als Freude", sagte der Nationalspieler, "jeder freut sich doch darauf, am Dienstagabend ins Stadion zu gehen - und das ist bei uns Spielern auch so."

Dass Schweinsteiger sich nicht von Beginn an aktiv einbringen wird, wenn es für die Bayern gilt, eine kleine Blamage abzuwenden, das gaben der Trainer und auch der Kandidat erst am Abend bekannt. Einen Monat hat er den Bayern gefehlt nach einer Sprunggelenksverletzung, am Samstag bei der mit 7:1 Toren gewerteten Trainingseinheit gegen Hoffenheim gab Schweinsteiger ein halbstündiges Comeback.

Seit einer knappen Woche befindet sich der Mittelfeldspieler im Wettkampf mit den Kollegen, doch er habe, dies gab er selbst zu bedenken, sehr lange den Ernstfall verpasst. Er wäre deshalb "nicht sauer", wenn Heynckes ihn nicht in der Startelf brächte, dies betonte der 27-Jährige; überhaupt gehe es jetzt nicht um ihn, sondern darum, "dass der Verein seine Ziele erreicht und die Spiele gewinnt".

Somit darf Basel bis zum Anpfiff rätseln, ob Schweinsteiger vor der Abwehr spielt oder doch wieder Luiz Gustavo. Die restliche Formation ergibt sich nach Ansicht von Heynckes von selbst, denn gegen Hoffenheim sei man "äußerst homogen" aufgetreten. Demnach kann sich Philipp Lahm darauf einstellen, bis auf Weiteres Rechtsverteidiger zu spielen - und der momentan irgendwie unverzichtbare Wiener Allrounder David Alaba, 19, die eigentlich vom Kapitän für alle Zeiten beanspruchte Position auf links.

Zur Strategie fürs Spiel ließ Heynckes nur verlauten, man müsse eine Balance finden zwischen Angriff und Offensive. Erwartet wird jedoch nicht nur von Basels Coach Heiko Vogel eine "erste Druckwelle" des Favoriten zu Beginn. Im Gegensatz zum Hinspiel oder dem 0:2 in Leverkusen müsse dabei ein Tor gelingen, empfiehlt Schweinsteiger.

"Es braucht ganz viel Schwein und ein nächstes Wunder", sagte Basels Stürmer Alexander Frei zurückhaltend. Allerdings grinste er dabei hinterlistig.

© SZ vom 13.03.2012/mike

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