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FC Bayern gegen FC Basel:Münchner Druckwellen vor dem Endspiel

Im Hinblick auf das entscheidende Achtelfinalduell in der Champions League gegen den FC Basel gibt man sich beim FC Bayern zuversichtlich. Bastian Schweinsteiger betont die Relevanz eines frühen Tores, wird aber wohl erst einmal auf der Bank sitzen. Trainer Jupp Heynckes fordert die Balance zwischen Angriff und Offensive - und erinnert an ein legendäres 3:1.

Es ist schwer etwas losgewesen am Montag in der Münchner Fußballarena. Zwei Dutzend Kamerateams hatten sich drinnen im Auditorium postiert, und weil es sich dabei um ein vergleichsweise hohes Kamerateamaufkommen handelte, filmten sich die ebenfalls beeindruckten Kameramänner gegenseitig.

Nebenan interviewten sich die Kollegen vom Privatradio, die Schweizer Radioleute wollten von bayerischen Stimmen hören, wie es wohl ausgehe am Dienstagabend zwischen München und Basel. Und umgekehrt. Insgesamt drängte sich der Eindruck auf, dass es sich beim zweiten Achtelfinal-Vergleich in der Champions League zwischen dem FC Bayern und dem FC Basel um ein besonders bedeutsames Spiel mit womöglich weitreichenden Folgen handeln muss.

Der weitgereiste Fußballlehrer Jupp Heynckes hat dann aber zum Glück allen ein wenig die Aufregung genommen. Natürlich sei das ein wichtiges Spiel, sagte der 66-Jährige, und selbstredend wolle der FC Bayern das Viertelfinale erreichen.

Doch eine höhere Bedeutung erkenne er nicht in jener Partie, in der München ein 0:1 aufzuholen hat und in der laut Präsident Uli Hoeneß ("wäre schwierig, diese Saison noch gut zu machen") schon die Jahresbilanz zur Disposition steht. "Ich denke nicht darüber nach, was auf dem Spiel steht", betonte der Coach in gebotener Seelenruhe. "Es ist alles nicht so dramatisch, wie es dargestellt wird."

Was für Debatten oder bestenfalls sogar Visionen vom weiteren Saisonverlauf aus dem Rückspiel entspringen könnten, wird in der Tat erst nach Spielende ersichtlich werden. Dass es sich um das erste Finale der Saison für sie handelt, beunruhigt die Münchner angeblich nicht.

Viele Schlachten dieser Sorte habe er doch schon geschlagen, berichtete der Veteran Heynckes seinen Zuhörern; bei seinem ersten Münchner Engagement, also im zurückliegenden Jahrtausend, habe man mal ein 0:2 aus dem Heimspiel gegen Inter Mailand mit einem 3:1-Coup in Italien getoppt (1988 im Uefa-Cup; d. Red.).

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