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FC Barcelona:Ein Kredit über 525 Millionen Euro

FC Barcelona, Barca s compromise partners vote on the settlement of the fiscal year of the 2019/20 season during the FC

Gegenwind von der Tribüne: Mitglieder des FC Barcelona stimmen bei der Vollversammlung ab.

(Foto: Alejandro García/Agencia EFE/Imago)

Die Mitglieder des milliardenschwer verschuldeten katalanischen Traditionsklubs segnen ein Darlehen bei einer Investmentbank ab. Präsident Laporta wirbt weiter für die Super League.

Von Javier Cáceres, Madrid

Der FC Barcelona will seine Finanzkrise mit einem 525-Millionen-Euro-Kredit in den Griff bekommen. Bei ihrer Vollversammlung stimmten die Delegierten der Vereinsführung um Präsident Joan Laporta, 58, zu, Darlehen in dieser Höhe zu unterzeichnen. Vor Wochen war bekannt geworden, dass die US-Investmentbank Goldman Sachs dem Traditionsklub eine halbe Milliarde Euro leihen wolle. Barça plagen zurzeit Verbindlichkeiten von rund 1,1 Milliarden Euro. Der Klub hatte erst kürzlich einen Kredit von 85 Millionen Euro aufgenommen, um laufende Kosten zu decken. Laporta versicherte, der neue Kredit werde nicht in Transfers fließen, sondern nur der Stabilisierung der Finanzen dienen.

Vor den Mitgliedern verteidigte Laporta auch das Engagement Barças für die Super League. Die Teilnahme Barcelonas war dem Votum der Mitglieder untergeordnet. Laporta wendete eine Abstimmung über die umstrittenen Pläne aber ab. Das Projekt, das federführend von Real Madrids Präsident Florentino Pérez betrieben wird, existiert nach dem Rückzug von 12 der 15 Gründungsmitglieder zurzeit nicht, sei aber "noch am Leben", betonte Laporta. Man sei weiterhin im Kontakt mit den zwölf Klubs, die den Super-League-Gründern von der Fahne gingen, nach "kriegerischen" und "demagogischen" Reaktionen der europäischen Fußballunion Uefa, wie Laporta sagte. Sie hatten Strafen durch die Uefa akzeptiert und sich für die Zukunft verpflichtet, von weiteren Abspaltungsprojekten Abstand zu nehmen.

Weiter behauptete er, dass der Rückzug der Zwölf vom Projekt so nicht existieren würde, sollte der EuGH in Luxemburg die Monopolstellung der Uefa beenden. "Wir wissen, dass ihr Vertrag mit der Uefa nicht wäre, wenn eine rechtliche Aktion, die auf der Gerichtsentscheidung (eines Madrider Handelsrichters, Anm.) basiert, Erfolg hat", sagte Laporta. Der betreffende Handelsrichter hatte den Europäischen Gerichtshof in einem sogenannten "Vorabentscheidungsverfahren" ersucht zu klären, ob die Uefa als Organisatorin der Champions League eine Monopolstellung missbraucht.

© SZ/jkn
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