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Studie zu Doping im Fußball:Acht Prozent der Proben auffällig

  • Die Uefa hat 4195 anonymisierte Urinproben von Spitzenfußballern untersucht. Bei fast acht Prozent seien die Werte auffällig, berichtet die ARD.
  • Der Doping-Forscher Perikles Simon warnt vor voreiligen Schlüssen, ein Kollege von ihm findet die Indizien "sehr alarmierend".

Eine Studie der Europäische Fußball-Union (Uefa) nährt einem ARD-Bericht zufolge den Verdacht von Doping-Manipulationen im internationalen Spitzenfußball. Wissenschaftler untersuchten dafür die Urinproben von 879 Fußballern, bei 7,7 Prozent der Spieler seien demnach auffällige Testosteronwerte gemessen worden.

In diesen Fälle könnte der Missbrauch von anabolen Steroiden möglich gewesen sein, hieß es in dem Bericht. Die Uefa betonte indes, aus der Studie könne man keine endgültigen Schlüsse ziehen. Konsequenzen drohen den Profis nicht, da die Proben anonymisiert waren.

Sportwissenschaftler zieht Studie in Zweifel

Auch der deutsche Sportwissenschaftler Perikles Simon wies darauf hin, dass die statistische Basis der Studie nicht nachvollziehbar sei. Es sei nicht klar, ob die auffälligen Werte wirklich durch externe Faktoren, sprich Doping, zustande gekommen sein könnten. Dagegen meinte der britische Dopingforscher Julien Baker: "Wenn die Ergebnisse korrekt sind, ist das sehr alarmierend. Denn es würde zeigen, dass in einigen der größten europäischen Wettbewerbe Steroid-Missbrauch betrieben wird." Der Fußball scheine ein "signifikantes Problem zu haben".

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Der Fußball hat einen prominenten Dopingfall: Der brasilianische Nationalspieler Fred von Schachtjor Donezk wird positiv getestet. Die Uefa leitet eine Untersuchung ein.

Monitoring über fünf Jahre

Untersucht wurden im Auftrag der Uefa 4195 Urinproben aus den Jahren 2008 bis 2013. Sie stammen von Profis, die zum großen Teil in der Champions League oder Europa League eingesetzt wurden. An der Studie arbeiteten Wissenschaftler aus zwölf europäischen Anti-Doping-Laboren mit. Die Uefa hat nach ARD-Angaben inzwischen ihr Doping-Testsystem erweitert, damit auch längerfristige Manipulationen mit Steroiden nachgewiesen werden können.

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