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Euroleague-Spiel in Berlin:Zuschauer beleidigt Bayern-Basketballer Monroe rassistisch

Alba Berlin - FC Bayern München

Bayern-Basketballer Greg Monroe (l.) beim Spiel gegen Alba Berlin.

(Foto: dpa)

Der Vorfall ereignet sich beim Euroleague-Spiel in Berlin - der Profi stellt einen Strafantrag. Mario Gomez nimmt eine Einladung in den Kölner Video-Keller nicht an.

Basketball: Basketballprofi Greg Monroe vom FC Bayern ist während des Euroleague-Spiels bei Alba Berlin von einem Zuschauer rassistisch beleidigt worden und hat deshalb einen Strafantrag gestellt. Das bestätigte der deutsche Meister aus München am Donnerstagmorgen. Der 29 Jahre alte frühere NBA-Profi aus den USA hatte die Beleidigungen im Spiel selbst nicht mitbekommen.

Mehrere Nebenleute meldeten dem Ordnungsdienst in der Halle aber das Verhalten eines Zuschauers, der anschließend Hausverbot durch die Betreiber der Arena bekam. Alba lobte ausdrücklich die Fans, "die aufmerksam waren und beispielhaft reagiert haben". "Diskriminierung jedweder Art hat weder bei uns noch in der Gesellschaft etwas zu suchen und wird von uns konsequent geahndet und strafrechtlich verfolgt", teilte der Hauptstadtklub auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir sind bestürzt und verurteilen den Vorfall in aller Schärfe."

Die Polizei wurde eingeschaltet, Monroe unterschrieb nach der Partie ein offizielles Papier für einen Strafantrag. Nach Angaben der Berliner Polizei wurde gegen den 18-jährigen Zuschauer ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet, er muss sich wegen Beleidigung mit rassistischem Hintergrund verantworten.

"Wir finden es vorbildlich, dass Zuschauer solche Undinge melden. In der Gesellschaft darf Rassismus keinen Platz haben, auch nicht im Basketball", sagte Bayerns Medienchef Andreas Burkert auf Anfrage. In der Basketball-Bundesliga war es im September bereits zu einem rassistischen Vorfall gekommen, als Ludwigsburgs Spieler Konstantin Konga bei einer Partie in Weißenfels beleidigt wurde. Der gastgebende Syntainics MBC bat bei Konga um Entschuldigung, ermittelte die Person auf den Rängen und schloss sie bis Jahresende aus der Halle aus.

Fußball, 2. Liga: Der frühere Nationalstürmer Mario Gomez wird das Angebot, in den Kölner Video-Keller zu kommen, nicht annehmen. Das sagte ein Sprecher des Zweitligisten VfB Stuttgart am Donnerstag und bestätigte Medienberichte. Warum der 34-Jährige die Einladung von Jochen Drees, Projektleiter Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), nicht annimmt, erklärte der VfB-Sprecher nicht.

Beim 1:1 der Stuttgarter am Montag bei Darmstadt 98 war ein Tor von Gomez wegen Abseits nicht anerkannt worden. Der Video-Referee in Köln bestätigte die vorherige Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns im Stadion. Für Gomez war es der fünfte Treffer in drei aufeinanderfolgenden Spielen, der wegen Abseits nicht gegeben wurde. Der Profi hatte den Videobeweis anschließend als "Wahnsinn", "Witz" und "Bullshit" bezeichnet. Er sei froh, dass er nicht noch fünf Jahre spielen müsse, erklärte der Angreifer weiter.

Fußball, FC Liverpool: Der englische Champions-League-Sieger hat Takumi Minamino von Red Bull Salzburg verpflichtet. Der 24 Jahre alte Offensivspieler wechselt am 1. Januar dank einer Ausstiegsklausel mit einer festgeschrieben Ablösesumme, die dem Vernehmen nach bei 8,5 Millionen Euro liegen soll, zu den Reds. Minamino wird der erste Japaner im Liverpool-Trikot, er unterschrieb einen langfristigen Vertrag.

"Das ist eine fabelhafte Neuigkeit, ein wunderbarer Transfer", sagte Teammanager Jürgen Klopp: "Wir sind wirklich glücklich darüber." Der Rechtsaußen sei ein "sehr schneller, sehr cleverer Spieler, er findet den Raum zwischen den Linien", schwärmte Klopp: "Er ist mutig mit und ohne Ball - ein absoluter Teamspieler." Minamino, der 2015 aus Japan nach Salzburg gewechselt war, freut sich auf seinen nächsten Karriereschritt in Liverpool. "Es ist eine große Ehre für mich, dorthin zu gehen", sagte der japanische Nationalspieler.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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