Elf des SpieltagsDer falsche Lahm

Bayerns Alleskönner macht nun sogar als Mittelstürmer auf sich aufmerksam. Sein Sportdirektor Sammer wütet bis zur Heiserkeit. Und Manuel Friedrich verschiebt seine Reisepläne nach Asien. Die Elf des Spieltags.

Elf des Spieltags – Vedad Ibisevic

Philipp Lahm erzielt nach vier Jahren mal wieder ein Tor in der Bundesliga. Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer wütet so lange, bis er heiser ist. Und Manuel Friedrich verschiebt seine Reisepläne für den asiatischen Kontinent. Die Elf des Spieltags.

Vedad Ibisevic: Das ewige Schlitzohr. Weiß, wann es läuft. Weiß genauso gut, wann es nicht läuft. Und wenn es nicht läuft, das weiß er auch, bringt es manchmal nichts, immer noch ein bisschen weiter zu laufen. Bei Ibisevics Verein, dem VfB Stuttgart, läuft zurzeit bekanntlich ja fast gar nichts. Die ersten drei Spiele nach der Winterpause hatte das Team verloren, jeweils 1:2, jeweils durch ein spätes Gegentor. Im vierten Pflichtspiel in diesem Jahr startete das Team gegen den FC Augsburg wieder besser, Ibisevic und seine Kollegen hatten richtig gute Chancen. Und vergaben sie alle. Augsburg dagegen: nutzte fast jede Gelegenheit zu einem Treffer, gewann 4:1. Aber das erlebte Schlitzohr Ibisevic nicht bis zum Ende auf dem Platz. Nach einer Tätlichkeit sah er die Rote Karte. Nun ist er das Sinnbild für die Stuttgarter Krise: Weil er ein Spieler ist, der vorangeht, wenn alles klappt. Und weil er ein Spieler ist, der in der Krise der Mannschaft keine Sicherheit vermitteln kann. Sondern einer, der den Frust sichtbar werden lässt. Trainer Thomas Schneider hat deswegen eine Strafe angekündigt. "Man muss erwarten, dass er sich unter Kontrolle hat. Er hat uns einen Bärendienst erwiesen." Dabei wird Ibisevic nur erkannt haben, dass in der gegenwärtigen Stuttgarter Krise wirklich alles aussichtslos erscheint. Und dass eine Pause mal ganz guttut.

(bwa)

Bild: Alex Grimm/Getty 10. Februar 2014, 09:182014-02-10 09:18:21 © SZ.de/hum