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Eishockey in den USA:Deutsches Talent im NHL-Draft an dritter Stelle gewählt

191008 Tim Stützle of Adler Mannheim during the CHL Ice hockey, Eishockey game between Djurgarden and Adler Mannheim on

Großes deutsches Eishockey-Talent: Tim Stützle.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Die Ottawa Senators entscheiden sich früh für Tim Stützle von den Adlern Mannheim - ein weiterer Deutscher wird in der ersten Runde gewählt. In der NBA stehen die LA Lakers vor dem Gewinn der Finals.

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Eishockey, NHL: Der in Viersen geborene Eishockey-Profi Tim Stützle ist an dritter Stelle im NHL-Draft ausgewählt worden und damit so früh wie der derzeit beste NHL-Profi Leon Draisaitl vor sechs Jahren. Die Ottawa Senators entschieden sich am Dienstagabend (Ortszeit) für den 18 Jahre alten Angreifer der Adler Mannheim. Ebenfalls in der ersten Runde des Drafts ausgewählt wurde Lukas Reichel aus Berlin. Die Chicago Blackhawks wählten ihn auf Rang 17.

"Das ist einfach eine große Ehre. Mein Ziel ist es, mit Ottawa Pokale zu gewinnen, und ich möchte so schnell wie möglich in der NHL spielen", sagte Stützle in einer Videopressekonferenz. "Mein Ziel ist am Ende, eine lange und erfolgreiche NHL-Karriere zu haben. Was Leon letzte Saison gemacht hat - und er wurde auch als Dritter gedraftet - das ist einfach unglaublich. Das ist auch mein Ziel, so zu sein."

Stützle hält nun gemeinsam mit Draisaitl den Bestwert bei den Männern für die früheste Auswahl eines deutschen Sportlers in einer der nordamerikanischen Profiligen. Die Basketballerin Satou Sabally war von den Dallas Wings vor dieser Saison an zweiter Stelle ausgewählt worden und hatte damit den Rekord aufgestellt. Draisaitl war 2014 an dritter Stelle von den Edmonton Oilers ausgewählt worden. Der Kölner wurde erst vor kurzem als erster Deutscher zum wertvollsten Spieler der stärksten Eishockey-Liga der Welt gewählt. Auch Moritz Seider war vergangenes Jahr in den Top 10 ausgewählt und von den Detroit Red Wings an sechster Stelle gedraftet worden.

Basketball, NBA: Die Los Angeles Lakers sind nur noch einen Sieg von der Meisterschaft in der NBA entfernt. Das Team um LeBron James gewann am Dienstagabend (Ortszeit) gegen die Miami Heat 102:96 (49:47) und führt in der Finalserie der stärksten Basketball-Liga der Welt nun 3:1. Vier Siege sind zum Titel notwendig.

In einer engen Partie mit insgesamt neun Führungswechseln und nie mehr als einem einstelligen Vorsprung für eine Mannschaft gelang den Lakers der wichtige Schritt auch wegen einer erneut starken Leistung von James. Der 35-Jährige verbuchte 28 Zähler, 12 Rebounds und 8 Vorlagen. "Beide Teams wussten um die Situation. Jeder hat um jeden Ball gekämpft", sagte James danach dem US-Sender "ABC". "Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Der Job ist noch nicht erledigt. Wir haben jetzt einen extra Tag Pause. Wir müssen unseren Kopf wach halten." Weiter geht es mit Spiel fünf in der Nacht zum Samstag (03.00 Uhr MESZ).

Handball, Bundesliga: Auch ohne Sander Sagosen hat Titelverteidiger THW Kiel den ersten Saison-Härtetest in der Handball-Bundesliga bestanden. In Abwesenheit des verletzten Norwegers, der wegen eines Muskelfaserrisses rund drei Wochen ausfällt, bezwang der Rekord-Champion am Dienstag die TSV Hannover-Burgdorf mit 34:31 (17:18). Der Titelfavorit verfügt damit wie Tabellenführer SC DHfK Leipzig über 4:0 Punkte. Die Sachsen feierten mit dem 29:22 (15:9) beim Aufsteiger HSC 2000 Coburg ebenfalls ihren zweiten Saisonsieg. Dies gelang auch den Rhein-Neckar Löwen, die das Nachbarschaftsderby bei den Eulen Ludwigshafen mit 26:24 (14:13) für sich entschieden, und der MT Melsungen mit einem 27:21 (13:8) gegen den TBV Lemgo Lippe. Eine bittere Pleite gab es dagegen für die Füchse Berlin, die das Ost-Duell gegen den SC Magdeburg vor heimischer Kulisse mit 22:32 (12:14) verloren. I

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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