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DFB-Elf:Vom Pool zurück auf den Platz

Fussball/GES/ Pressekonferenz  DFB Koeln, 08.06.2015

Neuer Bus, neues Logo: Lukas Podolski, Jonas Hector und Bastian Schweinsteiger (von links) stellen die neuen Status-Symbole der DFB-Männer vor.

(Foto: Marvin Guengoer/GES)
  • Einige hatten schon Kurzurlaub, nun müssen sich die Nationalspieler noch einmal von der Hängematte losreißen.
  • Die DFB-Elf heißt jetzt offiziell "Die Mannschaft" - und die hat noch Termine: Am Mittwoch steht das Länderspiel gegen die USA an, am Samstag spielen die Deutschen in der EM-Qualifikation gegen Gibraltar.
  • Ein paar Nationalspieler stehen nicht zur Verfügung.

Die Einberufung zur Nationalmannschaft steht auf der Lebenstraum-Liste zigtausender Buben ganz oben, aber unter herangewachsenen Profifußballern gibt es eine Randgruppe, bei der das mitunter auch mal anders aussehen kann. Bastian Schweinsteiger beispielsweise hat zuletzt das süße Leben als Tennisspielerinnenfreund in Paris genossen, Karim Bellarabi hat in Florida geurlaubt und Mario Götze auf Ibiza Geburtstag gefeiert.

Diese Spieler sind nur drei von 19, die nach einer langen Saison und erster Entspannung jetzt aber noch mal ins Nationaltrikot schlüpfen müssen und dies im Zustand einsetzenden Sommerfeelings nur begrenzt aufregend finden. Als Schweinsteiger vor dem Freundschaftsspiel gegen Jürgen Klinsmanns US-Team an diesem Mittwoch in Köln gefragt wurde, ob er nach einer langen Saison und seinem jüngsten Tennis-Grand-Slam-Turnierbesuch in Paris noch fit und überhaupt willens sei, setzte er ironisierend ein müdes Grinsen auf: "In solchen Spielen ist es wichtig, diszipliniert aufzutreten", sagte er seriös - und fügte über seine Zuschauerrolle beim Tennis lächelnd hinzu: "Ich habe meine Fitnesstermine wahrgenommen."

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Die Spiele, die sich Bundestrainer Joachim Löw zuletzt live im Stadion angeschaut hat, waren derweil emotionale Kracher: Karlsruhe gegen Hamburg in der Relegation und das Champions-League-Finale Barcelona - Juve in Berlin. In beiden Partien durfte Löw Fußballer beobachten, die bis in die Zehenspitzen motiviert waren. Wenn in Köln nun seine eigene Mannschaft nach zweieinhalbmonatiger Pause aufläuft, muss der Bundestrainer bei der mentalen Bereitschaft womöglich Abstriche machen.

Dem Freundschaftsspiel gegen die USA folgt am Samstag in Faro in Portugal der EM-Qualifikations-Pflichttermin gegen Gibraltar. Löw weiß, dass beide Spiele gestandenen Profis kaum noch Adrenalin durch den Körper jagen: "Vielleicht werden wir nicht die allerhöchste Anspannung hinbekommen", sagt er, "aber wichtig ist, dass wir gegen Gibraltar die drei Punkte einfahren."