Der Donnerstag in Sotschi:Gemeinsam statt gegeneinander

Sotschi 2014 - Nordische Kombination

Zurück zu alter Stärke? Nach dem Sieg von Eric Frenzel in der Einzeldisziplin von der kleinen Skisprung-Schanze feierten die deutschen Kombinierer gemeinsam.

(Foto: dpa)

Die deutschen Kombinierer müssen nach Sturz und Tränen am Donnerstag im Mannschaftswettbewerb Teamgeist beweisen. In den anderen Teamwettbewerben nähern sich die Finalspiele. Die Tagesvorschau für Olympia.

Von Julian Beyer

Freestyle-Ski, Finale der Männer: Im Cross läuft alles auf einen spannenden Wettkampf bei den Männern hinaus. "Alle 32 können ins Finale fahren", sagt der deutsche Starter, Daniel Bohnacker, vor der Qualifikation um 8.45 Uhr. Tatsächlich gibt es keinen großen Favoriten. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften stand immer ein anderer auf dem Treppchen und auch ein Weltcup-Sieg wurde nie zwei Mal in Serie an denselben Athleten vergeben. Jean-Frédéric Chapuis und Bastien Midol aus Frankreich, John Teller aus den USA, der Schwede Victor Oehling Norberg sind nur einige Freestyler mit Chancen auf eine Medaille. Daniel Bohnacker gehört auch dazu. Im Weltcup belegte er den vierten Platz, bei den Olympischen Spielen soll nun ein Platz auf dem Treppchen für ihn herausspringen. Die weiteren deutschen Starter sind Florian Eigler, Thomas Fischer und Andreas Schauer. Das Finale im Skicross beginnt um 11.45 Uhr.

Nordische Kombination, Finale im Teamwettbewerb: Jetzt müssen die deutschen Kombinierer zeigen, dass sie auch als Mannschaft zusammenarbeiten können. "Wir haben keine Zeit für Grabenkämpfe", sagte der Trainer Hermann Weinbuch. Zwei Tage nach dem bitteren Zusammenstoß von Johannes Rydzek und Fabian Rießle in der Loipe beim Einzelwettbewerb über die Großschanze steht für die Deutschen der Teamwettbewerb an. Im Zielbereich habe es am Dienstag "böse Sprüche" gegeben, sagt Weinbuch. Danach präsentierten sich die Athleten in gemeinsamen Interviews harmonisch. Auch deshalb sind Eric Frenzel, Björn Kircheisen, Johannes Rydzek und Fabian Rießle neben den Norwegern die Favoriten auf Gold. Das Skispringen steht für 9 Uhr an, die Staffel über 4x5 Kilometer folgt um 12 Uhr.

Curling, Finale: Die Kanadierinnen setzen ihre eindrucksvolle Bilanz fort: Gegen Großbritannien gelang ihnen im Halbfinale der zehnte Sieg in Serie. Um 14.30 Uhr geht es für Kanada gegen Schweden nun um Gold. Im Spiel um Bronze trifft Großbritannien um 9.30 Uhr auf die Schweiz.

Eishockey, Finale: Bei den Damen kommt es zum Nordamerika-Duell: Die kanadischen Frauen treffen im Finale um 18 Uhr auf die US-Amerikanerinnen. Die Spielerinnen bemühen sich erst gar nicht, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen: "Es wird eine Schlacht. Das sind unsere Duelle immer", sagt Meghan Agosta vom Team Kanada. Seit 2002 in Salt Lake City haben die Kanadierinnen kein Finale bei Olympia verloren. Den USA blieben nur zweimal Silber und einmal Bronze. "Dieses Mal soll die Medaille eine andere Farbe haben", sagt die US-Stürmerin Julie Chu. Die Vorzeichen sprechen aber für die Kanadierinnen: In der Vorrunde besiegten sie die USA mit 3:2. Zuvor um 13 Uhr spielen die Schweiz gegen Schweden um Bronze.

Freestyle-Ski, Finale der Frauen: Auch die Ski-Freestylerinnen kämpfen am Donnerstag um Medaillen. In der Halfpipe steht um 18.30 Uhr das Finale an. Weltmeisterin Virginie Faivre aus der Schweiz heißt die große Favoritin. Für Deutschland geht die 19-jährige Sabrina Cakmakli an den Start. Die Qualifikation um 15.30 Uhr zu überstehen, ist für die Deutsche das Ziel. Immerhin fährt sie erst seit weniger als einem Jahr in der Halfpipe. Cakmaklis Disziplin ist eigentlich der Slopestyle. Nach einem Kreuzbandriss war sie umgestiegen - und hatte sich überraschend für die Spiele in Sotschi qualifiziert.

Eiskunstlauf, Finale: Nach dem Kurzprogramm geht es für die Eiskunstläuferinnen im freien Tanz ab 16 Uhr um die Medaillen. Große Favoritin ist Kim Yuna aus Südkorea, die Weltmeisterin und Olympiasiegerin von 2010.

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