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Debatte zwischen Wolfsburg und Bayern:Allofs schmiedet Pläne, Rummenigge kontert

Jahreshauptversammlung FC Bayern München

Karl-Heinz Rummenigge passt das gar nicht: Den Vorwurf der "Wettbewerbsverzerrung" am Saisonende will er nicht so stehen lassen.

(Foto: dpa)
  • Nach seiner Vertragsverlängerung will Klaus Allofs seinen Klub in neue Sphären führen.
  • Seine Kritik an der Niederlagen-Serie der Bayern zum Saisonende ruft in München Verägerung hervor
  • Bayern-Kapitän Philipp Lahm spricht sich derweil gegen einen radikalen Umbruch beim FCB aus.

Klaus Allofs ist derzeit an vielen Fronten gefragt. Doch die Mehrfachbelastung scheint dem Manager des VfL Wolfsburg nichts auszumachen. Allofs wirkt agil und voller Angriffsfreude - die Verlängerung seines Vertrages bis 2019 am Dienstag scheint den Ex-Profi zusätzlich zu beflügeln. Für die Zukunft des Werksklubs hat der 58-Jährige klare Vorstellungen. "Wir wollen in allen Bereichen die Nummer 1 werden - in der Verwaltung, in der Fanarbeit, beim sozialen Engagement und in der Jugendarbeit. Das ist ein hoher Anspruch, aber den haben wir", sagte der Ex-Nationalspieler den Wolfsburger Nachrichten.

Sportlich machte Allofs jedoch Einschränkungen, auf die Bundesliga lasse sich der Anspruch nur schwerlich übertragen. "Es ist jedenfalls keine klare Ansage als Bayern-Jäger", sagte Allofs. Man könne sich jetzt nicht einfach hinstellen und sagen, man mache alles besser als der Marktführer. "Das funktioniert nicht. Was wir aber versuchen können, ist, die Abstände zum Besten kleiner werden zu lassen."

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Debatte um Wettbewerbsverzerrung

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Bayerns Vorstandsboss stichelt nach Klaus Allofs' Vorwürfen zurück. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton verlängert seinen Vertrag bei Mercedes und Sepp Blatter ist einen Konkurrenten bei der Fifa-Präsidentenwahl los.

Auch scheut Wolfsburgs Macher längst nicht mehr davor zurück, die Bayern zu attackieren, wenn ihm etwas nicht passt. So wie am Wochenende, als er deren Auftreten in der Bundesliga gegen Teams aus dem Abstiegskampf als "unprofessionell" bezeichnete und sich dafür prompt den Zorn von Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zuzog.

"Ich würde dem VfL Wolfsburg dringend empfehlen, in Sachen Wettbewerbsverzerrung keine Aussagen mehr zu machen", schoss Rummenigge verbal in der Bild zurück und ergänzte: "Jeder in Deutschland weiß, wie sich Wolfsburg die Spieler Gustavo, de Bruyne und Schürrle leisten konnte", so der Bayern-Boss über den Klub mit dem finanzkräftigen VW-Konzern im Rücken.

Das dürfte Bayerns Karten im möglichen Spiel um Kevin De Bruyne nicht verbessert haben. Allofs jedenfalls erteilte dem deutschen Rekordmeister und anderen europäischen Top-Vereinen bezüglich eines Transfers eine klare Absage. Auf die Frage, ob der VfL bei einem Angebot von Real Madrid über 50 Millionen Euro schwach werden würde, sagte er der Sport Bild: "Ganz ehrlich? Bei der Summe würden wir noch nicht einmal zucken."