Transfers Frenkie de Jong wechselt im Sommer zum FC Barcelona

Frenkie de Jong (Mitte) tauscht im Sommer das Ajax-Trikot für eins von Barcelona ein.

(Foto: Getty Images)

Der Klub zahlt mindestens 75 Millionen Euro für das Ajax-Talent. Stürmer Gonzalo Higuain geht zum FC Chelsea. Dänemark trifft im Halbfinale der Handball-WM auf Frankreich.

Meldungen im Überblick

Fußball, Spanien: Der niederländische Mittelfeldspieler Frenkie de Jong wechselt im Sommer von Ajax Amsterdam zum spanischen Fußballmeister FC Barcelona. Das gaben die Katalanen am Mittwochabend bekannt. Die Ablösesumme beträgt 75 Millionen Euro plus elf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag über fünf Jahre bis zum Ende der Saison 2023/24.

De Jong sei ein Spieler, "der das Spiel exzellent lesen und den 'tödlichen' Pass spielen könne", hieß es in der Barca-Stellungnahme. In Barcelona wird er unter anderem Teamkollege von Lionel Messi, dem deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen sowie Kevin-Prince Boateng. Den bisherigen Ablöserekord für einen niederländischen Fußballer hält Abwehrspieler Virgil van Dijk, der für 84,4 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Liverpool gewechselt war.

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Die Katalanen stachen mit der Verpflichtung offenbar Paris Saint-Germain aus. Das Team von Cheftrainer Thomas Tuchel galt zuletzt als Favorit auf die Verpflichtung des Offensivspielers. Auch beim deutschen Rekordmeister Bayern München war de Jong als Neuzugang gehandelt worden.

Fußball, England: Der argentinische Stürmer Gonzalo Higuain wechselt zum englischen Premier-League-Klub FC Chelsea. Der 31-Jährige war erst im Sommer von Juventus Turin an den AC Mailand ausgeliehen worden. Nun lieh Chelsea Higuain vom italienischen Rekordmeister für den Rest der Saison aus. Das bestätigte der Klub am Mittwochabend.

"Die Gelegenheit, bei Chelsea zu spielen, musste ich nutzen", sagte Higuain. "Aufgrund der zahlreichen Beteiligten war es nicht einfach, aber wir sind froh, dass es geklappt hat", wurde Geschäftsführerin Marina Granovskaia auf der Klubwebseite zitiert.

Higuain war schon lange ein Wunschspieler von Chelsea-Teammanager Maurizio Sarri, der ihn bereits beim SSC Neapel trainiert hatte. Als Ersatz für den Argentinier verpflichtete Milan den 23 Jahre alten Angreifer Krzysztof Piatek. Der polnische Nationalspieler, der bisher beim FC Genua unter Vertrag stand, unterschrieb bei Milan einen Kontrakt bis 2023. Das gab der Verein ebenfalls am Mittwoch bekannt. 35 Millionen Euro sollen die Lombarden für den Stürmer, der in dieser Saison für Genua 13 Tore geschossen hat, gezahlt haben.

Handball, WM: Co-Gastgeber Dänemark hat mit einem Sieg über Schweden den Einzug in die Vorschlussrunde der Handball-WM perfekt gemacht und Deutschland damit Norwegen als Halbfinalgegner beschert. Das Team von Dänen-Coach Nikolaj Jacobsen setzte sich am Mittwochabend in Herning mit 30:26 (13:13) durch, womit es seine Gruppe gewinnt und dem EM-Zweiten Schweden als Gruppendritter nur das Spiel um Platz fünf bleibt. Mikkel Hansen war mit sechs Treffern Dänemarks bester Werfer. Für das deutsche Team steht damit fest, dass es am Freitag in Hamburg (20.30 Uhr/ARD) auf Vize-Weltmeister Norwegen trifft. Dänemark bekommt es mit Frankreich zu tun.

Vor den letzten Hauptrundenpartien hatten alle drei skandinavische Teams in Gruppe 2 Chancen auf die Vorschlussrunde. Norwegen erfüllte am frühen Abend seine Pflichtaufgabe und besiegte Ungarn klar mit 35:26 (16:13). Beste Werfer für den Vize-Weltmeister von 2017 waren Magnus Jöndal und Magnus Röd mit jeweils sieben Treffern.

In der deutschen Gruppe 1 fügte Kroatien Titelverteidiger Frankreich die erste WM-Niederlage nach 24 Endrundenspielen zu und erhielt sich die Chance auf ein Ticket für die Olympischen Spiele 2020. Der EM-Fünfte kam in Köln zu einem 23:20 (11:11) und spielt als Dritter der Gruppe am Samstag gegen die Schweden um Rang fünf. Damit haben sie einen Platz in einem der drei olympischen Qualifikationsturniere im kommenden Jahr sicher. Bester Werfer beim Sieger war Zlatko Horvat mit sieben Toren.

Im Kampf um den Gruppensieg konnte sich das wie die Franzosen bereits für das Halbfinale qualifizierte deutsche Team im abschließenden Hauptrundenspiel gegen Spanien sogar eine Niederlage mit sieben Toren leisten. Am Ende stand ein 31:30 (17:16)-Sieg. Die Spanier hatten vor dem Anpfiff bereits den vierten Gruppenplatz sicher und spielen damit gegen Ägypten um Rang sieben.

Internationaler Fußball, PSG: Der französische Fußball-Doublesieger Paris St. Germain ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 100 000 Euro verurteilt worden. Dieses Urteil fällte der französische Ligaverband (LFP) am Dienstag. Dem Klub von Trainer Thomas Tuchel war nachgewiesen worden, zwischen 2013 und 2018 sogenanntes ethnisches Profiling bei der Bewertung von Talenten vorgenommen zu haben. Die Kandidaten wurden unter anderem in den Kategorien französisch, nordafrikanisch, oder afrikanisch eingestuft. Eine solche Profilierung ist in Frankreich illegal. "Nach dem, was wir sehen, hat PSG die Informationen über ethnische Zugehörigkeit nicht zu diskriminierenden Zwecken verwendet. Es gibt keinen Fall von Diskriminierung, der bewiesen werden kann", sagte LFP-Disziplinarkommissar Sebastien Deneux: "Es handelt sich eher um individuelle Unbeholfenheit und kollektive Nachlässigkeit."

American Football, NFL: Die Footballfans in New Orleans wollen das Aus ihrer Saints im Halbfinale der Football-Profiliga NFL weiter nicht hinnehmen. Da das Team nach einer klaren Fehlentscheidung der Schiedsrichter an den Los Angeles Rams gescheitert war (23:26 n.V.), wurden laut ESPN mindestens zwei Klagen eingereicht. Auch eine Petition gibt es. Damit wollen die Fans erreichen, dass NFL-Boss Roger Goodell das Duell neu ansetzt. Gespielt werden soll ab dem Zeitpunkt, als im letzten Viertel noch 1:49 Minuten auf der Uhr waren - also vor dem Spielzug der Saints, der beim Stand von 20:20 zur Fehlentscheidung führte. Die Petition unter change.org hatte bis Mittwochmorgen deutscher Zeit bereits 680.000 Unterstützer.

Geschäftsmann Matt Bower geht einen anderen Weg. Der Saints-Fan hat Werbetafeln in und um Atlanta, in der Nacht zum 4. Februar (0.30 Uhr/ProSieben und DAZN) Austragungsort des Super Bowl LIII, angemietet. Darauf steht "Saints got robbed" (Die Saints wurden bestohlen) oder "NFL Bleaux it" (Die NFL hat es versaut). Einige Restaurants in New Orleans planen bereits Anti-Super-Bowl-Parties. Nickell Robey-Coleman hatte am Sonntag Saints-Receiver Tommylee Lewis weggerammt, bevor der den Ball nach einem Pass von Quarterback Drew Brees fangen konnte. Die Schiedsrichter reagierten nicht, New Orleans hätte bei einer Strafe gegen die Rams alle Trümpfe in der Hand gehabt. NFL-Commissioner Goodell könnte laut Regelwerk tatsächlich bei einer "außerordentlichen Ungerechtigkeit" eingreifen. Er wird es nicht tun.

Leichtathletik, Bolt: Der frühere Weltklasse-Sprinter Usain Bolt hat seinen Traum von einer Zweitkarriere als Profifußballer offenbar aufgegeben. "Das Sport-Leben ist vorbei, ich wende mich jetzt anderen Dingen zu", sagte der achtfache Olympiasieger laut jamaikanischen Medienberichten vom Dienstag. "Ich versuche jetzt, ein Geschäftsmann zu sein", fügte der 32-Jährige am Rande einer Veranstaltung in Kingston, der Hauptstadt seines Heimatlandes Jamaika, hinzu. Er habe schon "viele Dinge in der Pipeline". Der Star der Olympischen Sommerspiele von Peking, London und Rio de Janeiro hatte sich nach dem Ende seiner Leichtathletikkarriere als Fußballer versucht. Er trainiert im vergangenen Jahr wochenlang mit dem australischen Profi-Fußballverein Central Coast Mariners. Die Vertragsverhandlungen scheiterten aber letztlich, unter anderem an den Gehaltsforderungen des Sprint-Weltrekordlers. "Es war eine gute Erfahrung", sagte der 32-Jährige nun laut Television Jamaica. "Ich habe es einfach genossen, in einer Mannschaft zu sein. Es war ganz anders als Leichtathletik, und es hat Spaß gemacht."

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