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Corona-Virus:Eishockey-WM der Frauen abgesagt

Die Eishockey-WM soll auf 2021 verschoben werden.

(Foto: AP)

Das Turnier in Kanada soll wegen der weltweiten Epidemie auf 2021 verschoben werden. Die deutsche Nationalmannschaft erreicht das Endspiel des Algarve Cups.

Corona, Eishockey: Die Eishockey-WM der Frauen in Kanada (31. März bis 10. April) ist aufgrund der Coronakrise abgesagt worden. Wie der Weltverband IIHF nach einer außerordentlichen Sitzung mitteilte, soll die WM auf 2021 verschoben werden. Halifax and Truro sollen die beiden Gastgeberstädte bleiben. Bislang war für das Turnier im kommenden Jahr noch kein Ausrichter bekannt. Die Absage betrifft auch die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) von Bundestrainer Christian Künast, die im vergangenen Jahr bei der WM in Finnland erst im Viertelfinale an Rekordweltmeister Kanada gescheitert war.

Fußball, Algarve-Cup: Experiment geglückt, Endspiel erreicht: Die deutschen Fußballerinnen spielen beim Algarve Cup trotz Rundum-Rotation um den Turniersieg. Im Halbfinale gegen Norwegen gelang der bärenstarken zweiten Garde von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ein souveräner 4:0 (2:0)-Erfolg.

"Wir haben viele gute Dinge gesehen. Es ist toll, dass wir so viele Optionen haben", sagte Voss-Tecklenburg: "Unser Motto hier war und ist: Festigen, testen, gewinnen." Lea Schüller (20.), Johanna Elsig (26.) und Marina Hegering (71.) trafen in Lagos für eine stark verjüngte DFB-Auswahl. Zudem unterlief Norwegens Wolfsburg-Legionärin Ingrid Engen ein Eigentor (60.). Im Finale am Mittwoch gegen Neuseeland oder Italien strebt das deutsche Team den vierten Sieg beim Einladungsturnier in Portugal an.

Wie angekündigt setzte Voss-Tecklenburg drei Tage nach dem 1:0-Auftaktsieg über Schweden gegen den Titelverteidiger auf eine ganz neue Formation. Zur Belastungssteuerung, aber auch, um Richtung EM 2021 den Konkurrenzkampf zu schüren. So war bei einem Schnitt von 18 Länderspielen pro Spielerin Rechtsverteidigerin Leonie Maier (72) erfahrenste Kraft im Startelf-Experiment. Größte Überraschung: Mittelfeldspielerin Lena Lattwein (TSG Hoffenheim) begann ihren sechsten DFB-Einsatz in der Abwehrzentrale und wusste zu überzeugen.

Wintersport, Ski alpin: Skirennläufer Thomas Dreßen hat bei der letzten Abfahrt der alpinen Weltcup-Saison mit einem weiteren Top-10-Resultat überzeugt. Eine Woche nach seinem Sturz im österreichischen Hinterstoder, bei dem er sich beide Schultern ausgekugelt hatte, belegte der 26-Jährige im norwegischen Kvitfjell einen guten achten Rang. Auf dem "Olympiabakken" lag er 0,95 Sekunden hinter dem zweifachen Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich). Die beiden vorangegangenen Abfahrten hatte der Deutsche gewonnen.

Nach der Absage des Weltcup-Finales in Cortina d'Ampezzo/Italien beendete Dreßen die Abfahrtssaison knapp vor Mayer auf einem herausragenden zweiten Rang in der Weltcup-Wertung. Konstanter als der Deutsche war nur Beat Feuz: Der Schweizer belegte hinter Mayer, Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) und Carlo Janka (Schweiz) Rang vier, hatte aber schon vor dem Rennen zum dritten Mal nacheinander als Gewinner der kleinen Kristallkugel festgestanden. Kilde übernahm mit seiner sechsten Podestplatzierung die Führung im Gesamtweltcup. Der Norweger liegt nun 54 Punkte vor Alexis Pinturault (Frankreich). Nach der Absage des Saisonfinales stehen derzeit noch drei Rennen im Kalender: der Super-G in Kvitfjell am Sonntag sowie ein Riesenslalom und ein Slalom in Kranjska Gora/Slowenien.

Fußball, Frankreich: Die Generalprobe von Thomas Tuchel und Paris St. Germain für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Borussia Dortmund ist geplatzt. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde die ursprünglich für Samstag angesetzte Ligue-1-Partie bei Racing Straßburg auf einen späteren, noch nicht festgelegten Zeitpunkt verlegt.

"Nach einer Anweisung der Präfektur von Bas-Rhin bezüglich der Verbreitung des Coronavirus wurde das Spiel verlegt", teilte die französische Fußballliga mit. Die Partie ist die erste in Frankreich, die wegen des Virus verschoben werden muss. Damit hat PSG keine Möglichkeit mehr, vor dem Wiedersehen mit dem BVB auf Wettkampfniveau zu spielen. Tuchels Team muss gegen die Schwarz-Gelben am Mittwoch (21.00/Sky) eine Aufholjagd starten. Das Hinspiel im Februar hatte das Starensemble um den Brasilianer Neymar mit 1:2 verloren.

Coronavirus, NBA: Die Auswirkungen der Corona-Krise haben nun auch den Sport in den USA erreicht. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA verschickte laut ESPN ein Memo an die 30 Teams, das auch die Möglichkeit der Austragung der Spiele vor leeren Rängen beinhaltet. Die Klubs sollten sich demnach auf alle Eventualitäten vorbereiten.

LeBron James von den Los Angeles Lakers äußerte harte Kritik an den "unmöglichen" Plänen und drohte gar mit Boykott. "Wenn ich das Parkett betrete und es sind keine Zuschauer in der Halle, dann spiele ich nicht", sagte James nach dem 113:103-Sieg am Freitag gegen die Milwaukee Bucks. "Ich habe noch nie ohne Zuschauer gespielt. Ich spiele für meine Teamkollegen, aber auch für die Fans. Darum geht es doch", sagte er weiter.

Bei einem Ausschluss der Zuschauer sollte nur notwendiges Personal den Spielen beiwohnen, die Klubs sollten sich zudem darauf einstellen, bei den beteiligten Personen Fieber zu messen. Für die aktuellen Spiele gilt bereits die Empfehlung, auf das Abklatschen untereinander zu verzichten, zudem sollen die Spieler keine Autogramme auf Bälle oder T-Shirts geben bzw. keine Stifte dafür entgegennehmen. In der texanischen Hauptstadt Austin, wo in vier Wochen auch die Motorrad-WM fahren soll, haben die Behörden inzwischen den Katastrophenfall ausgerufen. Veranstaltungen mit mehr als 2500 Zuschauern sind verboten, es sei denn, die Veranstalter können entsprechende Notfallpläne vorweisen. Jede Veranstaltung soll dabei von Fall zu Fall bewertet werden.

© SZ.de/sid/dpa/schm

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