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Champions League:Symphoniker aus Manchester

Manchester City v Burnley - Premier League - Etihad Stadium

Hat in der Premier League nun Erfolg: Pep Guardiola bei einem Liga-Spiel.

(Foto: dpa)
  • In seiner ersten Saison bei Manchester City hatte Pep Guardiola noch nicht den gewünschten Erfolg.
  • Doch nun hat er kräftig in Spieler investiert, das rasante Spiel-System funktioniert.
  • Manchester City führt die Premier-League-Tabelle an - und ist einer der Favoriten auf den Champions-League-Titel.

Wenn Pep Guardiola in einem Fußballstadion an der Seitenlinie steht, beschleicht einen das Gefühl, dem Dirigenten eines Orchesters bei der Arbeit zuzuschauen. Im Idealfall folgen dann die begnadeten Ballkünstler auf dem Rasen den Gesten und Rufen von Guardiola, das Publikum ist fasziniert von seinem Stil, Journalisten aus aller Welt mühen sich, sein Werk zu verstehen.

Solch glanzvolle Vorführungen hatte Guardiola in seiner Karriere einige, beim FC Barcelona, als er mit den Katalanen eine spielerische Revolution einleitete, auch beim FC Bayern erinnert man sich an zahlreiche Spiele, wo die Guardiola-Sinfonie makellos gespielt wurde. Doch bei Manchester City tat sich der Fußball-Dirigent zunächst schwer. Es war, als würden die Spieler ihn nicht verstehen. Seit einigen Wochen ist dies endlich anders.

In der vergangenen Saison zehrte der englische Fußball mit seinem rauen Wesen und den häufig im Drei-Tage-Rhythmus stattfinden Auftritten an Guardiola und seinen filigranen Philharmonikern. In der Premier League reichte es für Manchester City nur zu Platz drei, in der Champions League war schon im Achtelfinale gegen den AS Monaco Schluss.

Eine perfekt einstudierte Komposition

Nun dagegen wirkt das Spiel der Citizens meist wie eine perfekt einstudierte Komposition, in der alle Spieler ihre Einsätze kennen und genau wissen, wohin sie wann laufen und spielen sollen. Sie tun das in rasender Geschwindigkeit, variabel in der Formation, die Gegner laufen meist nur hinterher.

Zehn Partien sind in der Premier League gespielt. City steht ganz oben und hat mit 28 Punkten einen neuen Startrekord aufgestellt. Nur der FC Chelsea von José Mourinho war 2004/05 genauso gut, am Ende holten die Blues mit Rekordpunktzahl den Ligatitel. Der Portugiese scheint mit Manchester United diesmal auch der einzige zu sein, der seinen langjährigen Rivalen vom Gewinn der englischen Meisterschaft abhalten könnte. Er hat allerdings immerhin schon fünf Punkte Rückstand. In der Champions League geht es am Mittwoch in der Gruppenphase gegen den SSC Neapel, in drei Spielen hat er bereits dreimal gewonnen.

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