Fußball BVB unterstützt Holocaust-Gedenkstätte mit einer Million Euro

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

(Foto: picture alliance/dpa)

Borussia Dortmund beteiligt sich zusammen mit anderen Unternehmen am Ausbau von Yad Vashem. Real Madrid plant große Investitionen in sein Stadion.

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Bundesliga, Dortmund: Borussia Dortmund setzt vor dem sportlichen Gipfeltreffen in der Fußball-Bundesliga gemeinsam mit vier großen deutschen Unternehmen ein klares politisches Signal. Der BVB unterstützt mit einer Million Euro den Ausbau der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel. "Der BVB ist ein sehr politischer Verein", betonte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung. Gerade der Fußball könne im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus eine wichtige Rolle übernehmen: "Wir müssen ein ganz klares Stoppschild der Gesellschaft senden", betonte Watzke, der vier Tage vor dem Liga-Spitzenspiel des BVB bei Bayern München zur Vorstellung der Initiative am Dienstag in Berlin weilte.

Die Gesamtsumme der Unterstützung, die auf eine Initiative des 1997 gegründeten Deutschen Freundeskreises Yad Vashem zurückgeht, beträgt fünf Millionen Euro. "Kommende Generationen sollen wissen, welches Leid Menschen anderen Menschen antun können. Wir setzen uns damit ein für Völkerverständigung, Toleranz und ein friedliches Miteinander", betonten die insgesamt fünf Unternehmen. "Es ist wichtig, sich nicht nur als Verein zu identifizieren, der Tore schießen und keine reinkriegen will", unterstrich Watzke. 155 000 Mitglieder und zehn Millionen Fans seien auch Verpflichtung, gegen rassistische und antisemitistische Tendenzen zu arbeiten.

Mehr als eine Million Menschen besuchen jährlich Yad Vashem als weltweit größte Gedenkstätte an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Zur Erinnerung an die sechs Millionen während des Holocaust ermordeten Juden wird ein weiteres "Haus der Erinnerungen" errichtet, das vom BVB, Daimler, der Deutschen Bahn, der Deutschen Bank und Volkswagen unterstützt wird. Baubeginn für das rund 4200 Quadratmeter große Erinnerungszentrum soll im August diesen Jahres sein.

Real Madrid: Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat am Dienstag offiziell den Startschuss für den Umbau des Estadio Santiago Bernabeu gegeben. Präsident Florentino Perez gab Einblicke in die Details zur Renovierung der Spielstätte, die im Jahr 1947 eröffnet und seither mehrfach aufgehübscht worden war. Demnach soll der Umbau im Mai nach Saisonende der spanischen Liga beginnen und rund vier Jahre dauern. Die Kosten liegen Medienberichten zufolge bei über 500 Millionen Euro. "Es wird das beste Stadion der Welt sein", sagte Perez. An der Kapazität von knapp über 80.000 Plätzen soll sich wenig ändern, stattdessen geht es dem Klub darum, das Bernabeu auf den modernsten Stand zu bringen. Dazu gehören eine komplett neue Fassade, ein verschließbares Dach und ein völlig neu gestalteter Vorplatz des Stadions. Das gesamte Gelände umfasst eine Fläche von 66.000 Quadratmeter. Im Inneren des Stadions soll eine 360-Grad-Videowand installiert werden.

Schalke 04: Bundesligist Schalke 04 ist wegen Fehlverhaltens seiner Fans vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Geldstrafe von 27.000 Euro belegt worden. Bis zu 9000 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Oktober 2019 nachzuweisen wäre. Das Urteil ist rechtskräftig.

Kurz vor Anpfiff des Bundesligaspiels am 8. Dezember 2018 gegen Borussia Dortmund waren im Schalker Zuschauerbereich im Rahmen einer Eröffnungschoreografie ungefähr 35 Rauchpatronen gezündet worden, wodurch weißer Rauch entstand, der das Stadion zwischenzeitlich vernebelte. In der 8. Minute brannte im Stehplatzbereich der Gäste zudem jemand eine Bengalische Fackel ab. Ferner wurde während der Partie im Schalker Block ein Banner mit beleidigendem Inhalt gezeigt.

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