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Bundesliga:Schalke dementiert Spieler-Revolte gegen Gross

Schalke-Trainer Christian Gross (links).

(Foto: AP)

Mehrere Profis sollen zuvor die Ablösung des Trainers gefordert haben. Kira Weidle rast aufs Abfahrtspodest. Zlatan Ibrahimovic und LeBron James streiten sich.

Meldungen im Überblick

Bundesliga, Schalke: Der FC Schalke 04 hat Medienberichte, wonach mehrere Führungsspieler die Ablösung von Trainer Christian Gross gefordert haben sollen, zurückgewiesen. "Wir dementieren die Berichterstattung. Es gab keinen Spieler, der mit einem solchen Anliegen bei Jochen Schneider vorgesprochen hat", sagte ein Sprecher des Tabellenletzten am Samstagvormittag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Übereinstimmenden Medienberichten von Freitag zufolge sollen mehrere Profis in dieser Woche vor der Partie beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky) die Ablösung von Gross gefordert haben. Dies berichteten der Pay-TV-Sender Sky, die Funke Mediengruppe und Sport1. Schalkes sportliche Führung um Sportvorstand Jochen Schneider habe dies abgelehnt. Laut Schalke habe es eine "Revolte" oder "Revolution" aber nicht gegeben. Der 66 Jahre alte Schweizer Gross hatte kurz vor dem Jahreswechsel als bereits vierter Schalke-Trainer dieser Saison übernommen. Mit nur fünf Punkten aus neun Partien gelang aber auch ihm bislang nicht die Wende.

Ski-Nordisch-WM, Corona: Bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gibt es die ersten drei vom Internationalen Ski-Verband FIS bestätigten Coronafälle. Im Frauen-Skispringen sind zwei Mitglieder der italienischen und ein Mitglied der slowenischen Delegation positiv auf Corona getestet worden. Die drei Personen haben sich nach FIS-Angaben umgehend in Quarantäne begeben, das Gleiche gilt für eine Kontaktperson des italienischen Teams. In Oberstdorf werden Athletinnen und Athleten ebenso wie sämtliche Personen des gesamten Umfelds wie freiwillige Helfer oder Journalisten alle zwei Tage getestet.

Wintersport, Abfahrt: Skirennläuferin Kira Weidle ist zwei Wochen nach ihrem sensationellen Abfahrtssilber bei der WM in Cortina d'Ampezzo zum dritten Mal in ihrer Karriere im Weltcup auf das Podest gefahren. Die 25-Jährige vom Ski-Club Starnberg kam bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa auf Rang drei. Am Vortag hatte Weidle das Podium in der alpinen Königsdisziplin als Vierte knapp verpasst. Geschlagen wurde sie am Samstag nur von den Schweizerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter (+0,32 Sekunden), die auch den WM-Titel gewonnen hatte. Weidle lag 0,68 Sekunden hinter Gut-Behrami, die Doppel-Weltmeisterin (Riesenslalom und Super-G) hatte bereits am Freitag triumphiert.

Für Gut-Behrami war es der 32. Weltcupsieg, sie baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Wie im vergangenen Jahr in Crans-Montana/Schweiz gelangen ihr zwei Abfahrtssiege an zwei Tagen. Weidle war zuvor 2019 in Garmisch-Partenkirchen und 2018 in Lake Louise jeweils Dritte geworden. Am Freitag hatte sie das Podest nur um 0,07 Sekunden verfehlt und angekündigt: "Da ist auf jeden Fall noch was drin für morgen."

Ibrahimovic, LeBron James: NBA-Profi LeBron James hat kritische Aussagen von Fußball-Profi Zlatan Ibrahimovic zu seinem sozialen Engagement zurückgewiesen. "Ich werde niemals still sein bei Dingen, von denen ich denke, dass sie falsch laufen", sagte der Spieler der Los Angeles Lakers nach dem 102:93-Sieg am Freitagabend (Ortszeit) gegen die Portland Trail Blazers. Er habe sich dazu entschlossen, über Dinge zu sprechen, die in der Gesellschaft passierten, darunter soziale Ungerechtigkeit, Rassismus und Probleme bei der Stimmabgabe.

"Ich werde meine Plattform nutzen, um Licht auf alles zu werfen, was in diesem Land und in aller Welt passiert", sagte James. "Ich würde niemals nur beim Sport bleiben, weil ich verstehe, wie mächtig diese Plattform und meine Stimme sind." Sein deutscher Lakers-Kollege Dennis Schröder pflichtete ihm bei. "Jeder Athlet kann unsere Plattform nutzen und versuchen, in dieser Welt einen Unterschied zu machen", sagte der Point Guard. Ibrahimovic sei "ein bisschen anders", ein einzigartiger Spieler mit einem einzigartigen Charakter.

Ibrahimovic, der heute bei AC Mailand kickt und früher bei LA Galaxy ebenfalls in Los Angeles gespielt hatte, hatte James und andere sozial engagierte Sportler jüngst in einem Interview bei Discovery Plus kritisiert. "Er ist phänomenal in dem, was er macht", sagte er über James. "Aber ich mag es nicht, wenn sich Leute mit einem gewissen Status gleichzeitig mit Politik beschäftigen." Man solle vielmehr bei dem bleiben, was man am besten könne, meinte er. "Ich spiele Fußball, weil es das ist, in dem ich am besten bin. Ich beschäftige mich nicht mit Politik." James konterte. "Das ist lustig, dass ausgerechnet er das sagt", sagte er nun. Es sei Ibrahimovic selbst gewesen, der 2018 in Schweden über ganz Ähnliches gesprochen hatte. Der Fußballer hatte Canal Plus damals über unterschwelligen Rassismus in Schweden und mangelnden Respekt wegen seines Nachnamens gesagt: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass er existiert, weil ich kein Andersson oder Svensson bin."

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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