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Nach Corona-Pause:Bundesliga wird am 16. Mai fortgesetzt

FC Bayern: Thomas Müller im Spiel gegen RB Leipzig

Thomas Müller schießt, Timo Werner ahnt grundlos Schlimmes.

(Foto: dpa)

Die Bundesliga kehrt ohne Freitagsspiel zurück. Dortmund tritt am Samstag gegen Schalke an, die Bayern am Sonntag bei Union Berlin. Sky will die Konferenzen der ersten beiden Spieltage frei empfangbar übertragen.

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga wird am 16. Mai mit dem 26. Spieltag fortgesetzt. Das haben die 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am Donnerstag in Frankfurt beschlossen. Die Politik hatte am Mittwoch zugestimmt, dass die seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzte Saison in beiden Ligen mit Spielen ohne Publikum zu Ende gespielt werden kann.

Das DFL-Präsidium hatte sogleich Fakten geschaffen und trotz der Bedenken einiger Vereine den frühestmöglichen Starttermin festgelegt, auf den Freitag (15. Mai) als Spieltermin wurde noch verzichtet. "Wir halten uns streng an den Vorgaben", sagte DFL-Chef Christian Seifert auf der Pressekonferenz und zeigte sich erleichtert über die Entscheidung vom Vortag: "Die Entscheidung bedeutet für manche Klubs das wirtschaftliche Überleben."

Vor allem Werder Bremen und der FSV Mainz 05 hatten für mehr Vorbereitungszeit plädiert. Kontroverse Diskussionen zum Starttermin habe es laut Seifert am Donnerstag nicht mehr gegeben. Die Saison soll bis zum letzten Juni-Wochenende am 27./28. Juni abgeschlossen werden. Auch eine Relegation ist vorgesehen.

Seifert erwartet auch, dass "in absehbarer Zeit" die Halbfinals im DFB-Pokal terminiert werden. Dies obliege jedoch dem Deutschen Fußball-Bund. Dieser hatte sich zuvor irritiert drüber gezeigt, dass die Politik in das Startsignal für die Bundesliga und 2. Liga nicht auch den DFB-Pokal mit eingeschlossen hat.

Revierderby zum Wiederbeginn

In der Bundesliga geht es damit am 16. Mai gleich mit dem brisanten Revierderby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 weiter. Unterdessen wurden bei der zweiten Testwelle zwei weitere Positiv-Befunde festgestellt. Daher mahnte Seifert noch einmal eindringlich: "Jedem muss klar sein: Wir spielen auf Bewährung. Ich erwarte von jedem, dass er dieser Verantwortung gerecht wird. Unser Konzept kann nur das Ziel haben, Infektionen frühzeitig zu entdecken." In einer ersten Testreihe waren von 1724 Proben zehn positiv ausgefallen.

Bevor es losgeht, müssen sich alle Teams in eine einwöchige Quarantäne begeben. Die Politik hatte diese Maßnahme und die Einhaltung von strikten Hygieneregeln, die auch Bestandteil des DFL-Konzepts sind, zur Bedingung für eine Saison-Fortsetzung gemacht. "Ein bisschen Bauchgrummeln hat jeder dabei. Die Liga steht auch schwer unter Bewährung, das einzuhalten. Die Öffentlichkeit wird genau hinschauen", sagte Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Donnerstag im Radiosender Bayern1.

Seifert verkündete zudem, dass die DFL befristet fünf Auswechslungen pro Mannschaft erlauben werde, sollte die Fifa diese Regelung beschließen.

Der Termin für den Start in die Bundesliga-Saison 2020/21 bleibt vorerst unklar. "Stand heute wollen wir uns noch nicht final festlegen. Im Idealfall starten Ligen natürlich im August", sagte Seifert im Anschluss an die Mitgliederversammlung und verweis auf den Zeitdruck wegen der in das Jahr 2021 verlegten EM. "Alle Ligen, von denen ich bisher weiß, planen mit einem Start eigentlich im August. Tatsache ist aber auch, dass momentan nicht auszuschließen ist, dass möglicherweise Ende August das Champions-League-Finale stattfindet und der September mit einigen Länderspielen startet", gab Seifert zu bedenken.

Zuschauer können beim Re-Start der Fußball-Bundesliga die Geisterspiele an den ersten zwei Wochenenden live im Free-TV sehen. Der Pay-TV-Sender Sky teilte am Donnerstag mit, die Konferenz-Schalten der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zu zeigen.

Samstag, 16. Mai, 15.30 Uhr

Borussia Dortmund - Schalke 04

RB Leipzig - SC Freiburg

TSG Hoffenheim - Hertha BSC

Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn

FC Augsburg - VfL Wolfsburg

Samstag, 16. Mai, 18.30

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach

Sonntag, 17. Mai, 15.30

1. FC Köln - FSV Mainz 05

Sonntag, 17. Mai, 18.00

Union Berlin - Bayern München

Montag, 18. Mai, 20.30

Werder Bremen - Bayer Leverkusen

© SZ.de/dpa/tbr
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