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Bundesliga:Pizarro leidet in der alten Heimat

Werder Bremen - 1. FC Köln

Köln-Stürmer Claudio Pizarro kann an seiner alten Wirkunsstätte in Bremen keinen Sieg feiern.

(Foto: dpa)

Mit dem dritten Heimsieg in Serie hat Werder Bremen einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, beim 1. FC Köln schwinden dagegen die Hoffnungen immer mehr. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt gewann am Montagabend verdient mit 3:1 (1:0) und baute seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte aus. Die Rheinländer bleiben dagegen Tabellenletzter und liegen nach wie vor acht Zähler hinter dem Tabellen-16. FSV Mainz 05.

Milos Velkovic (33. Minute), Milot Rashica (58.) und Maximilian Eggestein (90.) erzielten vor 41 500 Zuschauern die Bremer Tore. Für den FC konnte der Japaner Yuya Osako zwischenzeitlich ausgleichen (53.). Werder gewann damit erstmals seit dem 5. November 2011 wieder ein Bundesliga-Spiel gegen die Rheinländer.

"Das war ein wichtiger Schritt für uns. Wir sind sehr erleichtert. Wir wissen, dass wir im Abstiegskampf dabei sind. Es gibt keinen Grund nachzulassen", sagte Bremens Florian Kainz bei Eurosport. Kölns Torwart Timo Horn war dagegen enttäuscht: "Die erste Halbzeit war viel zu passiv. So kannst du nicht in Bremen spielen. Wir haben erst in der zweiten Halbzeit angefangen, Fußball zu spielen. Wir machen zuviele individuelle Fehler. Das ist zu wenig."

Die Bremer waren in einem wenig berauschenden Bundesliga-Spiel die aktivere Mannschaft mit der besseren Spielanlage und der größeren Torgefahr. Die Kölner fanden nach einer schwachen ersten Halbzeit erst nach der Pause ins Spiel. Insgesamt war es aber zu wenig, zumal es für die Kölner eine der letzten Chancen war, sich noch einmal im Abstiegskampf zurückzumelden. Doch der FC war in der Offensive viel zu harmlos und kam kaum zu nennenswerten Torchancen. Einzig der einstige Werder-Fanliebling Claudio Pizarro, der mit 104 Treffern in 206 Spielen noch Werders Rekordtorjäger ist, ließ einige Male alte Klasse aufblitzen und ärgerte Werder mit der Torvorlage zum 1:1 und einer weiteren Großchance (76.). Entsprechend wurde er sogar von Bremens Fans gefeiert. "Für mich ist es immer geil, hier zu spielen", sagte Pizarro.

Bei widrigen Bedingungen dauerte es eine gute halbe Stunde, ehe Werder zur ersten Torchance kam. Ein Schuss von Max Kruse von der Strafraumgrenze konnte Kölns Schlussmann Timo Horn aber parieren (29.). Vier Minuten später war es dann passiert: Nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic war Velkovic zur Stelle. Die Kölner monierten noch ein Sperren von Bremens Thomas Delaney gegen FC-Verteidiger Dominique Heintz, doch für eine Aberkennung des Tores war die Aktion zu wenig.