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Bundesliga:Eberl behält sich vor, neue Spieler zu holen

Von den ersten 15 Pflichtspielen unter Schubert hatte die Borussia Ende 2015 nur eines verloren. Sie wurde am Saisonende Vierter und qualifizierte sich gegen Bern für die Champions League. Noch Ende August war die Gladbacher Welt in bester Ordnung. Aber im Fußball kann die Welt schnell aus der Bahn fliegen, von den letzten elf Pflichtspielen hat Gladbach nur eines gewonnen. "Ich bin kein Trainer-Killer, aber die nackten Zahlen sprechen ja für sich", sagt der sonst so kecke Eberl leise. Die beschworene Treue, die ersehnte Kontinuität, der aufwärts strebende Pfeil auf einem Flipchart in Eberls Büro als Symbol für Gladbachs Aufschwung der vergangenen fünf Jahre - all das ist nichts mehr wert, wenn Siege ausbleiben.

Schubert, vormaliger Trainer von Gladbachs viertklassiger U 23, war zunächst als Übergangslösung vorgesehen gewesen, als Favre im September 2015 aufgehört hatte. Der damalige Augsburger Markus Weinzierl war aus Vertragsgründen nicht zu bekommen - und Schubert hatte Erfolg. Unter ihm spielte die Mannschaft plötzlich noch attraktiveren Favre-Fußball als unter Favre selbst. Nach wochenlangem Zögern des Klubs erhielt Schubert daher einen Cheftrainer-Vertrag. Doch der begeisternde Fußball verschwand sukzessive. Über gute Ergebnisse hatte Schubert den Trainerjob bekommen - über schlechte Ergebnisse hat er ihn nun wieder verloren.

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Fußball wie eine untalentierte Elf aus lauter Doppelgängern

Seine Arbeit, sein Konzept, seine Persönlichkeit - das alles konnte den Verein nicht überzeugen, an ihm festzuhalten. In seinen letzten Ausführungen versuchte Schubert noch einmal die positiven Seiten seiner Tätigkeit hervorzuheben: "Man darf nicht vergessen, dass wir in der Europa League und im DFB-Pokal verbleiben", sagte er, gestand die verfehlten Erwartungen in der Bundesliga aber ein: "Da hinken wir hinterher, da ist es uns in den vergangenen Wochen nicht gelungen, Selbstvertrauen und Lockerheit zurückzugewinnen. Die Misserfolge haben die Mannschaft immer weiter verunsichert - und ich bin als Trainer dafür verantwortlich."

Dem Sportchef Eberl war die Hinrunde in jeder Hinsicht "zu unruhig - denn Unruhe bedeutet meistens: erschwerte Bedingungen". Das Team hat den Weggang des Anführers Granit Xhaka (FC Arsenal) nicht verkraftet. Relevante Spieler fehlten zwischenzeitlich verletzt. Der dazu gehörende Spanier Alvaro Dominguez wirft dem Klub vor, seine Sportinvalidität verschuldet zu haben. Und in die sportliche Abwärtsspirale hinein soll das Verhältnis zwischen Trainer und Team immer angespannter geworden sein. Am Ende, auch beim 1:2 gegen Wolfsburg, spielten die einst begeisternden Gladbacher einen Fußball wie eine untalentierte Elf aus lauter Doppelgängern.

"Es geht ab sofort darum, dass die Mannschaft wieder stabil wird", sagt Eberl jetzt und behält sich vor, neue Spieler zu holen: "Wir werden auch in dieser Hinsicht versuchen, der Mannschaft neuen Rückhalt zu geben." Von 6. bis 11. Januar trainieren die Gladbacher in Marbella, am 14. Januar spielen sie ein Turnier in Düsseldorf (mit dem FC Bayern), am 21. Januar geht in Darmstadt die Liga weiter. Mit Dieter Hecking.

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