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Bundesliga:Frankfurt und Hoffenheim liefern sich ein ruppiges Remis

Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim

'Leider waren sehr viele Emotionen im Spiel, der Schiedsrichter hat völlig den Zugriff verloren", sagt Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann nach der Partie.

(Foto: dpa)
  • Frankfurt und Hoffenheim liefern sich ein hitziges Duell: Insgesamt verteilt der Schiedrichter acht gelbe und eine umstrittene rote Karte.
  • Trotz der ruppigen Gangart steht es am Ende unentschieden.
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Keine Tore im giftigen Spitzenspiel: Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim haben durch eine Nullnummer am 14. Spieltag den Sprung auf einen Champions-League-Platz in der Fußball-Bundesliga verpasst. Dazu passt, dass das Gezeigte der beiden Teams spielerisch wenig mit Köngisklasse zu tun hatte. 47 000 Zuschauer sahen am Freitagabend in der Frankfurter Arena ein umkämpftes und hitzig geführtes Duell.

Viele Fouls sorgten für zahlreiche Spielunterbrechungen. Beide Teams gingen von Beginn an entschlossen in die Zweikämpfe und attackierten den Gegner früh. Trotzdem verzichtete Schiedsrichter Christian Dingert in der ersten Halbzeit komplett auf Verwarnungen. Sehr zum Ungemach von Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann: "Leider waren sehr viele Emotionen im Spiel, der Schiedsrichter hat völlig den Zugriff verloren. Es gab sehr viele komische Situationen, die auf dem Fußballfeld nichts zu suchen haben", so der Trainer nach der Partie.

Sein Gegenüber schien die raue Gangart hingegen weniger auszumachen. Eintracht-Trainer Niko Kovac, der erste am Donnerstag seinen Vertrag bis 2019 verlängert hatte, zeigte sich von der harten Gangart beider Teams wenig beeindruckt. "Emotionen gehören zum Fußball dazu."

Insgesamt gab es acht gelbe und eine rote Karte

Erst nach der Pause griff der Referee härter durch, in der Schlussphase sah Frankfurts Timothy Chandler nach einer Rudelbildung noch eine strittige rote Karte (82.). Insgesamt erhielten acht Spieler eine gelbe Karte. Die Gäste waren mit 56 Prozent Ballbesitz zwar deutlich feldüberlegen, konnten sich jedoch ebenso wenig wie die seit April zuhause unbesiegten Frankfurter gefährliche Szenen erarbeiten. Klare Torchancen blieben bis zum Schluss aus.

Die harte Gangart beider Teams spricht von der derzeitig auch in der Tabelle ausgetragenen Rivalität der beiden Klubs. Frankfurt und Hoffenheim sind punktgleich, beide gingen mit dem Rückenwind längerer Serien ohne Niederlage in die Partie. Der Tabellenfünfte aus Frankfurt ist seit nunmehr acht Spielen ohne Niederlage, Hoffenheim auf Rang vier (beide 26 Punkte) neben Tabellenführer RB Leipzig weiter das einzige ungeschlagene Team in dieser Bundesligasaison.