Bundesliga FC Bayern will juristisch gegen "Sport Bild" vorgehen

Will gegen Berichterstattung juristisch vorgehen: Matthias Sammer

(Foto: Adam Pretty/Getty Images)
  • Der FC Bayern und Arturo Vidal wehren sich gegen die Behauptung, der Chilene habe im Trainingslager in Katar Alkohol getrunken.
  • Verein und Spieler kündigten an, gegen entsprechende Berichte juristisch vorgehen zu wollen.
  • Derweil verpasste Neuzugang Serdar Tasci seine eigene Vorstellung, es bestehe der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung.

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer hat angebliche Alkohol-Eskapaden des chilenischen Nationalspielers Arturo Vidal entschieden zurückgewiesen. Sammer kündigte am Mittwoch an, gegen die Berichterstattung über den 28 Jahre alten Chilenen juristisch vorgehen zu wollen. "Das stimmt nicht und ist die Unwahrheit. Wir haben mit Arturo ein absolut enges Verhältnis. Wir sprechen ihn auch auf diese Themen an. Er hat gesagt, dass das nicht stimmt. Darauf verlassen wir uns", sagte Sammer.

Der FC Bayern werde rechtliche Mittel einzusetzen: "Dagegen werden wir mit allen Mitteln vorgehen, auch mit allen rechtlichen Schritten." Die Sport Bild hatte am Mittwoch von Alkohol-Gerüchten um Vidal im Trainingslager in Katar berichtet. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte das Blatt, es bleibe bei seiner Darstellung.

Auch Vidal selbst meldete sich via Twitter zu Wort: "Das ist absolut falsch. Wir werden gegen diese Zeitung, die diese Lügen verbreitet, vorgehen."

Es werde in Bezug auf den FC Bayern "gezündelt"

Es werde im Moment in Bezug auf den FC Bayern "gezündelt". Man versuche von außen bewusst "mit allen Mitteln, die Dinge spannend zu machen", sagte Sammer vor dem anstehenden Auswärtsspiel am Samstag bei Bayer Leverkusen. Aber dies werde nicht gelingen: "Sie erreichen nur das Gegenteil, wir rücken noch enger zusammen."

Auch Pep Guardiola sprang Sammer entschieden zur Seite. Der Spanier werde "für alles verantwortlich gemacht. Das werden wir auch nicht akzeptieren. Das, was da im Moment passiert, ist nicht korrekt". Er bitte "um etwas mehr Respekt. Er hat das verdient, weil er für Bayern München und den deutschen Fußball Unglaubliches geleistet. Es geht zu sehr ins Persönliche". Darüber hinaus wies Sammer Spekulationen zurück, Trainer Guardiola setze sich angesichts seines im Sommer bevorstehenden Wechsels zu Manchester City nicht mehr hundertprozentig für die Bayern ein.

Dass es bei den Münchnern "knistert", konnte allerdings auch der Sportvorstand nicht entkräften. "Bayern München und Ruhe: Das passt ja irgendwo auch nicht. Alles in Harmonie - das können sie vergessen", sagte Sammer zu den vernehmbaren Spannungen der vergangenen Tage und Wochen. Es sei nicht "alles super", sagte er. Aber es seien "bewusste Reizpunkte, die man braucht". Zuletzt hatte ein "Maulwurf" im Magazin kicker von schlechter Stimmung, Übergewicht bei einigen Spielern und von Problemen in der Kommunikation mit Guardiola gesprochen.

Tasci mit Verdacht auf Gehirnerschütterung

Neuzugang Serdar Tasci hat sich derweil im ersten Mannschaftstraining verletzt. Der erst am Montag von Spartak Moskau verpflichtete Abwehrspieler wurde nach einem Zusammenprall mit einem Teamkollegen wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung untersucht, sagte Sammer und sprach von "zwei, drei Tagen Pause."

Tasci konnte nicht an der Pressekonferenz teilnehmen, die der Fußball-Rekordmeister zu seiner Vorstellung einberufen hatte. "Er hat leichte Ausfallerscheinungen gehabt", berichtete Sammer. Die Bayern hatten den 28-Jährigen kurzfristig als Alternative für die verletzten und länger ausfallenden Jérôme Boateng und Javi Martínez ausgeliehen.