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Bundesliga:Stöger macht einen Vorschlag

So waren nach diesem von Emotionen getriebenen Spielfinale irgendwie alle Verlierer: Herbert Fandel, der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission, sieht durch die Ereignisse wieder einmal die "Vorbildfunktion des Profifußballs gefährdet", er mahnte am Montag einen "respektvolleren Umgang" der Akteure an. In einer idealen Welt wäre der Fairplay-Gedanke das höchste Gut im Spitzensport, doch im kapitalgetriebenen Profibetrieb ist dies: der Erfolg. Erst recht im Abstiegskampf.

Auch wenn die Kölner betonten, den Ball in vergleichbarer Situation stets ins Aus zu spielen (so sagte es zumindest Trainer Peter Stöger): Die Realität ist doch eine andere. Das weiß auch Schmadtke, der am Montag dem Express sagte: "Das ist gar nicht so sehr Wut, das ist einfach nur eine Feststellung: Fairplay ist kein fester Bestandteil der Fußball-Regeln, man muss es sich leisten können. Das heißt im Klartext: Wenn es sportlich passt, gilt Fairplay. Wer Punkte braucht, um sportliche Ziele zu erreichen, der verzichtet auf Fairplay. Das ist doch die Erkenntnis des Wochenendes."

Stöger schlug indessen vor, die Spieler von ihrer Verantwortung des Gentlemen Agreements zu entlasten und künftig ausschließlich den Schiedsrichter entscheiden zu lassen, wann ein Spiel in solchen Situationen unterbrochen wird und wann nicht. Dieser Vorschlag war, obwohl er mit Ironie vorgetragen wurde, so ziemlich das Konstruktivste, was im Nachklapp zu diesem Thema gesagt wurde.

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