Große Kunst erkennt man mitunter daran, dass sie nicht allzu oft vorkommt. Freiburgs Julian Schuster gelang gegen Hoffenheim das seltene Schmankerl, einen Eckball direkt zu verwandeln. Der Spieler, der das zuletzt in der Bundesliga hinbekam, war Hannovers Arnold Bruggink vor über zwei Jahren. Und davor? Nun, wer erinnert sich nicht an Bochums Thomas Zdebel 2004 und natürlich an jene Geniestreiche von Mario Basler, der gleich dreimal von ganz weit draußen einnetzte. Wer jetzt aber dachte, das wäre alles in Sachen Eckballkunst, der sei an Linksfuß-Freigeist Roberto Carlos erinnert: Der Brasilianer verwandelte zu Beginn des Jahres eine Ecke von links - mit links.

Bild: Bongarts/Getty Images 11. April 2011, 09:332011-04-11 09:33:43 © sueddeutsche.de/jbe