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Fußball:Bundesliga will Spielbetrieb von Dienstag an aussetzen

Bundesliga - Schalke 04 v Borussia Dortmund

Der 26. Spieltag - unter anderem mit dem BVB-Derby gegen Schalke - soll noch stattfinden. Ab Dienstag soll die Bundesliga dann pausieren.

(Foto: Thilo Schmuelgen/Reuters)
  • Ab Dienstag sollen die Fußball-Bundesligen pausieren - diesen Vorschlag will die Deutsche Fußball Liga am Montag den Profiklubs unterbreiten.
  • Der 26. Spieltag soll aber noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.
  • Die Partie Hannover gegen Dresden kann allerdings nicht gespielt werden - das Team von Hannover 96 steht unter Quarantäne.

Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie von kommendem Dienstag an bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Profiklubs unterbreiten. "Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen - aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu in einer Mitteilung. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

"Die gesamte Gesellschaft und damit auch der Fußball stehen vor einer bislang unbekannten Herausforderung. Unter Berücksichtigung der Vorgaben der lokalen Behörden findet der 26. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga ohne Stadion-Zuschauer statt", hieß es weiter. An Fan-Gruppen wurde appelliert, sich nicht vor den Stadien zu versammeln und so einen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung zu leisten.

Dass der 26. Spieltag noch augestragen wird, stößt auch auf Kritik. Offenkundig mit Blick auf die DFL-Entscheidung schrieb Bayern-Profi Thiago auf Twitter: "Das ist verrückt. Bitte hört auf herumzualbern und stellt euch der Realität. Um ehrlich zu sein, gibt es viel wichtigere Prioritäten als Sport."

Eine Ausnahme ist das für Sonntag geplante Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden, das vom Spielplan abgesetzt wurde. Zuvor waren zwei Spieler von Hannover positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch das Montagsspiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen könnte noch abgesagt werden. Die Stadt Bremen erwartet nach Informationen des NDR trotz des vorgesehenen Geisterspiels mindestens 1000 Menschen rund ums Weserstadion, Innensenator Ulrich Mäurer will dem Senat daher eine Absage vorschlagen.

Kommt es ab Dienstag zur Aussetzung des Spielbetriebs, soll in der Länderspiel-Pause zwischen allen Klubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse über das weitere Vorgehen befunden werden. In der Zeit zwischen Dienstag und dem 2. April wäre der 27. Spieltag (20. - 22. März) von einer Unterbrechung betroffen.

Am Donnerstagabend hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus zu drastischen Einschnitten aufgefordert und damit indirekt auch die Fußball-Verantwortlichen noch stärker in die Pflicht genommen. Wo immer möglich sollten die Menschen auf Sozialkontakte verzichten, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Auch "alle nicht notwendigen" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden.

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© SZ.de/sid/dpa/ska/schm/chge
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