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Biathlon-WM:Deutsche Biathleten bleiben am letzten WM-Tag ohne Medaille

Biathlon: Weltmeisterschaft

Arnd Peiffer erlaubt sich drei Fehler im Stehendschießen.

(Foto: dpa)

In beiden Massenstartrennen schaffen es die DSV-Starter nicht aufs Podest. Franziska Preuß wird Sechste, Arnd Peiffer erlaubt sich beim letzten Schießen zu viele Fehler.

Biathlet Arnd Peiffer ist zum Abschluss der Weltmeisterschaft in Pokljuka im Massenstart auf Rang zwölf gelaufen. Der 33 Jahre alte Olympiasieger leistete sich am Sonntag drei Strafrunden und hatte nach 15 Kilometern 1:09,2 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Sturla Holm Laegreid. Der Norweger verwies einen Tag nach seinem 24. Geburtstag mit einem Fehler seinen Teamkollegen Johannes Dale (2 Fehler/+ 10,2 Sekunden) und den Franzosen Quentin Fillon Maillet (2/+ 12,8) auf die weiteren Medaillenränge. Mit seinem vierten Gold avancierte Laegreid zum besten Skijäger der WM.

Der 30-jährige Benedikt Doll musste sich nach sechs Fehlern mit dem enttäuschenden 23. Platz zufrieden geben. Damit haben die deutschen Skijäger nur Einzel-Silber durch Peiffer geholt. Am Samstag hatte es nach dem Leistungseinbruch von Startläufer Erik Lesser in der Staffel nur zu Platz sieben gereicht.

Das deutsche Team beendete die WM nach Silber durch Peiffer und die Damen-Staffel mit nur zwei Medaillen. Damit verpasste es die Zielvorgabe von vier bis fünf Plaketten. Zuletzt hatte es 2013 bei der WM in Nove Mesto nur zwei deutsche Medaillen gegeben.

Peiffer fiel nach zwei fehlerfreien Liegendeinlagen nach dem ersten Stehendschießen durch eine Strafrunde zurück und schoss im finalen Anschlag dann noch zwei Fehler. Für Doll war nach drei Strafrunden nach dem ersten Schießen das Rennen schon früh gelaufen.

Preuß wird zum Abschluss Sechste

Auch Franziska Preuß und Vanessa Hinz haben im abschließenden Massenstart der Biathlon-Weltmeisterschaft in Pokljuka eine Medaille klar verpasst. Beim ersten WM-Titel der Österreicherin Lisa Theresa Hauser lief Preuß am Sonntag auf Rang sechs, Hinz wurde Zehnte. Damit blieben die deutschen Skijägerinnen, die tags zuvor Silber in der Staffel gewonnen hatten, erstmals seit 1997 ohne WM-Einzelmedaille. Zuletzt hatte es 2013 in Nove Mesto nur eine Damen-Medaille bei Welttitelkämpfen gegeben.

Hauser, die auch vom früheren deutschen Damen-Coach Gerald Hönig betreut wird, sorgte damit für den ersten WM-Titel einer österreichischen Skijägerin überhaupt und war als Einzige im gesamten Starterfeld fehlerfrei geblieben. Preuß (26) leistete sich zwei Strafrunden und hatte nach 12,5 Kilometern 52,6 Sekunden Rückstand auf die Siegerin, die die beiden Norwegerinnen Ingrid Landmark Tandrevold (1 Fehler/+ 21,7 Sekunden) und Tiril Eckhoff (3/+ 23,0) auf die Medaillenplätze verwies. Hinz (28) kam nach einem Fehler mit 1:21,2 Minuten Rückstand ins Ziel. Preuß hatte am Samstag mit einer herausragenden Schießleistung und einem phänomenalen Schlussspurt Staffel-Silber gesichert und galt als eine der Medaillenkandidatinnen.

"Ich bin absolut in Reichweite. Es sind nur kleine Stellschrauben, die manchmal nicht passen. Aber ich habe eine richtig gute WM gemacht und das nehme ich mit", sagte Preuß, die alle WM-Rennen bestritt. Die verpasste Einzelmedaille sei Motivation für die kommende Saison.

Denise Herrmann musste kurzfristig auf ihren Start verzichten. Wie der Deutsche Skiverband knapp zwei Stunden vor dem Rennen mitteilte, ist eine Erkrankung Grund für die Entscheidung. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld und schloss eine Infektion mit dem Coronavirus aus. Herrmann hatte tags zuvor mit Preuß, Hinz und Janina Hettich Staffel-Silber geholt.

© SZ.de/dpa/schm
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